Verräter

Balad und Hadash, die von sich behaupten (*), die arabische Bevölkerung Israels zu repräsentieren, haben zum Wochenanfang die Entscheidung mehrerer Golf-Staaten kritisiert, die Hisbollah als terroristische Organisation zu ächten. Der Golf-Kooperationsrat (GCC) mache sich damit zum Handlanger Israels und der Vereinigten Staaten und vertiefe die Spaltung der arabischen Welt.

Zehn Jahre nach der letzten größeren militärischen Auseinandersetzung Israels mit der von Hassan Nasrallah geführten Marionettenarmee des islamistischen Regimes in Teheran ist die »Partei Gottes« an der Seite Bashar al-Assads an Kriegsverbrechen beteiligt, die sich neben jenen der Daesh durchaus sehen lassen können. Die nachhaltige Zerstörung Syriens ist auch ihr Verdienst.

»Der Terror, den die Hisbollah in Syrien, Jemen und dem Irak verbreitet, verstößt gegen Moral und menschliche Werte«, begründet denn auch Abdullatif bin Rashid Al Zayani, der Generalsekretär des GCC, die Entscheidung seiner Organisation, der neben Saudi-Barbarien, wo sie ihren Sitz hat, noch Bahrain, Katar, Kuwait, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate angehören.

Kann man diesen Staaten sicherlich nicht eben überbordende freundschaftliche Gefühle für Israel vorwerfen, scheint ihr Urteil doch auf einer realistischen Einschätzung der Hisbollah zu basieren. Nicht von Israel geht eine Destabilisierung der Region aus, sondern von den Vasallen Teherans, die dem jüdischen Staat bereits wieder mit zuvor nie dagewesener Gewalt drohen.

Das aktive Engagement der Hisbollah in verschiedenen Kriegen und ihre Vorbereitungen auf einen weiteren Versuch, den jüdischen Staat zu vernichten, markieren ein gewaltiges Versagen der Vereinten Nationen, unter deren Augen Hassan Nasrallahs Armee schließlich nicht etwa ent-, sondern in einem Maß bewaffnet wurde, das manch reguläre Armee mit Neid erfüllen dürfte.

Bekennen sich »arabische« Knesset-Abgeordnete zu dieser Hisbollah, überschreiten sie alle Grenzen dessen, was als demokratische Opposition bezeichnet werden könnte. Sie bestätigen mit ihrer Unterstützung der »Partei Gottes«, was sie schon in Treffen mit Familien getöteter Terroristen demonstrierten: Sie wollen gar kein Teil der israelischen demokratischen Gesellschaft sein.

Schloß die Knesset die Abgeordneten nach diesen Solidaritätstreffen zeitlich begrenzt von der Mitarbeit in Parlamentsausschüssen aus, sollte die Antwort auf deren Einsatz für die Hisbollah deutlicher ausfallen. Wer sich mit erklärten Feinden von Zivilisation und Demokratie verbündet, sollte dauerhaft von der Last befreit werden, an ihren Geschicken mitwirken zu müssen.

(*) Die in der »Vereinten Liste« verbundenen »arabischen« Parteien konnten bei der letzten Knesset-Wahl im März 2015 10,61 Prozent der abgegebenen Stimmen erringen, während Araber 20,7 Prozent der Gesamtbevölkerung Israels ausmachen.

tw24

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