Kuschelurteil für nigerianische Brandstifter: Bewährung statt Haft

Vier Verletzte und ein Sachschaden von 20.000 Euro: Das waren die Konsequenzen der Brandstiftung in einer Asylbewerberunterkunft in Feilenmoos bei Ingolstadt im August 2019. Nun haben die drei Angeklagten aus Nigeria das Verbrechen in der Berufungsverhandlung vor dem Ingolstädter Landgericht gestanden – und wurden mit Bewährungsstrafen belohnt. 

Dass das Gebäude bei dem Feuer nicht vollständig abgebrannt war, hatte man dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr zu verdanken. Andernfalls wäre es wohl nicht nur zu deutlich mehr Verletzten, sondern womöglich auch etlichen Todesopfern gekommen.

Dennoch: Richterin Bettina Grafe findet, ein Geständnis sei immer als erster Schritt in Richtung Besserung zu bewerten. Offensichtlich auch dann, wenn das Geständnis mit der Aussicht auf eine bloße Bewährungsstrafe aus den Angeklagten hervorgelockt wird. Also: Schlappe zwei Jahre auf Bewährung wegen schwerer Brandstiftung und fahrlässiger Körperverletzung für die drei!

Immerhin seien die angeklagten Nigerianer im Alter zwischen 23 und 30 Jahren, die 2018 als Asylbewerber nach Deutschland kamen, zuvor ja auch nur mit „geringfügigen“ Delikten aktenkundig geworden. Es handelte sich dabei lediglich um Diebstähle, Betrugsversuche und Körperverletzung. Na, dann…

Das Motiv für die Brandstiftung war übrigens der Frust über die unfreiwillige Verlegung von zwei der Angeklagten in das Asylbewerberheim in Feilenmoos. Die Täter hatten damit „ein Zeichen setzen wollen“. 

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