Volksvertreter

Wie geht es wohl zu, entstehen die Reden, mit denen die Repräsentanten der PA, die nicht mehr so heißen soll, vor internationalem Publikum aufzutreten beabsichtigen? Sitzt da jemand und warnt gegebenenfalls, »nein, das ist doch zu dick aufgetragen«, gibt es jemanden, der anfeuert, »da geht noch mehr«? Niemand jedenfalls scheint über Plausibilität und Glaubwürdigkeit nachzudenken.

Und so kommt dabei dann etwas heraus wie Riyad Mansours Rede über eine »Kultur des Friedens«, die der »Botschafter« der PLO bei den Vereinten Nationen Anfang des Monats vor deren Vollversammlung zum Vortrag brachte. Es fällt nicht leicht, die passenden Worte für eine Bewertung eines solchen Auftritts zu finden, der doch eigentlich als Eklat hätte enden müssen.

Wenn Riyad Mansour in seiner Rede etwa ernsthaft erklärte, »the State of Palestine is fully committed to peace«, dann offenbarte das doch nicht nur einen gehörigen Realitätsverlust, sondern hätte von denen, denen er es erzählte, als Beleidigung ihrer Vernunft aufgefaßt werden müssen. Ein Regime, das tote Terroristen »Märtyrer« heißt, demonstriert damit doch keine Friedenssehnsucht.

Schon gar nicht mit dem Wunsch nach Frieden ist es vereinbar, werden lebende Terroristen als »Kämpfer für Frieden und Freiheit« geehrt, mit Sach- und Geldgeschenken überhäuft. Doch nicht nur die Gegenwart deutet Riyad Mansour um. Behauptet er, »we chose the path of compromise decades ago for the specific aim of achieving peace and justice«, schreibt er Geschichte neu.

Glaubt er, niemand erinnere sich an »palästinensische« Attentate in und außerhalb Israels, an Flugzeugentführungen oder das Olympia-Massaker, dessen Finanzierung Abu Mazen, der heutige »Präsident« der PA, maßgeblich organisierte? Was ist mit der nach wie vor gültigen Erklärung des Muftis der PA, die Auslöschung des Judentums sei »heilige Pflicht« aller »Palästinenser«?

Hätten die »Palästinenser« in der Vergangenheit sich für Frieden und Koexistenz entschieden, könnten heute weder die in der PLO organisierten Gangs noch die, die diesem Bündnis nicht angehören, behaupten, für sie zu sprechen. Und wollten die »Palästinenser« heute Frieden, sie beantworteten die Fragen von Meinungsforschern anders. Und jagten Riyad Mansour zum Teufel.

tw24

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