Keine Ausrede

Keine Entscheidung der israelischen Politik, die die selbsternannten Vertreter der »Palästinenser« nicht für sich auszuschlachten wüßten: Die von Premierminister Benjamin Netanjahu betriebene Erweiterung seiner Koalition belege, so das »Außenministerium« des Regimes in Ramallah, »vor aller Welt, daß Israel Extremismus, Besatzung und Siedlungen einer Friedenslösung« vorziehe.

Der Wechsel der Partei Israel Beteinu ins Regierungslager und die Ernennung ihres Vorsitzenden Avigdor Liebermans zum Verteidigungsminister seien der »neueste Beweis dafür, daß es keinen echten Partner für Frieden in Israel gibt«. Tatsächlich indes dokumentiert die Klage aus Ramallah, daß es gerade dort niemanden von nennenswerter Durchsetzungskraft gibt, der Frieden sucht.

Gewiß, Avigdor Lieberman hat einen Ruf, der an Benjamin Netanjahus Vernunft zweifeln lassen könnte. Doch was auch immer man dem israelischen Politiker vorwerfen kann – die »Palästinenserführung« ist allein durch ihre Nähe zu antisemitischem Terror gewiß keine Instanz, die man erhören müßte. »Präsident« Abu Mazen gibt Empfänge für Massenmörder, seine Fatah feiert stolz ihre Taten.

Aber auch wenn Kommentatoren im Westen davor ihre Augen verschließen und als Lautsprecher Ramallahs schon zahlreich Krokodilstränen vergießen, gilt doch, woran andererseits die nicht als besonders israelfreundlich verrufene Neue Zürcher Zeitung erinnert: »Lieberman [war] weltweit ein geschätzter Ansprechpartner [..]. Lieberman befürwortet auch klar eine Zweistaatenlösung.«

Avigdor Lieberman ist, was Ramallah und die angeschlossenen Lautsprecher vermissen wollen: ein Partner für die Verwirklichung der Vision von »zwei Staaten für zwei Völker«. Wer einen anderen Eindruck zu erwecken versucht, dessen Verhältnis zur Wirklichkeit ist gestört. Manche Ansichten und Handlungen Avigdor Liebermans mögen streitbar sein – ein Friedensgegner aber ist er nicht.

tw24

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