Mehr Antisemitismus wagen!

Die SPD bereitet sich offenbar ernsthaft auf eine Koalition mit der SED/PDS/Linkspartei in Thüringen vor. Um die Mindestvoraussetzungen für eine solche Allianz zu erfüllen, versucht die Partei von Bebel, Lassalle, Schumacher und Brandt mit den Postkommunisten gleichzuziehen – zumindest was den Mut zum Antisemitismus angeht.

Beinah täglich wird irgendeine antijüdische Schnurre bekannt, für die ein Sozialdemokrat verantwortlich zeichnet. Der Verteidigungsexperte der SPD zieht einen sehr schrägen Vergleich zwischen Israel und der Hamas; der SPD-Vize spricht sich gegen deutsche Waffenlieferungen nach Israel aus, denn Waffen können “das Problem” nicht lösen, wohl aber keine Waffen, denn dann geht Israel schneller den Bach runter; auf der Homepage eines SPD-Ortsvereins erscheint ein Beitrag über „Volksverhetzung, durch die Zionistischen Medien und Presse Mächte in Deutschland“, der erst nach langem Zögern entfernt wird, weil der depperte zuständige Parteichef sich nicht dem Vorwurf aussetzen wollte, “eine Diskussion abzuwürgen”.

Ja, eine Volkspartei wie die SPD muss zwischendurch auch mehr Antisemitismus wagen, wenn sie aus ihrem 22-Prozent-Ghetto ausbrechen möchte.

Jetzt wurde ein Fall aus dem idyllischen Baden-Württemberg bekannt. Eine Landtagsabgeordnete, die als Beruf “Politikerin” angibt, hatte auf ihrer FB-Seite ein lupenreines Hetzvideo gepostet, einen Klassiker der antisemitischen Propaganda über die Rothschilds: “Geld regiert die Welt – und alle schauen zu”. Sie hatte es von einer Seite übernommen, die sich auf Verschwörungstheorien spezialisiert hat. Aber das Mädel hat nix gemerkt. Bei der SPD kann man bzw. frau es zu Amt und Würden bringen, wenn man bzw. frau eine Pizza Margherita von einem Kuhfladen nicht unterscheiden kann. “Das (!) das Video einen antisemitischen Hintergrund hat, ist mir erst später bewusst geworden”, entschuldigte sie sich und versicherte: “Mir liegt jeglicher Antisemitismus fern und ich verurteile diesen.” Aber erst, nachdem der “Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokraten” der Unschuld vom Lande auf die Sprünge geholfen hatte.

Und jetzt warten wir alle ganz ungeduldig darauf, dass sich der Zentralrat der Juden besorgt über antisemitische Tendenzen in der SPD äußert.

achgut / Henryk M. Broder

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