Westdeutscher Rundfunk: Geert Wilders ein Spion der Juden

In seiner Reihe „Die Story“ zeigte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am 8. März einen 40-minütigen Dokumentarfilm („Holland in Not – Wer ist Geert Wilders?), der suggerierte, der niederländische Politiker Geert Wilders sei eine Marionette der Juden – er habe schließlich eine „jüdische Großmutter“ und zudem „ein Jahr in Israel verbracht“. Außerdem erhalte er Geld von Juden aus dem Ausland. In den Niederlanden stehen nämlich Parlamentswahlen an, und so kam der WDR auf die Idee, eine Pseudodokumentation über den Vorsitzenden der Partei für die Freiheit, Geert Wilders, zu produzieren (den einzigen niederländischen Politiker, für den sich deutsche Journalisten dauerhaft interessieren).

Wie stellt man das an, wenn man sich im Land der Windmühlen, Tulpen und Holzclogs nicht auskennt? Der WDR nahm einen Film, den der „Filmemacher“ (so und nicht anders wird er durchgehend im Film genannt) Joost van der Valk von der Firma „Red Rebel Films“ (die nur aus van der Valk und seiner Frau Mags Gavan besteht), vor acht Jahren für die BBC produziert hatte, dampfte ihn auf die Hälfte ein und versah ihn mit deutschen Kommentaren. Dadurch, dass am Anfang Schnipsel von Fernsehnachrichten über einige der in Europa in jüngster Zeit verübten dschihadistischen Terroranschläge gezeigt wurden, wurde zudem zweierlei suggeriert: zum einen, dass der Film Aktualität besitze – was er nicht tut, denn er ist eben alt und nicht neu; zum anderen, dass er sich mit dem Problem des Islamismus in Europa beschäftige – was ebenfalls nicht der Fall ist.

Der Neuaufguss dieses Machwerks tut so, als sei in den acht Jahren, die vergangen sind, seit das Hauptmaterial des Films gedreht und die Interviews geführt wurden, nichts passiert – als hätte es die Terroranschläge von Paris, Brüssel, Nizza, Berlin usw. nie gegeben. Die Ausgangsbotschaft, an der alle, die im Film zu Wort kommen, gemessen werden, lautet: Wer vor den Gefahren des Islamismus warnt, leidet unter Paranoia. So weit, so bekannt und alltäglich.

Was auch im öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehen nicht gewöhnlich ist, ist die offen rassistische antijüdische Hetze, die in diesem WDR-Film betrieben wird: Die sich durch den ganzen Film ziehende Botschaft, dass Juden in aller Welt gemeinsam und organisiert hinter den Kulissen die Fäden zu ziehen. Es ist im deutschen Fernsehen wohl bislang nicht vorgekommen, dass jemand, der vorgibt, über einen europäischen Politiker zu berichten, im Geiste der Nürnberger Rassegesetze dessen „jüdische Großmutter“ ermittelt; dass er wissen möchte, ob die betreffende Person Geld von amerikanischen Juden erhält und dass er nach Israel reist, um dort diejenigen aufzusuchen, die den fraglichen Politiker vor über 30 Jahren im Stile einer Gehirnwäsche politisch auf den von ihnen erwünschten Kurs gebracht haben sollen.

 

Der Henker als Zeuge

Schon die Auswahl der muslimischen Gesprächspartner, die dazu dienen, Geert Wilders anzuklagen, ist ausgesprochen merkwürdig. Es wird nicht schwer sein, in Amsterdam ein paar sympathische, normale Leute zu finden, die aus einem muslimischen Land stammen und bereit sind, vor der Kamera ihre Meinung über einen Politiker zu sagen, in diesem Fall über Wilders. Nach denen aber hat van der Valk offenbar gerade nicht gesucht; stattdessen hat er keine Mühe gescheut, als Stimmen der Muslime die finstersten Gestalten zu Wort kommen zu lassen, die er finden konnte: eine Hijab tragende Lehrerin, die sich als Holocaustleugnerin zu erkennen gibt sowie einen muslimischen Rechtsextremisten, der gar nicht aus den Niederlanden, ja: noch nicht einmal aus Europa stammt, sondern in Amerika lebt (ausgerechnet aus dessen Mund wird dem Zuschauer übrigens mitgeteilt, dass Wilders über Dinge rede, von denen er keine Ahnung habe) und der sich als Henker des Islamischen Staates eignen würde.

Beginnen wir mit der „türkische[n] Lehrerin“, die, so der Kommentar aus dem Off, „Parallelen zur Vergangenheit zieht“. Sie schildert im Film die Lage von Muslimen in den Niederlanden nämlich so: „Inzwischen denke ich an die 1940er Jahre, als Juden den Davidstern tragen und vor einem Laden fragen mussten: ‚Darf ich reinkommen? Darf ich in das Schwimmbad gehen? Es ist fast wie früher.‘“ Sie verharmlost den Holocaust, unseren Filmemacher, den roten Rebellen, stört das nicht. Wer so etwas behauptet, der wird, wenn man ihn fragt, sicherlich bestreiten, dass die niederländischen Juden gleich nach der deutschen Besatzung aus ihren Wohnungen geholt, in Züge verladen und in die Vernichtungslager transportiert wurden, wo sie ermordet wurden. Bloß fragen mussten sie, ehe sie ins Schwimmbad gehen durften. Diese Lehrerin ist mindestens eine implizite Holocaustleugnerin, und wenn man erst den ganzen Film gesehen hat, kann man nicht glauben, dass es ein Zufall ist, dass ausgerechnet sie zu Wort kommt.

Der nächste muslimische Zeuge gegen Wilders ist wiederum ein „Lehrer“, aber keiner, der an irgendeiner staatlichen Schule unterrichten würde, sondern „ein muslimischer Lehrer“, also ein Geistlicher: Scheich Khalid Yasin. Warum es für den Film einen Geistlichen aus den USA braucht, lässt sich nur so erklären: Er hat genau die Botschaft, die van der Valk transportieren möchte. Vorgestellt wird er so: „Extrem beliebt ist der Amerikaner bei jungen europäischen Muslimen. Er setzt sich gegen radikale Ideen ein. Geert Wilders sieht er kritisch.“

Die Logik geht wohl so: Wenn ein Muslim, der sich gegen radikale Ideen einsetzt, Geert Wilders kritisch sieht, dann wird er wohl Recht haben. Über Wilders sagt der Scheich: „Wenn ich heute in den Niederlanden leben würde, hätte ich große Angst, dass Leute wie Herr Wilders zu Hass aufstacheln und solche Botschaften verbreiten könnten und dass er einige Dinge tun könnte, die er, wie er sagt, gerne tun würde. Ich denke, was er letztendlich tun würde: Er könnte eine Atmosphäre schaffen für Krieg. Eine Atmosphäre, die zum Zusammenstoß von ethnischen Gruppen führt.“

Die Aussage ist, für sich genommen, eine Meinung, die so legitim ist wie jede andere. Ganz und gar fragwürdig ist aber die Art und Weise, wie van der Valk – und mit ihm der WDR und das öffentlich-rechtliche deutsche Fernsehen – den Zuschauer über die Identität von Khalid Yasin in die Irre führen. Khalid Yasin ist weit entfernt davon, jemand zu sein, der sich „gegen radikale Ideen einsetzt“; in Wahrheit ist er selbst einer von denen, die „zum Hass aufstacheln“ und eine „Atmosphäre für Krieg schaffen“.

In einer detaillierten Kritik der BBC-Version von van der Valks Film, die der bekannte linksliberale britische Blog „Harry`s Place“ („BBC Wilders Documentary Promotes Extremists and Members of Extremist Groups) seinerzeit veröffentlichte, war schon 2011 eine Reihe von Aussagen Yasins zitiert worden, die man damals mit Al-Qaeda oder dem Iran in Verbindung gebracht hätte und die man heutzutage die Ideologie des Islamischen Staates nennen würde. Einige Beispiele:

„Wir brauchen nicht zu den Christen oder den Juden zu gehen und mit ihnen über den Dreck reden, den sie glauben. Wir Muslimen wurden einer Gehirnwäsche unterzogen, weil die kuffaar [Ungläubigen] Gehirnverschmutzung betreiben. Ihr guckt das kaffir-Fernsehen, Eure Frauen gucken es jetzt gerade und Eure Kinder gucken es und werden verschmutzt und durchdrungen und infiziert, so dass Ihr und Eure Kinder das Haus als Muslime verlasst und als kaffirs zurückkehrt.“

Die Ungläubigen bezichtigt der bei jungen europäischen Muslimen extrem beliebte Scheich auch, in Afrika den Aids-Virus verbreitet zu haben. Und er sagt:

„Es gibt keinen Muslim, der einen nichtmuslimischen Freund hat. Wenn Ihr die Kleider der kafirs lieber mögt als die Kleider der Muslime [dann wisset, dass] die meisten Namen auf diesen Kleidungsstücken die von Schwuchteln, Homosexuellen oder Lesben sind. Der Koran hat eine sehr klare Position zu Homosexualität, Lesbischsein und Sex mit Tieren – dies sind Verirrungen, amoralisch und wenn sie vor Gericht kommen und verurteilt werden, sind sie mit dem Tod zu bestrafen.“

Überhaupt, bestrafen. Ein vorbildlicher Rechtsstaat ist für Yasin ein Staat mit einer Justiz wie in Saudi-Arabien (dem Land, wo er Arabisch studiert hat). In einer seiner Predigten, die es nach Angaben des Telegraph auf DVD gibt, schwärmt er:

„Dann können die Leute Menschen ohne Hände sehen, können in der Öffentlichkeit Köpfe die Straße runterrollen sehen, Leuten werden die Hände und Füße an entgegengesetzten Seiten abgeschlagen und sie können sehen, wie sie gekreuzigt werden … Sie sehen, wie Leute an den Pfahl gebunden und öffentlich ausgepeitscht werden, sie sehen es, und weil sie es sehen, dient es ihnen als Abschreckung, weil sie sagen, ich will nicht, dass das mir passiert.“

WDR, mir graut vor dir.

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Eine Antwort zu Westdeutscher Rundfunk: Geert Wilders ein Spion der Juden

  1. „Spion der Juden“ ist eine Unterstellung, um die Autoren des Beitrages zu verleumden. „Agent Israels“ oder „Agent Netanjahus“ dürfte die Sache eher treffen. Ach ja, Herr Goldstein, niemand zwingt sie, in Deutschland zu leben und dem WDR ausgesetzt zu sein: Packen Sie Ihre Koffer und ziehen Sie nach Israel, oder noch besser, nach Hebron, da kann man sogar auf Araber schießen, ohne ernsthafte juristische Folgen fürchten zu müssen, wäre das nicht einfach nur geil?

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