Anti-israelische Plakate in Londoner U-Bahn

Die Poster von BDS sind teils im Stil des Fernsehsenders BBC gestaltet und kritisieren den Rundfunk für eine angeblich pro-israelische Berichterstattung

Die Poster von BDS sind teils im Stil des Fernsehsenders BBC gestaltet und kritisieren den Rundfunk für eine angeblich pro-israelische Berichterstattung
Foto: Botschaft von Israel, London

Aktivisten der BDS-Bewegung haben am Montag in 500 Zügen der Londoner U-Bahn anti-israelische Plakate aufgehängt. Die nicht genehmigte Aktion leitet die Apartheidwoche der Israel-Boykott-Bewegung ein. Das kanadische Parlament stimmte unterdessen für einen Antrag gegen die Bewegung.

Aktivisten der Bewegung „Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen“, kurz BDS, haben in der Londoner U-Bahn in über 500 Zügen anti-israelische Plakate aufgeklebt. Die Aktion war nicht genehmigt. Das meldet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Damit möchte die Bewegung den Beginn der jährlichen Apartheidwoche in Großbritannien markieren. Während der Woche finden Kundgebungen und Veranstaltungen an Universitäten statt, in denen die Aktivisten gegen das von ihnen als „Apartheidsregime“ bezeichnete Israel mobilisieren wollen.

Die für die U-Bahn verantwortliche Dachorganisation, „Transport for London“, spricht von einem „Akt des Vandalismus“. Das Anbringen der Poster und Plakate sei nicht autorisiert gewesen. Angestellte des Transportunternehmens arbeiteten seit Montagabend daran, die Plakate abzunehmen, teilte die israelische Botschaft in Großbritannien mit.

Die Poster sind teils im Stil des Fernsehsenders BBC gestaltet und kritisieren den Rundfunk für eine angeblich pro-israelische Berichterstattung mit dem Schriftzug: „Warum berichtet BBC voreingenommen zu Gunsten Israels?“ Kürzlich kritisierte der frühere Chef der britischen Rundfunkanstalt BBC, Michael Ian Grade, das Unternehmen für dessen Nahostberichterstattung. Berichte über die jüngste Terrorwelle in Israel zeigten oft nicht nicht die israelische Perspektive, bemängelt Grade.

Auf einem anderen Poster ist zu lesen, dass Israel 2014 bei der Operation „Starker Fels“ in Großbritannien hergestellte Waffen genutzt habe, „um Palästinenser zu massakrieren“. Die Bewegung zeigt auf ihrer Facebook-Seite „Israeli Apartheid Week“ Bilder der Poster in den U-Bahnen.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wies am Montag den sich derzeit in London aufhaltenden Generaldirektor des Außenministeriums, Dore Gold, zu Gesprächen mit dem britischen Außenministerium an. Er solle fordern, dass die Plakate sofort entfernt werden.

Kanada: Welt werde nichts gewinnen, wenn sie Israel boykottiert

Unterdessen hat das kanadische Parlament einem Antrag zugestimmt, der die BDS-Bewegung offiziell verurteilt. Der von der konservativen Opposition eingebrachte Antrag erhielt mit 229 Ja-Stimmen und 51 Nein-Stimmen auch die Unterstützung der regierenden liberalen Partei.

Der Antrag ruft die Regierung dazu auf, „jegliche und alle Versuche von kanadischen Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen, die BDS-Bewegung zu fördern, zu verurteilen, sowohl hier zu Hause als auch im Ausland“. BDS werbe für die „Dämonisierung und Delegitimierung des Staates Israel“. Außenminister Stephane Dion sagte vergangene Woche, als er sich für den Antrag aussprach, „die Welt wird nichts gewinnen, wenn sie Israel boykottiert, aber sich der Talente ihrer Erfindungsgabe berauben“.

Die nordspanische Stadt Avilés hat eine vor einem Monat getroffene Entscheidung für einen Israel-Boykott rückgängig gemacht. Nachdem eine pro-israelische Gruppe Beschwerde wegen Diskriminierung gegen die Entscheidung eingelegt hat, distanziert sich die Gemeinde nun von ihrer vorherigen Entscheidung und nennt sie diskriminierend.

INN

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