Maulheld

Rami Hamdallah ist schon ein toller “Ministerpräsident”. Am 2. Juni als Chef einer von Fatah und Hamas im Rahmen der “Versöhnung” beider Banden verabredeten “palästinensischen Einheitsregierung” vereidigt, wollte er lange nichts mit Gaza zu tun haben. In der der New York Times erinnerte er in diesem Zusammenhang ausgerechnet an die deutsche “Wiedervereinigung”:

“‘You have to be realistic – we’re not in control [in Gaza],’ said Mr. Hamdallah, 55, a former university president. He noted that German reunification started a quarter-century ago, and that ‘up until now, they are still working on that, so don’t expect we’ll do it all in 24 hours.’”

Die Hamas verstand das als Freibrief für einen Krieg gegen Israel, den “Palästinenserpräsident” Abu Mazen, noch vor einigen Wochen als “Mann des Friedens” gefeiert von einem “Mann Gottes”, nicht zum Anlaß nahm, das Experiment “Einheitsregierung” zu beenden. Es gehe, verkündete im deutschen TV ein “Gouverneur von Gaza”, “jetzt nicht darum, daß man Befehle für Hamas gibt oder nicht”.

Ramallah schaute bewußt weg, bestätigte auch die Fatah später. “Fatah said it preferred to remain silent toward the Hamas ‘crimes’ during the war out of keenness to preserve Palestinian unity.” Dieses zumindest temporäre Einverständnis mit Kriegsverbrechern, von denen man sich zwischenzeitlich freilich nur verbal distanzierte, hinderte eine “internationale Institution” offenbar nicht, Rami Hamdallah eine Zusage zu machen:

“Speaking at a news conference at the office of the Nablus governorate, Hamdallah said the national consensus government could not afford to pay the wages of the thousands of civil servants formerly employed by Hamas.

But an international body has expressed willingness to pay the salaries, and employees will receive their August wages on Monday, Hamdallah said.”

Wurde die gute Nachricht wenig später von der Hamas bestätigt, die sogar anmerkte, “that the Palestinian consensus government had agreed to cover the salaries of all employees of the former Hamas government in Gaza without ‘discrimination’”, ist – bislang – gleichwohl noch kein Geld bei jenen angekommen, denen es von ihren “Führungen” für diesen Montag fest versprochen wurde:

“Gaza civil servants are likely to receive their salaries before the upcoming Eid al-Adha holiday, a spokesman for the civil servants’ union said Monday.”

Hat die nicht näher beschriebene “internationale Institution” Rami Hamdallah im Stich gelassen, ist sie vielleicht gar zur Besinnung gekommen? Fest jedenfalls steht: Der “Ministerpräsident” der “palästinensischen Einheitsregierung” steht einmal mehr als Depp da, der den Mund zu voll genommen hat. Selbstredend wäre es ein Affront, zahlte die “Einheitsregierung” Löhne an Hamas-Angestellte.

Deshalb muß die Ankündigung vom Sonnabend auch aufhorchen lassen. Mehr noch aber müssen sich die internationalen Unterstützer der “palästinensischen Einheitsregierung” und des PA-Regimes in Ramallah nach den Geschehnissen vom Wochenende fragen, ob sie in Ramallah noch jemanden haben, dem sie trauen können. Abu Mazen verweigert Gespräche mit Israel und sucht den “political war”, Rami Hamdallahs Versprechen halten allenfalls Stunden.

tw24

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