Politikwissenschaftler: Es gibt mehr linke als rechte Gewalt

Linksextreme Gewalt wird in Politik und Medien verharmlost, obwohl es mehr linke als rechte Gewalt gibt. Diese Ansicht vertrat der Politikwissenschaftler Prof. Klaus Schroeder (Berlin) in einem Beitrag in der „Welt am Sonntag“ (Ausgabe vom 9. Mai). Nach den Krawallen linker Demonstranten in Berlin am 1. Mai habe sich wieder gezeigt, dass es Politikern und Journalisten schwer falle, sich von linker Gewalt zu distanzieren.

In den Medien werde es oft so dargestellt, als seien die Aktionen der Linksextremen nur eine Reaktion auf die Gefahr durch Rechtsextremisten. Dabei werde übersehen, dass laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PMK) die Zahl der linken Gewalttaten 2020 um etwa 40 Prozent höher gelegen habe als die der rechten (1.528 zu 1.092). Auch in den vergangenen 20 Jahren seien laut der Statistik deutlich mehr linke Gewalttaten verübt worden als rechte (27.907 zu 20.761).

In den vergangenen Jahren seien Linksextremisten vermehrt dazu übergegangen, missliebige Personen körperlich anzugreifen. Beispiele seien die Überfälle auf die Mitarbeiterin einer Immobilienfirma in Leipzig 2019 und auf AfD-nahe Gewerkschafter in Stuttgart 2020. In beiden Fällen seien die Opfer brutal verletzt worden.

Weiter kritisierte Schroeder, es gelinge den Linken aller Schattierungen immer öfter, den Kampf gegen den Rechtsextremismus mit einem „Kampf gegen rechts“ gleichzusetzen. Er richte sich nicht nur gegen Rechtsextremisten und Neonazis, sondern auch gegen Konservative und Liberale. „Inzwischen gelten alle als ,Rechte‘, die nicht explizit ,links‘ sind“, so Schroeder.

Der „Kampf gegen rechts“ sei inzwischen auch für Linksextremisten eine ergiebige Einnahmequelle. Der Staat gebe für diesen Kampf pro Jahr über 100 Millionen Euro an Steuergeldern aus. Dabei werde nicht ausreichend kontrolliert, wer das Geld am Ende erhalte.

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