Großmaul

“Palästinenser” haben, da als Nationalbewegung erst in den 1960ern erfunden, keine Geschichte. Deshalb schreiben sie sie mit Vorliebe um. Aktuell hat Hanan Ashrawi, Mitglied im Executive Committee der PLO, öffentlich “vergessen”, was ihr Anführer, “Palästinenserpräsident” Abu Mazen, einst mit seiner Zustimmung verabredete.

“Conditioning recognition of the State of Palestine on the outcome of negotiations with Israel”, empört die “Palästinenserin” sich, “is equivalent to making our right to self-determination an Israeli prerogative”. Geht es nach Hanan Ashrawi, so soll “Palästina” ohne eine vorherige Einigung mit Israel entstehen können, ohne Verhandlungen zwischen der PLO und Israel.

Das freilich verstieße schlicht gegen die “Roadmap”, die ganz ausdrücklich erklärt, daß ein “palästinensischer Staat” nur das Ergebnis von Gesprächen zwischen “Palästinensern” und Israel sein kann: “Die Parteien erzielen im Wege gemeinsamer Aushandlung [..] eine letztgültige und umfassende Vereinbarung [..]“:

“[S]ie verwirklicht die Vision, dass die zwei Staaten, nämlich Israel und ein souveränes, unabhängiges, demokratisches und lebensfähiges Palästina, in Frieden und Sicherheit zusammenleben [..].”

Und wer war es wohl, der öffentlich erklärte, “we will not negotiate the road map. The road map must be implemented”? Richtig: “Palästinenserpräsident” Abu Mazen, der mit diesen starken Worten israelische Änderungswünsche zurückwies. “Israel is attempting to alter the road map as we know it by entering into complicated negotiations and imposing its own interpretation”.

Es war also Hanan Ashrawis Vorgesetzter, Abu “the sole legitimate representative ouf our people” Mazen, der das Schicksal “Palästinas” in die Hände Israels legte. “We want a lasting peace with you, achieved through negotiations” – und eben gerade nicht durch die einseitige Ausrufung eines Staates. Hanan Ashrawi ist eine lausige Propagandistin.

tw24

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3 Antworten zu Großmaul

  1. E.C. schreibt:

    Schon einmal etwas von Selbsbestimmungsrecht gehört? Das kann man natürlich ignorieren. Gut, dann geben wir das Wesjrodanland doch seinen letzten legitimen staatlichen Machthabern zurück: den Jordaniern! Auf keinen Fall haben die Israelis da irgendetwas zu suchen!

    • Kanalratte schreibt:

      Das ist aber historisch falsch, denn Jordanien hatte das Westjordanland damals besetzt.

      • E.C. schreibt:

        Das Westjordanland hat nie zu Israel gehört, liegt nicht in dem Teil der Region, den die UNO den Israelis zuzusprechen bereit war. Wenn die Israelis von den Arabern ihre Existenzberechtigung anerkannt bekommen wolen, so müssen sie umgekehrt bereit sein, auf diesen Teil der Welt auf ewig zu verzichten. Solte einer von ihnen dann dort wohnen wollen, so müsste er dorthin auswandern, sich den dortigen Gesetzen unterwerfen, und nicht etwa seine eigene Armee zum Schutz und die eigenen Gesetze mitbringen, um es durch die kalte Küche zu einem Teil Israels zu machen.
        Noch einmal: Entweder die Israelis erkennen die Existenz dieses Vokes an, oder sie müssen sie rückwirkend als Jordanier sehen. Was Israel tatsächlich tut, ist, das Land dem eigenen Territorium einzuverleiben, und die Menschen dort auszugrenzen.
        Lediglich Juristenabschaum wie Alan Derschowitz kann es „plausibel“ erklären, wieso Israel dort die einzige Staatlichkeit praktiziert.
        Konkret: Israel schränkt die Bewegungsfreiheit der Bewohner ein, dadurch werden Besitzer oder auch „nur“ Nutzer des Landes daran gehindert, ihre Felder zu erreichen. Dann, oh heilige Chuszpe*, erklärt man das Land für herrenlos, es sei von einem „abwesenden Besitzer“ aufgegeben worden. Jedem grecht und billig denkenden Menschen geht bei einer solchen Verlogenheit das Messer in der Hosentasche auf.
        Für herrenlos erklärt, wird das Land dann verstaatlicht. Von welchem Staat und für welchen Staat frage ich mich. Es kann nur sein, dass Israel in der Folge des Krieges von 1967 treuhänderisch über dieses Gebiet verfügt, aber keinesfalls kann es hingenommen werden, sich selbst als den einzigen Staat dort zu sehen, der sich praktisch durch diese Beschlagnahmen und Enteignungen permanent vergrößert. Nicht einmal regulär kaufen kann man ein anderes Land oder ein Gebiet, das nicht zum eigenen Staat gehört.
        Über 40 Prozent des Westjordanlandes haben sich die Israelis schon unter den Nagel gerissen. Sie wissen, dass man das nicht unbedingt an die große Glocke hängen kann, so lügen sie herum, die Siedlungen machten nur 1 bis 2 Prozent der Fläche des WJL aus. Zu dieser Zahl kommt man, wenn man die Grundflächen der Siedlungshäuser addiert, die dazugehörigen Ländereien aber ignoriert. Soweit zur israelischen Ehrlichkeit.
        Eine andere Masche, an das begehrte Land heranzukommen, besteht im reinen Betrug. Mit gefälschten Unterschriften, oft von längst verstorbenen Menschen, „verkaufen“ Araber Land an Israel. Die Käufer tun dann so,als handelten sie gutgläubig und wüssten nicht, dass sie einem Halunken gegenübersitzen. Das neugewonnen „Staatsland“ wandert dann noch ein paarmal hin und her, wobei jeder Käufer noch mehr als der vorherige davon ausgehen darf, es habe bei dem Verkauf seine Richtigkeit. Am Ende geht es an Entwicklungsgesellschaften für Siedler. Die rechtmäßigen Besitzer wissen von all dem nichts, bis zu dem Tag, an dem die Bagger kommen und die moralischste Armee der Welt sie von Haus und Hof jagt. Selbstverstänldich können sie vor einem israelischen Gericht klagen, und es haben Gerichte ihnen auch schon recht gegeben, nur da zumindest der letzte Verkauf gutgläubig war, besteht nach israelischem Recht keine Verpflichtung mehr auf Herausgabe des Landes. Die Geprellten können sich höchstens an die ursprüngichen Schurken halten, derer man natürlich nicht mehr habhaft wird.
        *Chuszpe galt zu biblischen Zeiten als moralisch höchst verwerfliche Einstellung und Verhaltensweise. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich ein Wandel vollzogen. Nur in den jüdischen Gemeinschaften Osteuropas bürgerte sich eine gewisse Bewunderung für diese Masche aus Unverschämtheit und Verlogenheit ein, mit der man seine Ziele erreichen kann.
        Von dort aus kam diese Denke auf den Auswanderschiffen nach Amerika und auch nach Palästina/Israel.

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