Kairoer Bekenntnisse

Die Hamas ist sauer. Während der »palästinensische« Arm der Ikhwan öffentlich dazu aufruft, die »Messer-Intifada« gegen Israel fortzusetzen und zu verstärken, erklärte »Palästinenserpräsident« Abu Mazen in Kairo, die Islamisten würden heimlich Gespräche mit Israel führen, in denen es auch darum gehe, das Territorium von Gaza um von Ägypten angebotenes Land zu erweitern.

»Abbas made the comments during a meeting with Egyptian President Abdel Fattah el-Sisi in Cairo on Sunday, al-Arabiya TV network reported on Monday.

Abbas stated that Morsi had urged him to accept the plan despite his insistence that he ›would not accept one centimeter of Egyptian land.‹«

In den von Tony Blair vermittelten klandestinen Verhandlungen, deren Teilnehmer ihm bekannt seien, soll es, so der Chef des Regimes in Ramallah, um eine längerfristige Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel gehen, während die territoriale Erweiterung Gazas eine pragmatische Antwort sein könnte auf das von »Palästinensern« für sich beanspruchte »Recht auf Rückkehr«.

Sollte es solche Gespräche geben, ist die Reaktion des »Palästinenserpräsidenten« entlarvend. Statt die Entspannung zwischen Hamas und Israel zu begrüßen, von der sie künden würden, versteht Abu Mazen seine »Enthüllung« als Anklage – wer eine Einigung mit Israel sucht, wird diffamiert. Allerdings entbehren die Behauptungen des Fatah-Chefs jeder Grundlage. Und auch das ist erhellend.

Abu Mazen rede Unsinn, bescheinigte ihm Hamas-Repräsentant Ziad al-Thatha, er agiere wie ein »Clown«. Und Musa Abu Marzouk, ein weiterer Hamas-Sprecher, ergänzte via Facebook, »es gibt keine Verhandlungen mit dem zionistischen Gebilde, das wir nie anerkennen werden. Wir kämpfen bis zu seinem Untergang. Unser Ziel ist ein Staat vom [Jordan-]Fluß bis zum [Mittel-]Meer«.

Der eine, der vom Westen noch immer gehätschelte »Palästinenserpräsident«, nutzt seinen Auftritt in Kairo, um ungehemmt gegen Israel zu hetzen, es »entweihe« den Tempelberg und führe »Massenerschießungen« von »Palästinensern« durch, sowie der Konkurrenz in Gaza eine (freilich eingebildete) Kompromißbereitschaft gegenüber dem jüdischen Staat vorzuwerfen.

Und die derart verleumdete Hamas verspricht prompt, mit ihr werde es keine Zwei-Staaten-Lösung geben. Wer immer in Jerusalem regiert, er oder sie kann nicht der Grund sein für fehlende Aussichten auf einen Frieden mit den »Palästinensern«. Abu Mazens Erklärungen in Kairo und die Reaktionen der Hamas auf sie machten das erneut und anschaulich deutlich. Immerhin.

tw24

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