Amoklauf in Heidelberg

philosophia perennis

In Heidelberg ist ein Mann mit einem Mietwagen in die Fußgängerzone gerast. Vor der Bäckerei am Kaufhof erfasste er mindestens drei Personen. Wie schwer deren Verletzungen sind, ist bislang unbekannt. Der SWR spricht von einem Schwerverletzten.

Nachdem das Auto zum Stillstand kam, soll er Augenzeugen zufolge mit einem Messer seinen Amoklauf fortgesetzt haben.  Auf Twitter berichten Augenzeugen von Polizei mit Maschinengewehren. Außerdem warnten viele Heidelberger auf Facebook ihre Freunde, in die Altstadt zu kommen.

Die Polizei konnte ihn vor wenigen Minuten niederschießen, nachdem er der Aufforderung, sein Messer fallen zu lassen, nicht nachkam. Über den Mann ist nichts weiter bekannt, die RNZ spricht in gewohnter Weise von einem „psychisch labilen Mann“.

Dazu ein Kommentator auf Twitter: „Die Medien faszinieren mich, noch gibt es weder Name, Alter oder Herkunft das Täter, aber schon vollständige Psychoanalysen.“

Update 25.02.17: Goldener Bär des Nannyjournalismus geht an FAZ

Unser „Goldener Bär“ für Nannyjournalismus…

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Als Donald Trump Deutschland von der Sofakante stieß

Seit dem Interview mit Donald Trump, das die Bild-Zeitung am 16.1.2017 abdruckte, ist die Zeit der Beschwörungen, es werde mit ihm schon nicht so schlimm kommen, erst einmal vorbei: „In ein, zwei Federstrichen stellt er die politische und die wirtschaftliche Ordnung des Westens in Frage“, vermerkte die FAZ am 17.1.2017 und weiter: „Nun deutet sich an“, dass neben Russland auch die USA „zur Großmachtpolitik im Jalta-Stil zurückkehren könnte. Auch Deutschland würde dann von der Sofakante gestoßen.“ In der Tat könnte eine deutsche heile Welt an ihr Ende gekommen sein und eine neue Ordnung beginnen, in der möglicherweise alle Siegermächte des Zweiten Weltkriegs als offene statt wie bisher verdeckte Konkurrenten auftreten und nicht weiter als Partner in einem Spiel mittun, in dem alle Stiche Berlin und vorher Bonn gemacht hat. Trumps Interventionen zur deutschen Führung in der EU, sein Lob des Brexit, seine Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik und dem vergifteten deutschen Nato-Engagement sind weder neu, noch stammen sie von ihm. Auch wenn es anders gemeint war, ist der FAZ zuzustimmen: „Die Offenheit, mit der Trump die Dinge beim Namen nennt, ist irritierend und erfrischend zugleich.“ (17.1.2017) Hier denunzierte einer, dem man den Mund nicht verbieten kann, die deutschen Tugenden wie Verantwortung vor der Geschichte, Gewaltlosigkeit, Antinationalismus und Weltoffenheit als Propaganda, die nur dazu diene, dahinter wirkende Destruktionspotentiale zu beschönigen. Das trifft ein Land empfindlich, dessen Auftreten als postnationale und moralische EU-Führungsmacht erheblich dazu beigetragen hat, dass sich überall in Europa nationale Protestbewegungen etablieren konnten, die immer weniger als antieuropäisch und ewiggestrig wahrgenommen werden, sondern als antideutsche Absetzbewegung von einem verhassten Deutsch-Europa. Seit Trumps Worten erste Taten folgen, sieht man sich in Deutschland an der Front und empfiehlt „Widerstand statt Anpassung“ (Deutschlandfunk.de, 4.2.2017) und „Zivilcourage“ (FAZ) gegen den als Faschisten gescholtenen Präsidenten der Nation, die Deutschland maßgeblich vom Faschismus „befreit“ hat. Höchste Zeit also, sich dem gemütlichen Sofa näher zu widmen, auf dessen Kante man bescheiden aber auskömmlich gesessen hat, bevor einen eine skrupellose Weltmacht und wortbrüchige Verbündete heruntergestoßen haben.

Erst Europa, dann die ganze Welt

Vor der Wiedervereinigung wurden deutsche Interessen in der internationalen Politik offiziell immer unter Berücksichtigung der als vorrangig geltenden Einbindung in Nato und Europäische Union wahrgenommen. Das noch in der Amtszeit Helmut Kohls ausgegebene „Ziel der deutschen und europäischen Einheit“ (Wahlprogramm für die Bundestagswahl 1983 der CDU/CSU) war westdeutsche Staatsräson, die parallel voran getriebene Förderung weiterer multilateraler Institutionen wurde nicht als Widerspruch dazu begriffen. Zwar galten deutsche „Alleingänge“ als schädlich, dennoch beanspruchte man für sich unter dem Nato-Schutzschirm eine Sonderstellung beim Dialog mit allen Seiten, der antiimperialistische und pazifistische Politikelemente genauso wie ein Kokettieren mit dem als Dritter Weg bezeichneten Kurs der blockfreien Länder beinhaltete. Damit wurde nach innen eine von den Konservativen bis zu den Kommunisten unterstützte, auf Souveränitätszugewinn setzende Außenpolitik begründet, die sich in moralischer Selbstüberhöhung gegen egoistische und damit unverantwortliche Machtpolitik richtete. Die alte Bundesrepublik Deutschland bestand auf größtmögliche Ungebundenheit, die als multilaterales internationales Auftreten zum deutschen Markenzeichen wurde und auch die Siegermächte als Vertragspartner und nicht als Garanten der nationalen Sicherheit einschloss. Keinesfalls wollte man zum bloßen Erfüllungsgehilfen oder im Extremfall Kriegsknecht der Verbündeten werden, weshalb z.B. die USA mal für zu wenig und mal für zu viel Säbelrasseln kritisiert wurden, da es ihrer Politik an einem den nationalen Egoismus transzendierenden Idealismus gebreche. Die Ablehnung militärischer Gewalt begründete den selbstbewusst vorgetragenen deutschen Machtanspruch jenseits von Nato und EU. Wenn Bundespräsident Gauck behauptete, „Schritt um Schritt wird die Bundesrepublik von einem Nutznießer zu einem Garanten internationaler Sicherheit und Ordnung“ (auf der 50. Münchner Sicherheitskonferenz 2014), so ist das nicht nur im Kontext massiver Rüstungsexporte und ausgeweiteter Auslandseinsätze zu sehen; gemeint war vor allem die Abgrenzung von der französischen, englischen und amerikanischen Aufgabendefinition für ihre Streitkräfte. Nato und NGO gehören nach deutscher Auffassung zusammen – eine Einschätzung, der auf seine Weise auch Wladimir Putin folgt, wenn er in Russland politisch tätige Organisationen, denen Gelder aus dem Ausland zufließen, als „ausländische Agenten“ bezeichnet und entsprechend behandelt. Außenminister Westerwelle betonte davon unbeeindruckt auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2012: „Eine moderne Sicherheitspolitik des 21. Jahrhunderts wird zunehmend auf zivile Mittel setzen“ (http://www.auswaertiges-amt.de), Verteidigungsminister de Maizière hob beim Deutschen Forum Sicherheitspolitik 2013 hervor: „Wenn wir überlegen, wie wir unser Land schützen und unsere nationalen Interessen und Bündnis-Interessen vertreten können, beziehen wir wirtschaftliche, soziale, demographische, ökologische und immer mehr auch religiöse Aspekte stärker mit ein als früher“ (https://www.dfs.bund.de) und das Auswärtige Amt fasst bündig zusammen: „Deutsche Außenpolitik ist Friedenspolitik. Konkret bedeutet das den Einsatz für verbindliche Regeln und starke multilaterale Institutionen, sowie Engagement für Abrüstung, Krisenprävention und friedliche Streitbeilegung“. (www.auswaertiges-amt.de)

Die „Zivilmacht“ (Hanns W. Maull) Deutschland ist demnach anders als die Großmächte bestrebt, die internationalen Beziehungen durch eine Stärkung internationaler Normen zu zähmen. Bei der Durchsetzung internationaler Institutionen wie der Einrichtung des Internationalen Strafgerichtshofs oder bei multilateralen Abkommen, auch (Frei-)Handelsabkommen, geht es immer um ein überstaatliches Regime, dem sich auch die Weltmächte einfügen müssen. Dieses Auftreten des Weltkriegsverlierers gerade gegenüber den alliierten Siegermächten als „Zivilisierer“ oder Einheger begründete vielerorts den guten Ruf Deutschlands.

Überrumpelungsstrategien einer Zivilmacht

Nach der Wende erwies sich die deutsche Außen- und Europapolitik entgegen der eigenen Postulate jedoch oft als wenig berechenbar. Den Turbulenzen bei der Integration der DDR wurde noch vielfach mit Verständnis begegnet, auch wenn die damalige Hochzinspolitik, die verfügbares Leihkapital nach Deutschland lenkte, in der EU zu massivem Streit führte. Doch schon bald erwies sich, dass im Umgang mit traditioneller europäischer Geopolitik, der EU-Integration, der innereuropäischen Konkurrenz, der sicherheitspolitischen Ausrichtung und im Umgang mit internationalen Handelsinteressen keine verbindliche multilaterale deutsche Position eingenommen wurde, sondern immer häufiger Alleingänge sichtbar wurden. Als Kennzeichen deutscher Politik könnte man von Überrumpelungsaktionen sprechen. Sei es die unvermittelte völkerrechtliche Anerkennung von Kroatien und Slowenien, die Weigerung, sich am Irakkrieg zu beteiligen, die Unterstützung einer Ostseepipeline für russisches Gas, die Enthaltung im UN-Sicherheitsrat zum militärischen Eingreifen in Libyen, die Energiewende, die Maut oder die Grenzöffnung: Jedes Mal wurden Bündnispartner vor den Kopf gestoßen. Besonders die mit antiamerikanischer Verve von der Schröder-Regierung betriebene Ablehnung des Irakkrieges, die u.a. von Frankreich geteilt wurde, verdeutlichte den Bruch mit dem Prinzip des Multilateralismus. Zusammen mit der Verweigerung der Zustimmung zu einer den Krieg legitimierenden UN-Resolution, ohne einen Kompromiss über etablierte Kanäle in europäischen und transatlantischen Institutionen zu suchen, war das ein deutliches Zeichen dafür, dass Deutschland sich im Zweifel nicht an seine eigenen politischen Glaubenssätze hält, sondern sich wie eine der viel gescholtenen Führungsmächte ganz egoistisch multilateralen Verfahren entzieht. Im Zusammenhang mit dem Irakkrieg hatte man sich gegen die transatlantische Bindung zugunsten einer kontinentaleuropäischen Option entschieden. Der im Herbst 2002 erschienene Bestseller Der Brand von Jörg Friedrich und die sich daran anschließende Debatte über die deutschen Opfer „anglo-amerikanischer“ Bombenangriffe hatten die breite Zustimmung zu Kanzler Schröders „deutschem Weg“ gegen den amerikanischen vorbereitet. Doch der kontinentaleuropäische Traum platzte, kaum dass er offen ausgesprochen war: Einige osteuropäische Staaten zogen die noch unter Obama bewährten transatlantischen Garantien den antiamerikanischen „europäischen“ Schachzügen der Schröder-Regierung vor und traten der Koalition der Willigen bei, der auch Italien, Spanien, Portugal und die Niederlande angehörten. Die verstärkte Hinwendung zur EU begann also mit einem Reinfall, der Vorschein einer ganzen Kette europäischer Niederlagen war.

Inzwischen wird der ehemaligen „Zivilmacht“ Deutschland eine „normative Erosion“ (Hanns W. Maull) in der Außenpolitik attestiert – im Hinblick auf die früher stets integrationsfreundliche europapolitische Orientierung genauso wie auf die schwindende Bereitschaft zur Souveränitätsübertragung Richtung europäische Ebene. Für die deutsche Außenpolitik gilt der Multilateralismus immer weniger als Appell an die gemeinsame Verantwortung und damit als Einspruch gegen national bornierte Machtausübung, sondern präsentiert sich als historisch erworbenes originäres Potential, das zur Umsetzung deutsch definierter „Friedenspolitik“ nicht ungenutzt bleiben dürfe. Im Verhältnis zur EU, aber auch darüber hinaus, stellt sich die Integration in die EU als Bedingung für die eigene Weltgeltung dar. Die exklusiven bilateralen Beziehungen zu anderen Ländern müssten dabei mit den multilateralen in der EU in einer glücklichen Balance gehalten werden – genau das wird dem erklärten Hegemon innerhalb der EU immer weniger zugetraut. Im Gegenteil: Die Vorschläge zur europäischen Integration, die Herausbildung einer antiamerikanischen Gegenmacht, die gescheiterte Friedenspolitik und der all diese Zumutungen erst beflügelnde wirtschaftliche Erfolg werden in vielen anderen Ländern als Last empfunden. Die ökonomische Übermacht der Deutschen zementiert im EU-Ausland Abhängigkeiten und befördert wirtschaftliche Agonie, ohne dass eine Kompensation in Aussicht gestellt würde – und der immer selbstbewusster vorgetragene Antifaschismus ruft erst recht Erinnerungen an das im Nationalsozialismus durchgeführte europäische Neuordnungsprogramm hervor.

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Wo sind all die Mädchen hin? Über das „verbale Umschiffen von Sachverhalten“ durch linke Clubbetreiber

bahamas75

Im Herbst 2013, also vor gar nicht so langer Zeit, konstatierte die Redaktion Bahamas anlässlich des Imageverlustes, den männliche Flüchtlinge des Camps am Kreuzberger Oranienplatz in Berlin bei ihren autochthon-weiblichen Supportern aufgrund sexistischer Übergriffe erlitten: „Allerdings hätte man diesbezüglich wissen können, dass es – um es vorsichtig auszudrücken – diverse Schwierigkeiten bezüglich des Geschlechterverhältnisses birgt, wenn (v.a. „moderne“) Frauen in absoluter Unterzahl Räume betreten, in denen Männer als Horde zusammenleben: jeder von ihnen alleinstehend und von der Familie (oder sonstiger sozialer Bindung) getrennt, frustriert angesichts der gegenwärtigen Situation, geprägt von Elend und Gewalt des Herkunftslandes, das zu verlassen ihm unter erheblichem Einsatz seiner Ellenbogen gelungen ist, und zudem nicht selten vom Patriarchalismus.“

Das provozierte damals schon die ernst gemeinte Frage, „was eigentlich antisexistische und antirassistische Frauen in eine über politische Solidarität hinausgehende alltagspraktische Nähe zu eben jenen meist rauen – jedenfalls selten „gendersensiblen“ – Männerhorden treibt, die sie ja zu Recht meiden, wenn sie von überwiegend Weißen gebildet werden“. Die Frage ist zwar nie beantwortet worden, aber sei‘s drum, jede muss schließlich selber wissen, wohin ihr Freizeit-Engagement sie führt.

Probleme öffentlich machen?

Zwei Jahre später hielten es Linksradikale dann nichtsdestotrotz für eine gute Idee, solche Horden nicht mehr nur aufzusuchen, um selbst herbeigeführte Ausnahmezustände mit ihnen zu leben, sondern sie stattdessen in die eigenen sogenannten Frei- und Schutzräume einzuladen, wohl von dem Wunsch geleitet, aus der staatlich verordneten Willkommenskultur des Sommers 2015 erst eine richtig linke Sause zu machen. Der Floris Biskamp freilich kann das, jedenfalls nachdem er „Kontakt zu zahlreichen Gruppen und Einzelpersonen aus Leipzig aufgenommen“ hat, viel elaborierter ausdrücken: „Wenn ein linkes Zentrum sich in der aktuellen Situation entscheidet, nicht nur ‚Refugees Welcome‘-Aufkleber an Klowände zu pappen, sondern Geflüchtete persönlich einzubeziehen und ihnen durch einen stark verminderten Eintrittspreis eine Teilhabe am Nachtleben zu ermöglichen, ist das gelebte Solidarität und antirassistische Praxis – eine Praxis, die im Conne Island nach wie vor von Geflüchteten genutzt wird und aufgrund derer sich politische und persönliche Kontakte ergeben.“ (Konkret 01/2017)

Für viele Frauen sind diese „politischen und persönlichen Kontakte“, um die sie meist gar nicht nachgesucht hatten, allerdings wieder in die Hose gegangen, wie Taz online (12.10.2016) zu berichten weiß: „Melanie ist 23 Jahre alt und Jura-Studentin im ersten Semester. In Leipzig wohnt sie seit zweieinhalb Wochen. ‚Ich habe so etwas Zudringliches vorher noch nie erlebt‘, sagt sie. […] Ein paar Schritte weiter steht Laura, 30. Sie komme nur ab und an zu Partys hierher, sagt sie, vielleicht fünfmal in den letzten Monaten. ‚Aber jedes Mal bin ich auch bedrängt worden von Männern, die meine Sprache nicht sprechen. Das sind penetrante Typen, die nicht ablassen.‘ Hat Laura diese Vorfälle gemeldet? ‚Nein‘, sagt sie, ‚das habe ich nicht.‘ Warum nicht? ‚Ich wollte den Männern den Abend nicht versauen.‘ Wie bitte? ‚Das sind, denke ich, oft traumatisierte Männer aus patriarchal geprägten Gesellschaften, die noch lernen müssen, sich hier zurechtzufinden.‘ Nach kurzem Schweigen sagt sie: Wenn sie also nun so darüber nachdenke, dann müsse sie ihre Position wohl infrage stellen.“

Die eigene Position infrage stellen zu wollen, gibt auch ein Statement des Conne Island vom Oktober 2016 vor (https://www.conne-island.de/news/191.html), das es zu einiger medialer Prominenz bringen konnte, weil es offenkundig eine Art Tabu gebrochen hatte. Nach den „Reaktionen aus Presse und linken Kreisen“ auf den „,Hilferuf‘ des links-alternativen Freiburger Clubs White Rabbit Anfang des Jahres [2016]“ (Conne Island-Statement) scheint man sich in der Welt linker Clubbetreiber informell nämlich darauf verständigt zu haben, dass die an die Übergriffe auf der Kölner Domplatte gemahnenden Verhältnisse auf den von ihnen ausgerichteten Parties öffentlich unbedingt zu beschweigen seien. „Wir wissen aus Gesprächen, dass andere linke Klubs in einer ähnlichen Lage sind, aber keiner will darüber reden“, zitiert Spiegel online (19.10.2016) die Partymacher des Conne Island, die ein halbes Jahr für die Entscheidung benötigten, „die Probleme öffentlich zu machen“, woraufhin weitere „Wochen [vergingen], bis alle Beteiligten mit jeder einzelnen Formulierung einverstanden waren.“ (ebd.)

Wackertum, Empörung, engagierte Richtigkeiten

Dass Linke Monate brauchen, um Fakten auszusprechen und dann noch weitere Wochen, um diese auch zu formulieren, dass sie also ihre weiblichen Gäste mutwillig und ohne Vorwarnung in furchtbare Bedrängnis bringen, war dann aber gerade nicht Gegenstand der Debatte über White Rabbit, Conne Island und die Folgen. Stattdessen einigte man sich darauf, dass der Schutz vor Männerhorden und der Schutz von Männerhorden zwar ein unauflösbares Dilemma sei, aber irgendwie unter einen Hut gezwungen werden müsse. Der bestens informierte Biskamp, dessen Spezialgebiet „das Reden über das Reden über“ ist, spricht es als gesamtdeutscher Clubbetreiber konsensual aus: „Das Bild sexuell aggressiver anderer, vor denen ‚unsere‘ Frauen geschützt werden müssen, gehört zum rassistischen Standardrepertoire und ist spätestens seit den ‚Silvesterereignissen von Köln‘ auch ein dominantes Narrativ in der ‚Flüchtlingskrise‘. Wer in einer solchen Situation Probleme wie die des Conne Island öffentlich thematisiert, stärkt effektiv den rassistischen Diskurs – egal, ob man sich dieses Diskurses bewusst ist, egal, ob man diesen Effekt beabsichtigt, egal, wie vorsichtig und differenziert man formuliert, und egal, wie viele explizite Abgrenzungen man vornimmt. Es dürfte nicht zuletzt an dieser nicht zu vermeidenden Anschlussfähigkeit an rassistische Haltungen gelegen haben, dass die Erklärung des linken Zentrums so breit rezipiert wurde – wie Conne-Island-Mitbetreiberin Susanne Fischer betont, sehr viel breiter, als man im Vorfeld erwartet hätte. Daher hat Bernhard Torsch nicht ganz unrecht, wenn er in Konkret 12/2016 schreibt, der Conne-Island-Text sei ‚eine Posaune‘, die ‚das Orchester der Rassisten‘ verstärke. Unrecht hat er letztlich aber doch, weil er auch meint, diese Posaune sei ‚ohne Not‘ ergriffen worden. Denn damit ignoriert er die guten antisexistischen Gründe für einen Gang an die Öffentlichkeit. Man kann das Dilemma von Antirassismus und Antisexismus anerkennen und den Text des Conne Island dennoch scharf kritisieren.“ (Konkret 01/2017)

Oberflächlich betrachtet, könnte man meinen, dass die Misstöne dieses antirassistischen und antisexistischen Orchesters mit der Leipziger Posaune, dem Triangel-Spieler Biskamp und dem Trommler Torsch (der „den ‚jungen Männern mit Migrationshintergrund‘ nur gutes Gelingen dabei wünschen mag, diese Inseln selbstgerechter Saturiertheit zu verwüsten“) lediglich Ausdruck jenes verantwortungsvollen Denkens seien, an dem Rainald Goetz vor Jahrzehnten schon irre geworden ist: „Nichts produziert so viel geistigen Schlamm wie das Verantwortungsvolle Denken (VD). Dieses Denken hat den Kopf schon abgegeben, bevor es überhaupt die Augen aufgemacht und zum Schauen angefangen hat. Als Blindling rennt dieses Denken durch die Welt und darf nichts sehen. Stattdessen muss das Verantwortungsvolle Denken dauernd an die Verantwortung denken. Deshalb kommt nie eine Wahrheit über die Welt heraus, oder wenigstens mal eine kleine Neuigkeit. Nein, dieses Denken produziert automatisch […] immer wieder das gleiche: Wackertum, Empörung, dümmste engagierte Richtigkeiten und das Allerallerplattgewalzteste.“ (Suhrkamp 1987, 324)

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„Allahu Akbar“-Rufe an Dortmunder Bahnhof lösen Panik aus

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(David Berger) Wie sehr der muslimische Ruf „Allahu Akbar“ zu einem Schreckensruf geworden ist, zeigt ein Vorfall, der sich gestern Abend in Dortmund ereignete. Dort wurde ein 18-jähriger Syrer bei der Ticketkontrolle ohne gültigen Fahrausweis in einem Zug erwischt.

Wie das bei solchen Kontrollen üblich ist, wurde der Schwarzfahrer von den Kontrolleuren bei der nächsten Haltestelle angewiesen, mit auszusteigen, um seine Personalien aufzunehmen. Da der Immigrant bereits bei der Zugkontrolle aggressiv reagierte, wurden Polizisten zur Hilfe gerufen, gegen die er am Bahnhof mit Tritten und Schlägen anging.

Als das alles nicht half und er festgenommen werden sollte, brüllte er laut „Allahu Akbar!“. Das führte dazu, dass am Bahnhof innerhalb von Sekunden Panik ausbrach. Die zahlreiche Menschen, die sich am Bahnhof befanden, rannten ängstlich die Treppen hinunter und versuchten den Bahnhof möglichst rasch zu verlassen.

Inzwischen war die Zahl der Polizeibeamten auf sieben angestiegen. Vom Erfolg seiner Rufe begeistert, wiederholte er…

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ARD Meinungsdiktatoren FÄLSCHEN Nachrichten

Wenn man seine Leser an der Nase herumführen will, sie manipulieren will, sie so indoktrinieren will, dass sie ein völlig falschen Bild von der Wirklichkeit haben, dann kann man dies auf viele Weis…

Quelle: ARD Meinungsdiktatoren FÄLSCHEN Nachrichten

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Unglaublich: Opfer von Vergewaltigung sollen ab jetzt „Erlebende“ heißen

philosophia perennis

(David Berger) Die Vergewaltigungskultur, die Deutschland spätestens seit der Silvesternacht 2015/16 und den darauf folgenden linksgrünen Verharmlosungsversuchen prägt, verlangt nun auch nach neuen Begrifflichkeiten.

Für jene, die nicht den frauenfeindlichen Stammtischparolen folgten, nach denen vergewaltigte Frauen und Mädchen die vergewaltigenden Männer durch zu kurze Röckchen provoziert haben, war bislang die vergewaltigte Frau bzw. das Kind das Opfer und der vergewaltigenden Mann bzw. die Frau der Täter oder die Täterin.

Das soll sich nun ändern – jedenfalls wenn es nach Mithu Sanyal geht, die im letzten Sommer durch ihr Buch „Vergewaltigung“ bekannt wurde. Sanyal verdient ihr Geld als feste Autorin für den WDR, erhält aber auch Aufträge vom  NDR, BR, der Frankfurter Rundschau und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Seit dem Erscheinen ihres Buches will sie sich von der Opfer/Täter-Zuschreibung verabschieden. Klar, dass da der „Spiegel“ darauf anspringen musste – und ein Interview mit ihr machte, in dem sie ihre kruden Thesen…

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Ein Bundeskanzler Martin Schulz als Teil des Soros-Plans?

philosophia perennis

(David Berger) Die Fans des Multimilliardärs und Großspekulanten George Soros haben bisher vieles, was über dessen Kampagnen publiziert wurde, als Verschwörungstheorien abgetan. Das dürfte nun nicht mehr so leicht möglich sein.

Unbekannten Hackern ist es nun tatsächlich gelungen, an seine Datenbanken heranzukommen und sie im Netz zu veröffentlichen. Unter Soros-DCLeaks findet sich unter anderem die Unterstützerliste der „Open Society Foundation“ im EU-Parlament.

Dadurch kann man auch sehr genau rekonstruieren, wer sich an der Organisation von Flüchtlingsströmen nach Europa beteiligt hat. Aber etwa auch, welche Pläne die Foundation entworfen hat, um Ungarn von seiner Migrationspolitik abzubringen.

Unter den zahlreichen Dokumenten befindet sich auch ein Papier über die Einschätzung von EU-Abgeordneten unter dem Titel „Verlässliche Alliierte im Europäischen Parlament“. Aufgelistet werden dort die Abgeordneten des EU-Parlaments, die den Plänen und Zielen der Soros-Organisation in der gegenwärtigen Legislaturperiode nahe stehen bzw. im Sinne der Soros-Agenda handeln.

Das Bezeichnende: Mehr als ein Drittel…

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