Unvernunft

In der Nacht zum Dienstag endet die unter ägyptischer Vermittlung organisierte Waffenruhe in der aktuellen Auseinandersetzung zwischen der Hamas und Israel. Die Hamas, die diesen Krieg mit massiven Raketenangriffen auf einen mittlerweile sehr weit in den Norden reichenden Süden Israels auslöste, hat angekündigt, keine weitere Waffenruhe zu wollen und droht mit einem Abnutzungskrieg.

Die Regierung in Jerusalem erwägt dagegen eine einseitige Waffenruhe und beharrt, sollte es zu einer vertraglichen Vereinbarung kommen, darauf, daß in ihr israelische Sicherheitsinteressen berücksichtigt werden, darunter und nicht zuletzt die Forderung nach einer entwaffneten Hamas, eine nach der Vorgeschichte nicht nur nachvollziehbare, sondern selbstverständliche Forderung. Sollte man meinen.

Und dennoch klagen Unterhändler des Regimes in Ramallah darüber: “Israeli insistence on demilitarization is hardening Hamas’ stance”. Dabei sollte man in Ramallah doch spätestens seit 2007 wissen, welche Gefahren von einer bewaffneten Hamas ausgehen. Damals putschten die Islamisten sich innerhalb weniger Tage an die Macht, die sie bis heute – trotz “Einheitsregierung” – nicht aufgegeben haben.

So klagt die Fatah nach wie vor, ihre Sympathisanten oder Mitglieder würden in Gaza verfolgt. “One Fatah official, speaking on condition of anonymity for fear of reprisal against his party members in Gaza, told The Times of Israel on Sunday that as many as 250 Fatah members in the Strip have been told by Hamas to stay home [..], and as many as 125 were shot at by Hamas operatives when they refused to comply”.

Weshalb sich also ausgerechnet Ramallah in Kairo gegen eine vertraglich festgeschriebene Entwaffnung der Hamas wehrt, ist ein Rätsel. Es liegt nicht nur im Interesse Israels und Ägyptens, daß von Gaza keine Gefahren mehr ausgehen. Will Abu Mazen dem eigenen Anspruch gerecht werden, “the sole legitimate representative of our people wherever they are” zu sein, muß das doch auch für Gaza gelten.

Daß der “Palästinenserpräsident” sich in Qatar mit dort in zusammengeraubtem Luxus lebenden Vertretern der Hamas trifft, kann, scheint’s, nur damit erklärt werden, daß er Gefallen gefunden hat am Ziel der Hamas, das deren “Sprecher” Sami Abu Zuhri so formulierte: “We aren’t leading our people today to destruction [..]. We are leading our people to death.”

tw24

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus Antizionismus, Ehrenmorde Islam Muslime, Israel, Terrorismus Islamismus Festnahme abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s