Staatsanwalt der Causa AMIA ermordet?

von Gerrit Liskow

In den gestriegen frühen Morgenstunden wurde der Körper des Staatsanwaltes Alberto Nisman leblos in einer Badewanne in Buenos Aires aufgefunden; eigentlich sollte Sr. Nisman heute vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss in der Causa AMIA gegen die Präsidentin aussagen.

Sr. Nisman hatte von sich reden gemacht, als er in der letzten Woche einen 300-seitigen Untersuchungsbericht vorlegte, der die Regierung de Kirchner, insbesondere deren Außenminister Hector Timerman, beschuldigt, Absprachen mit dem Regime in Teheran getroffen zu haben, wonach Argentinien die Schuldigen des Attentats auf die AMIA juristisch nicht weiter belangen wird, sofern man iranisches Öl bekommt.

Beim Attentat auf die AMIA, den Verband der Israelitischen Gemeinde Argentiniens, waren 1994 insgesamt 85 Menschen von Terroristen ermordet worden. Als Drahtzieher wurde im In- und Ausland stets Teheran vermutet, dass sich zur Umsetzung dieses Massenmordes höchstwahrscheinlich der Hisbollah bediente; es ist dies ein recht plausibler Verdacht, an den auch der deutsche Außenminister der Atomgespräche nur ungerne erinnert wird.

In seinem Ermittlungsbericht vom Mittwoch letzter Woche beschuldigt Alberto Nisman die Führung des argentinischen Staates, namentlich die Präsidentin und ihren Außenminister, sie hätten um des lieben „Friedens“ willen jede Spur, die nach Teheran und/oder zur Hisbollah führt, aus den amtlichen Dokumenten entfernen lassen.

Heute wollte Nisman vorm Rechtsauschuss des argentinischen Kongresses weitere Beweise vorlegen um ein juristisches Verfahren gegen Sra. de Kirchner und ihren Außenminister zu beantragen. Dieses Vorhaben ist seiner Gesundheit offenbar schlecht bekommen.

Als Nisman am Sonntagabend aufgefunden wurde, war er bereits tot; insgesamt waren zehn Beamte der Bundespolizei zu seinem Schutz abgestellt. Sie hatten ihn am Freitag nach der Arbeit zu seiner Wohnung im 13. Stock des Torre del Parc im exklusiven Hafenviertel Puerto Madero begleitet. Es hieß, er habe die Wohnung am Samstag nicht verlassen.

Als seine Mutter am Sonntag den ganzen Tag vergeblich versucht hatte, ihn telefonisch zu erreichen, bestellte sie einen Schlosser, der zusammen mit dem Hausmeister die Wohnungstür öffnete. Sodann fand sie ihren Sohn tot im Badezimmer auf.

Die Regierung der Präsidentin de Kirchner verhängte eine sofortige Nachrichtensperre über die Angelegenheit mit der Begründung, es handele sich um eine laufende Ermittlung. Relativ zuverlässig scheinen der nicht-amtliche argentinische Clarin und der Daily Telegraph zu berichten.

 

http://www.clarin.com/politica/Hallaron-fiscal-Alberto-Nisman-departamento_0_1288071251.html

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/southamerica/argentina/11354521/Argentine-prosecutor-who-accused-Cristina-Kirchner-over-1994-bombings-found-dead.html

 

haolam

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