Düsseldorf: Richter verhöhnt Bevölkerung

In den frühen Morgenstunden des 6. Januar wurde ein 15-jähriges Mädchen am Ende eines Bahnsteiges des Düsseldorfer Hauptbahnhofs von zwei Männern sexuell belästigt. „Hier setzte der Tatverdächtige sie trotz Gegenwehr auf seinen Schoß und begann sie unsittlich an Brust und Genitalien zu begrapschen. Außerdem küsste er sie gegen ihren Willen auf den Mund“, hieß es dazu in der internen Lagemeldung der Polizei. Darin verwickelt waren ein junger Syrer sowie ein Iraker. Ein anderer Iraker verhöhnte das Opfer: „Person 3 stand dabei und lachte“, hieß es in dem Polizeibericht weiter. Ein Marokkaner aber beobachtete die Tat und informierte die Bundespolizei, die das Mädchen dann von ihren Peinigern befreite.Auch dieser Übergriff sollte der Öffentlichkeit verschwiegen werden. Dass die Menschen in der Landeshauptstadt dennoch davon erfahren haben, war nur der Tageszeitung Die Welt zu verdanken, die vier Tage später darüber berichtete. Die Landespolizei erklärte, den Übergriff auf das junge Mädchen aus „Gründen des Opferschutzes“ nicht mitgeteilt zu haben. Einer der Tatverdächtigen, der heute 22-jährige Iraker Mohammad A., musste sich am Mittwoch trotz seiner Volljährigkeit vor dem Jugendschöffengericht dafür verantworten. Mohammad A. war geständig und gab zu, die 15-Jährige im Hauptbahnhof gegen ihren Willen geküsst und massiv betatscht zu haben. Da das Düsseldorfer Amtsgericht in den letzten Monaten mehrfach mit milden und damit täterfreundlichen Urteilen für Empörung gesorgt hatte, wurde dennoch nicht mit einer ernsthaften Bestrafung des illegal nach Deutschland eingereisten Asylbewerber gerechnet.Was dann kam, war jedoch selbst für dieses Gericht ein neuer Tiefpunkt: Die Richter verurteilten Mohammad A. wegen sexueller Nötigung zu einer Haftstrafe von 20 Monaten. Weil der Rechtsstaat aber nach Vorfällen wie zu Silvester „nicht in eine Spirale abgleiten darf, in der wir uns vor den Karren bestimmter politischer Gruppierungen spannen lassen“ und keine „dem Pöbel gefälligen Urteile“ gesprochen werden dürften, setzte der Amtsrichter die Haftstrafe zur Bewährung aus.
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