Tschetschenische „Ehrenmänner“

Aron Sperber

Sehr offene Worte einer jungen Tschetschenin, die nicht die Schuld für die tschetschenischen Probleme außerhalb der eigenen Community sucht:

„Wir sind gefangen im 18. Jahrhundert.“ Malika bleibt ruhig, wenn sie über die Zustände in ihrer Community erzählt. Es sei eine Selbstverständlichkeit unter Tschetschenen, dass Frauen ihren Ehemännern, Vätern und Brüdern zu gehorchen haben – wenn sie das nicht tun , habe das „oft sogar fatale Folgen“, sagt sie.

„Wenn ein tschetschenischer Vater seine Tochter nicht am Leben lassen will, dann schafft er es auch sie zu finden und umzubringen. Sie sind unheimlich gut organisiert“, bestätigt Malika. Sogar wenn sich eine Betroffene eine neue Identität zulegt und den Wohnort wechselt, „muss sie nur irgendein Tschetschene auf der Straße sehen“ und leitet diese Information schon an die Familie weiter. „Da hilft auch die Namensänderung nicht viel“, sagt Malika.

„Seitdem irgendwelche Araber nach Tschetschenien gezogen sind und dort den radikalen Islam verbreitet haben…

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