Nach Balle-Übernahme: Auf welchem Kurs ist die Münchner Abendzeitung?

Mit der Über­nah­me durch den Ver­le­ger Mar­tin Balle dürf­te sich bei der Münch­ner Bou­le­vard­zei­tung ei­ni­ges zum Ne­ga­ti­ven ver­än­dern – ins­be­son­de­re die Be­richt­er­stat­tung über Is­ra­el. Folgt nach dem fi­nan­zi­el­len Bank­rott der Abend­zei­tung nun der po­li­ti­sche Bank­rott?

Was will der nur in Mün­chen, frag­te sich die Me­dien­bran­che, als der Strau­bin­ger Ver­le­ger Mar­tin Balle (Strau­bin­ger Tag­blatt) Ende Juni die links­li­be­ra­le Münch­ner Abend­zei­tung über­nahm. Bal­les ört­li­ches Me­di­en­im­pe­ri­um war bis dato nicht durch hart­nä­cki­ge Aus­flü­ge in den Qua­li­täts­jour­na­lis­mus auf­ge­fal­len. Im Ge­gen­teil be­wies Balle, dass sich auch mit mi­ni­ma­lem per­so­nel­lem und fi­nan­zi­el­lem Auf­wand 15 Re­gio­nal-​ und Lo­kal­zei­tun­gen – man könn­te auch sagen 15 Pa­pier­bün­del – her­stel­len las­sen.

Mit be­mer­kens­wer­ter Of­fen­heit de­fi­nier­te er im In­ter­view mit der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung seine Vor­stel­lung jour­na­lis­ti­scher Wahr­heits­lie­be: „Wenn wir alles im Strau­bin­ger Tag­blatt schrei­ben wür­den, was wir über die Stadt wis­sen, könn­te kei­ner mehr in die­ser Stadt leben.“ Umso mehr scheint Balle von den Be­schäf­tig­ten der Abend­zei­tung die ganze Wahr­heit ihm ge­gen­über ein­zu­for­dern. Mit­ar­bei­ter der in­sol­ven­ten Abend­zei­tung, die bei der neuen Fas­sung der AZ wei­ter­ma­chen woll­ten, muss­ten sich im Be­wer­bungs­ge­spräch in­dis­kre­te Fra­gen nach ihrem Pri­vat­le­ben ge­fal­len las­sen, ist zu hören. Zuvor wurde die Mehr­heit der Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten ent­las­sen. Jetzt sucht die neue Abend­zei­tung wie­der Per­so­nal – mit einer deut­lich schlech­te­ren Ver­gü­tung frei­lich.

Balle: „Aber wir sind selt­sam ge­lähmt“
Der Ver­le­ger ist Mit­glied des Ku­ra­to­ri­ums der Eu­gen-​Bi­ser-​Stif­tung, die sich für den Dia­log zwi­schen den Re­li­gio­nen ein­setzt. Balle selbst scheint es aber vor allem um den Schul­ter­schluss zwi­schen Nie­der­bay­ern und der Hamas zu gehen. In sei­nem ak­tu­el­len Leit­ar­ti­kel im Strau­bin­ger Tag­blatt zieht Balle aben­teu­er­li­che Par­al­le­len zwi­schen dem Ers­ten Welt­krieg und der is­rae­li­schen Mi­li­tär­ak­ti­on in Gaza. Ähn­lich wie die Macht­ha­ben­den An­fang des 20. Jahr­hun­derts den Tod von Mil­lio­nen Men­schen in Kauf nah­men, ziehe Is­raels Re­gie­rungs­chef Ben­ja­min Ne­tan­ja­hu er­bar­mungs­los gegen die Men­schen in Gaza zu Felde. Aber die Deut­schen seien trotz des „blu­ti­gen Mor­dens“ „selt­sam ge­lähmt. Wir schrei­en nicht auf“, be­klagt Balle. Der „Ein­zi­ge, der in den po­li­ti­schen Talk­shows die Dinge beim Namen“ nenne, sei der „Pa­zi­fist Jür­gen To­den­hö­fer“.
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