Wasserwerfer und Pfefferspray gegen friedliche deutsche Demonstranten aber 400 Gäste auf Clan-Beerdigung trotz verschärfter Corona-Regeln

Bei einer Beerdigung in Bremen wurden die Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln ignoriert. Auf Wasserwerfer oder Pfefferspray wurde trotz der Verstöße von Seiten der Polizei verzichtet.

In Bremen war die Polizei innerhalb von drei Tagen dennoch bei gleich zwei Trauerfeiern im Einsatz, die für eine Person stattfanden. Dabei handelte es sich um ein aus dem Libanon stammendes Familienoberhaupt. Zu dessen Beisetzungen fanden sich auf einem Bremer Friedhof rund 400 Trauergäste ein, um Abschied zu nehmen. Allerdings sind Beerdigungen derzeit nur mit wenigen Gästen erlaubt. Zwar haben sich die Teilnehmer durchaus bemüht Abstand zu halten, wie die Polizei mitteilte, zudem hätte es auch Desinfektionsmittel gegeben und viele hätten einen Mund-Nasen-Schutz getragen, aber dennoch kam es zu diversen Verstößen gegen Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln. Zudem waren viele der Trauernden aus verschiedenen Städten oder sogar aus dem Ausland eingereist.

Anders als in Berlin oder im thüringischen Hildburghausen agierten die Beamten jedoch mit Nachsicht und ließen Wasserwerfer und Pfefferspray ausnahmsweise ungenutzt – obwohl diese in sich in letzter Zeit großer Beliebtheit gegen Corona-Regel-Verletzer erfreut haben. Stattdessen wählte man den Weg des Dialogs und bat den Verantwortlichen – einen Cousin des Verblichenen – auf die Trauergemeinde im Sinne des Infektionsschutzes einzuwirken. Diese zeigten sich wohl einsichtig und verließen nach und nach die Beerdigung.

Dabei waren Teile der Trauergäste schon zuvor auffällig geworden. Einige Tage vor der Beisetzung des Familienclan-Oberhauptes gab es bereits eine unerlaubte Trauerfeier , bei der sich bis zu 50 Personen in einem Hinterhof in eigens aufgebauten Zelten versammelt hatten. Die Feier flog auf, als Anwohner, wegen zahlreicher Verkehrsbehinderungen und wegen Falschparkern die Polizei riefen. Die Polizei fand dann im Hof die große Gesellschaft vor, bei der den Angaben zufolge kaum Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen eingehalten wurden.Im Gegensatz zur Beerdigung dürften sich die Gäste allerdings wenig einsichtig gezeigt haben, weshalb 33 Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln ausgestellt wurden. Bereits Mitte November hatte die Polizei in Bremen einer Trauerfeier mit 80 Teilnehmern in einer Moschee verbieten müssen, bei der es auch zu einem handfesten Streit zwischen Mitgliedern einer Großfamilie kam.

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