Mission Propaganda

Mit dem 50. Jubiläum des Sechs-Tage-Kriegs wird sich 2017 auch der Beginn der »israelischen Besatzung« angeblich »palästinensischer« Gebiete jähren, die tatsächlich umstrittene sind. Die mancherorts berühmte und andernorts berüchtigte »NGO« Breaking the Silence will den Jahrestag mit einem Buch begehen, das Alltag und Folgen der »Besatzung« kritisch beleuchtet.

Legen die Aktivisten sonst großen Wert auf die Anonymität ihrer Quellen, wird bereits jetzt mit den Namen der Beteiligten für das Buchprojekt geworben: Mehr oder minder bekannte Autoren aus verschiedenen Weltgegenden besuchen auf Einladung der »NGO« die umstrittenen Gebiete und sollen aus »menschlicher Perspektive« ihre Eindrücke in Beiträgen für das Buch schildern.

Zu den Autoren des von Michael Chabon und Ayelet Waldman betreuten Projekts gehören neben anderen der Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa, Dave Eggers und die für ihren Debütroman A Girl Is a Half-formed Thing vielfach ausgezeichnete Eimear McBride, die ihre Reise ins »besetzte« Gebiet schon im Februar zusammen mit Hari Kunzru und Taiye Selasi unternommen haben soll.

Ziel des Unternehmens ist es nach Breaking the Silence-Geschäftsführerin Yuli Novak, »die Herzen möglichst vieler Menschen in Israel und in der gesamten Welt zu erreichen, um sie von der Notwendigkeit einer Beendigung [der Besatzung] zu überzeugen«. Damit allerdings wird auch deutlich, daß von dem Buch keine Objektivität zu erwarten ist, sondern günstigenfalls Meinung.

Schlimmstenfalls – und das scheint angesichts der Beteiligung von Breaking the Silence beinahe sicher – aber wird ein Buch entstehen, das ob seiner gefühlsbetonten Einseitigkeit nur als Propaganda wird gelten können. Denn natürlich wird, wer das »Leid der Palästinenser« von Romanautoren schildern läßt, keine kritische Auseinandersetzung mit deren Absichten erwarten.

Doch über den für Teile der »palästinensischen« Gesellschaft konstitutiven Antisemitismus, über Terrorismus und die Verweigerung noch jedes israelischen Angebots einer Konfliktbeendigung müßte aufklären, wer angemessen informieren will. Kommentiert selbst Haaretz, es mangele »Palästinensern« an Friedenswillen, ist die Konzentration auf die »Besatzung« verräterisch.

Es soll – mit viel Gefühl – davon abgelenkt werden, daß auch »Palästinenser« verantwortlich sind für den Status quo, daß sie auf Anführer hören, denen nichts ferner ist als der Wunsch nach einem Ende des Konflikts, von dem sie so profitieren. Israel soll verleumdet werden, »palästinensischer« Terror zugleich gerechtfertigt. Breaking the Silence liefert, wofür die »NGO« bezahlt wird.

tw24

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