„Haltet den Dieb!“-Rufer der Woche: Österreichs Jusos

Aus Anlass des Jahrestages der terroristischen Anschläge in Oslo und Utoya im Juli 2011 erklärt die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ):

„Heute vor genau zwei [sic!] Jahren wurden 69 junge GenossInnen sowie acht weitere unschuldige PassantInnen von einem rassistisch motivierten Attentäter in Norwegen kaltblütig ermordet. „Auch drei Jahre später sind wir noch immer sprachlos ob dieses grausamen Massakers des FPÖ-Verehrers Breivik. Dieses Attentat fiel aber nicht einfach vom Himmel, sondern ist Resultat eines gesellschaftlichen Hassklimas, dass bewusst von rechtsextremen Parteien und Gruppierungen in Österreich und in ganz Europa geschürt wird.“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich.

‚Wer von Breivik spricht, darf über die rechtsextreme Tendenzen in der Gesellschaft nicht schweigen!‘, kritisiert Herr die oftmalige Blindheit am rechten Auge bei Justiz und Exekutive. ‚Während unbescholtene AntifaschistInnen wie Josef ohne Beweise ein halbes Jahr festgehalten werden, häufen sich Straftaten mit rechtsextremen Hintergrund in den letzten Jahren dramatisch – allein 2013 stiegen diese wieder um 26%. Die schwarze Innenministerin Mikl-Leitner und Teile der Polizei und der Justiz stehen diesen Entwicklungen aber ohne Plan und Strategie gegenüber.‘, so Herr. Die Sozialistische Jugend fordert laut Herr daher schon seit Jahren die Wiedereinführung des von Schwarz-Blau abgeschafften Rechtsextremismusberichtes.

Herr sieht auch die Krisenpolitik in Europa als gescheitert: ‚Wer ständig Banken auf den Rücken der Jugendlichen und der ArbeiterInnen rettet, wer mit falscher Krisenpolitik die Arbeitslosigkeit explodieren lässt und damit Millionen von Jugendlichen in Europa die Zukunftsperspektiven raubt, der bereitet den Nährboden für ewiggestrige HetzerInnen, die die Gesellschaft mit ihrer Sündenbockpolitik spalten wollen‘, so Herr, die für ein rasches Umdenken plädiert: ‚Statt menschenverachtender AusländerInnenhetze, brauchen wir endlich ein Wirtschaftssystem, das den Mensch und nicht die Profite einiger weniger in den Mittelpunkt stellt!'“

Julia Herr hat recht: Tatsächlich häufen sich Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund in einer Reihe europäischer Staaten. Während die nicht zuletzt durch den deutschen und den französischen Chefdiplomaten (beide Sozialdemokraten) im Februar 2014 an die Macht gehievte ultrarechte Kiewer Junta Massaker ungeheuren Ausmaßes an den russophonen Bevölkerungsteilen der Ukraine verübt, tobt sich auf den Straßen westeuropäischer Länder ein Mob aus, der zahlreiche Gewalttaten an Juden verübte, bis hin zu Bluttaten wie jenen in Brüssel oder zuvor (2012) in Toulouse. Mit den österreichischen wie den norwegischen Jusos teilt dieser Mob einen rasenden Hass auf die jüdische Republik. Im Geiste der Mörder von Toulouse und Brüssel sowie der antisemitischen Gewalttäter, die derzeit (erneut) jüdische Menschen und Einrichtungen attackieren, propagiert die Jugend der norwegischen Sozialdemokratie seit Jahren den Boykott Israels und solidarisiert sich offen mit dem exterminatorischen Antisemitismus der Hamas. So hielt sich eben auch im Juli 2011 in Utoya keineswegs nur ein norwegischer Mordspatriot auf.

Warum jedoch sollten ausgerechnet einer österreichischen Juso-Vorsitzenden die „rot“-braunen Erben Vidkun Quislings nicht als mindestens ebenso unbescholten gelten wie der Josef?

Daniel Leon Schikora

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Eine Antwort zu „Haltet den Dieb!“-Rufer der Woche: Österreichs Jusos

  1. peterkossatz schreibt:

    Was ist aus den ehemals stolzen Sozialdemokraten geworden ?? Das Präsentierte „Feindbild“ Jude/Israel verhilft dieser ratlosen Gurkentruppe nicht zu neuen Wählern. Das können Islamisten/Rechtsradikale besser. Hetzreden statt Gestaltungswille….diese ********sozialisten aus Österreich eben.

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