Von Dresden nach Gaza – Parteipolitisches zu Israel

 

drsza

Wer sich den morgendlichen Blick in die diversen Tageszeitungen nicht erspart, um sich über die aktuelle Lage in Israel und dessen Kampf gegen den Terrorismus zu „informieren“, dürfte nach der Lektüre mal wieder das Wissen, was er schon immer wusste. Die Juden sind die neuen Nazis, die Opfer von einst, sind nun allesamt Täter und dergleichen. Allen voran der Sondergesandte der UN für Desinformation, Heribert Prantel und sein Propagandaorgan die „Süddeutsche“ holen dafür immer wieder die gleichen Druckmatrizen hervor und ändern meist nur das jeweilige Datum, sprich statt 22. Juli 1933, den 22.07.2014 usw…

In Zeiten, wo der Absatzmarkt wegbricht, wie das Untergeschoss eines islamistischen Elfenbeinturmes im Gazastreifen bedarf es schon der besonderen Agitation, um sich die in die Jahre verkommene Leserschaft zu erhalten. So darf es dann auch schon mal das großformatige Gruselfoto sein, dass gerne auch stets einstimmig ein Gefühl vermittelt, vermitteln soll. Dazu naturgemäß auch immer wieder gerne der aktuelle Spielstand. Man kann es ja verstehen, dass gerade stramme Deutsche, welche die SZ im Abo besitzen (selbst bezahlt oder als kostenlose Auslage in den zahlreichen Lehrerzimmern dieser Republik) ein arges Problem damit haben, dass die Palästinenser irgendwie zurückliegen. Gerade als Fachmann möchte man vom schreibenden Spielfeldrand hinrufen und verzweifelt an der Nachlässigkeit der Araber, wenn es darum geht, effektiv Juden zu erlegen. Nicht nur dass man es doch einst veranschaulicht hatte, gar Weltmeister in dieser Disziplin wurde, nein, diese Araber können nicht mal anständige Raketen bauen. Alles Silvesterraketen glaubt man den Kapazitäten (auch) aus dem Schwabenländle. Es ist vielleicht nur noch eine Frage der Zeit, bis die Süddeutsche oder ihre zahlreichen journalistischen Wiedergänger eine Imagekampagne für den Gazastreifen initiieren, nach dem Motto „Wir können alles, nur nicht vergasen“ …

Und so drucken sie weiter für den moralischen Endsieg in der Leserschaft und warten auf die ersten verwertbaren Erfolge der Freunde des gepflegten Terrors, welche nicht nur grün hinter den Ohren sind, um sich dann spontan im Stadtzentrum mittels Autokorso und Dauerhupen über einen Sieg zu erfreuen.

Wenig Druck dürften die Parteien der Bundesrepublik haben. Und ihre jeweiligen Zeitungen haben noch weniger Leser, als Abonnenten der SZ Verstand. Da es aber auch ein Wesenszug von politischen Parteien und dessen Vertretern ist, ständig Wasserstandsmeldungen über die persönlichen politischen Befindlichkeiten verlautbaren zu lassen, gerade bei „heiklen“, „schwierigen“ „undurchschaubaren“ und „aussichtslosen“ Themen, schauen wir heute Morgen einmal genauer hin.

Was gibt die Meinungsbörse der Fraktionen her, was durfte der chronisch unterbezahlte Praktikant, auf die ultracoole Homepage setzten. Hat man in aller aktuellen Eile gar ein Dossier zusammengeklöppelt und wenn ja, was soll und wird es uns sagen?

Die CDU/CSU:

Das fängt schon gut an. Das Menü erscheint so übersichtlich wie eine Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Hamm-Pelkum. Zu Israel weiß die (parteiinterne) Suchmaschine, dass da mal was im April war, als der Generalsekretär, Peter Tauber der „Welt“ ein Interview gab, in dem auch das Wort „Israel“ vorkam. Fernerhin feiert man angebliche Widerstandskämpfer (gegen die eigene Niederlage), den 4. Stern auf der breiten Brust und natürlich den Geburtstag der Kanzlerin. Sicher, wenn der Altersdurchschnitt der eigenen Mitglieder weit über den des Renteneintrittsalters liegt, muss man auch dann auch nicht im virtuellen Leben unbedingt aktuell sein. (1)

Die Genossen der SPD:

Schon anders, nicht nur weil einem das schöne Gesicht von Sigmar Gabriel von der HP angrinst. Wo früher erfolgreich Bücher verbrannt wurden, verbrennt man heute Mitgliedsbeiträge. Ideal dafür eignen sich parteieigene Stiftungen. Die haben nicht nur den Zweck nach außen sozial engagiert zu erscheinen, sondern bieten auch noch die Möglichkeit Langweiler aus der oberen Etage würdevoll aus der Öffentlichkeit zu verabschieden. Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist da sicher Vorreiter und das nicht nur in Sachen unnütz geht vor Gemeinnützigkeit. So leistet man sich nicht nur den Luxus Auffangbecken für gescheiterte Sozialpädagogen und Sozialarbeiter zu sein, sondern setzt sich darüber hinaus auch für Frieden, Freude und Harmonie ein. Doch zurück zur Homepage.
Dort darf man ein Interview lesen, welches im Grundtenor die Idee und Vorstellungen sozialdemokratischer Demokratie widerspiegeln.
So darf man unter der Überschrift „Bollwerk gegen den Hass“ erfahren, dass

Momentan herrscht hier eine sehr traurige Stimmung. Jeden Tag neue Tote im Gazastreifen…

Und dann die Hilflosigkeit der Palästinenser in der Westbank, dass sie nichts tun können für die Bevölkerung in Gaza.

Die UN schreibt, dass 25.000 Kinder im Gaza dringend psychologische Hilfe brauchen, weil deren Gewalterfahrungen so stark sind, dass sie im Alter selber gewaltbereit sein werden.

Aufgrund unserer langjährigen Arbeit wurden viele Jugendliche von unserem Ansatz, dass Israel und Palästina beide ein Existenzrecht haben, schon sehr geprägt.
(Sehr!)

Auf der palästinensischen Seite kommt es verstärkt zu politischen Aktionen und spontanen Demonstrationen. Um grundsätzliche Solidarität mit den Palästinensern im Gaza zu zeigen.
(Spontan!)

Israel hatte noch nie so ein kooperationswilligen Partner auf der palästinensische Seite wie mit Abbas. Die Frage ist, ob Israel die Chance nutzen wird.
(Der Jude ist natürlich schuld)

Was uns der Wanderfalke Rinske Reiding von der HJD, Verzeihung der SDJ noch so alles zu sagen hat, ersparen wir uns an dieser Stelle. Allein die hier erwähnten Aussagen dürften auch den Letzten davon überzeugen, welch eminent fundamental wichtige Arbeit das Willy Brandt Center Jerusalem leistet. So werden Generationen von Jugendlichen mit der Wahrheit über den „Konflikt“ geimpft und die Süddeutsche darf auf eine neue Generation von Abonnenten hoffen. (2)

Die Grünen:

FREIHEIT, GLÜCKWUNSCH, SPIRALE, RFEFORM, KONTROLLGESELLSCHAFT“

Das sind die Topthemen, für welche die Mitglieder ihren humanen Ökostrom verbrauchen.
Dass die Spirale nicht nur den Kinderwunsch kontrolliert, das Denken im Kopf immer wieder zur selben Überzeugung führt, sondern auch letzten Endes als dümmliche Begründung herhalten muss, um nicht den wahren Grund für den Hass auf den Staat Israel zu benennen, ist so neu, wie die Erkenntnis das es keinen interessiert, Weisheiten von den Hinterbänken des Bundestages zu verbreiten.

So kommt auch nicht wirklich Erstaunliches aus dem Mund vom Grünen Erklärbär Cem Özdemir. Er sagt:

Der Preis für die im Gazastreifen eingeschlossene palästinensische Bevölkerung, die keinen Schutz findet, ist dabei besonders hoch.“

Immerhin nötig er sich die Erkenntnis ab das

Die Hamas ist mit ihrer Strategie des Terrors gegen Israel und der menschlichen Schutzschilde innerhalb des Gazastreifens gescheitert und trägt Mitverantwortung für das Leid der eigenen Bevölkerung.“

Um dann wenige Wörter weiter zum “Aber” zu kommen

Aber auch Israel ist aufgerufen, beim Schutz und der legitimen Verteidigung seiner Bürgerinnen und Bürger Verantwortung gegenüber der palästinensischen Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu zeigen.“

Was wohl nichts anderes bedeutet, mal eine schöne, gemütliche Runde mit den Terroristen der Hamas zu verhandeln, vielleicht bei einer Tasse nachhaltig angebauten fairen Kaffee und Strom aus erneuerbarer Energie. Natürlich weiß Cem, wie alle Nahostexperten, dass Frieden nur mit Verhandlung möglich ist und das ganze übliche Gewäsch von einer fixen Idee jemals ganz solidarisch und in ewiger Völkerfreundschaft zusammen auf dem Tempelberg eine Runde Skat zu dreschen. Das ist nicht nur die übliche Gutmenschenrhetorik, sondern auch noch langweiliger als ein veganer Kochnachmittag mit Bärbel Höhn. (3)

Die Linke:

Nachdem man vorige Tage erfolgreich eine Hetzjagd (bei der Linken nennt man das wohl Demonstration oder Kundgebung) gegen Juden, oder solche, die man dafürhielt, in Essen absolviert hatte, sah man sich nun genötigt, verbal zurückzurudern. Matthias Höhn (Bundesgeschäftsführer) schämt sich und mit ihm (fast) die ganze Partei.

Dass im Vorfeld einer Veranstaltung, zu der auch LINKE aufgerufen hatten, der Schutz jüdischer Einrichtungen verstärkt werden musste, dass auf und nach einer solchen Kundgebung antisemitische Parolen skandiert wurden, dass die Essener Synagoge erklärtes Ziel israelfeindlicher Teilnehmer dieser Kundgebung war, dass Flaschen und Steine auf pro-israelische Demonstranten geworfen wurden – das alles beschämt mich zutiefst.

Dass die Veranstaltung nicht auch, sondern erst recht von „Linken“ angemeldet (Niema Movassat, Quoten Mullah, und MdB) organisiert (Jungendverband der Partei Die Linke Essen) und rhetorisch versorgt wurde (u. a. von Jules Jamal El-Khatib, einen der schmierigsten Hassprediger mit palästinensischer Herkunft, u. a. verantwortlich für den antisemitischen Blog „Die Freiheitsliebe“) scheint der betroffene Bundesführer nicht zu realisieren.

Wirklich blödsinnig nur, wenn man in einer Erklärung praktisch eine Empfehlung für die Zukunft abgibt:

Darum sind alle in der Pflicht, legitime Kritik an der Politik der israelischen Regierung in Inhalt und Form so zu artikulieren, dass sie keinerlei Anschlussmöglichkeit für antisemitische Gruppierungen und Aktionen bietet. Ereignisse wie heute in Essen dürfen sich nicht wiederholen.“ (4)

Mit anderen Worten, wenn die Partei „Die Linke“ schon gegen Israel hetzt, so wie sie es in regelmäßiger Art und Weiße tut, dann doch bitte so, dass die Freunde der NPD, Kameradschaften und sonstige Neonazis die man immer im Schlepptau mit zu den Demonstrationen bringt, erst mal überlegen müssen, bevor sie applaudieren. Kritik an Israel natürlich und stets mit dem von Günter Grass geprägten Adjektiv „legitim“. Denn nur so kann man sich jetzt und in Zukunft davor schützen ganz offiziell als das angesehen zu werden, was man im Kern schon immer war.

Eine Partei, die den Weg (politisch) dargelegt hat, auf dem die Linke sich hoffentlich bald befindet, nämlich von der Bildfläche zu entrücken, ist die FDP. Die hatte noch nie etwas zu sagen, und wird wohl in Zukunft auch nichts mehr zu sagen haben. Wer sich an den Worten eines vernebelten Ex-Entwicklungsministers erfreut, dessen eigene Entwicklung von Kläranlagen für Gaza zu einer bekannten mittelständischen Firma reichte, bitteschön. Auch Jürgen W. Möllemann soll im angetrunkenen Zustand ganz lustig gewesen sein. Wir sind auf jeden Fall nicht traurig darüber, wenn Herr N. Fallschirmspringen als ein mögliches Hobby ergreifen sollte. Den Vertretern der Linkspartei würden wir es darüber hinaus auch noch subventionieren.

War da noch was? Ja, die Randständigen, die Verzweifelten und Unerhörten, die sich an Horst Mahler, Jürgen Todenhöfer, Erich Fried und Bischoff Tutu tackern, wie die Heftklammern an ihren auf Papier gebrachten Redebeiträgen, Erfahrungsberichten und Landserlyrik (Hallo Jürgen). Auch sie sollen einmal aus dem Nichts kommen dürfen und erzählen, was die ewige Wahrheit ist, über den Ewigen Juden.

DKP (ja, die gibt es noch)

Statt einer eigenen Meinung hat man lieber die der KP Israel hineinkopiert. Das ist nicht nur toll in der Hinsicht, dass Juden, marxistische Juden, besser gegen Juden hetzten können als man selbst, vermutlich ist man aber auch in der Parteiführung eher damit beschäftig, die Harnblase über den Dauerkatheter ordnungsgemäß abzuführen, bzw. den Rollator mit Deutschlandfähnchen zu schmücken. (5)

Die MLPD (stets und immer auf dem Weg zur Volksmacht)

Stoppt den Bombenterror auf Gaza! Solidarität mit den gerechten Kämpfen!“

Weltweit wächst die Solidarität mit dem palästinensischen Volk und der Protest und die Empörung gegen den zionistischen Staats- und Bombenterror.

Natürlich wächst auch stets die Anhängerschaft der MLPD. Zumindest erzählt das der Guru Stefan Engel in rhythmischer Monotonie nach jeder erfolgreichen Wahl (stets satte 0,0 Prozent). Die Frage dürfte bei der MLPD momentan eher sein, ob und wenn wie nennt sich die neue unabhängige parteiübergreifende Organisation für Palästina? Neben dem Umweltschutz (Bürgerbewegung für Kryo-Recycling und Kreislaufwirtschaft e.V.), Frauen (Frauenverband Courage e. V.),

Panflöten Halsketten Reisen und Jutebeutel (People to People), Kommunalpolitik (AUF – Alternativ Unabhängig Fortschrittlich) sowie diverses Jugend und Büchergedöns, ist das eine wirkliche Bildung – und Gründungslücke. Nicht mal ein (megaerfolgreiches) Buch hat der Parteidichter Engel darüber geschrieben. Also bitte! (6)

Die NPD

Die NPD hat kein Geld und noch weniger Praktikanten. So erfährt der Freund der Nationaldemokraten auch nicht wirklich, was gerade in Israel abgeht. Dazu muss man sich dann schon die Mühe machen, bei Facebook oder Twitter nachschauen. Oder man liest sich einfach noch mal die Positionen der Jugendorganisation der Partei „Die Linke“ durch, respektive die Pressemitteilungen von Niema Movassat, Inge Höger, Sevim Dagdelen oder wie diese Elendsgestalten alle heißen. Gestern Dresden, heute Gaza. Für alle etwas dabei und Schuld ist der Jude. Darin sind und waren sich schon immer alle einig… (7)

 

(1)    http://www.cdu.de/

(2)    http://www.spd.de/aktuelles/122044/20140721_nahostkonflikt_wbcj.html

(3)    http://www.gruene.de/presse/spirale-der-eskalation-muss-gestoppt-werden.html

(4)    http://www.die-linke.de/nc/presse/presseerklaerungen/detail/zurueck/presseerklaerungen/artikel/es-ist-beschaemend/

(5)    http://news.dkp.de/2014/07/kp-israels-und-hadash-zum-angriff-auf-gaza/

(6)    http://www.mlpd.de/2014/kw29/stoppt-den-bombenterror-auf-gaza-solidaritaet-mit-den-gerechten-kaempfen

(7)    http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/01/dresdengaza_marekp.jpg

Stand der Verweise 22.07.2014

prozionnrw

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Eine Antwort zu Von Dresden nach Gaza – Parteipolitisches zu Israel

  1. E.C. schreibt:

    Dann gründe man einen Ableger von Wilders Haufen hier in Deutschland, und habe so wenigstens eine Partei, die als Heimat der Israellobby gelten kann.
    Schade, dass das Gehetze dieser Website nicht so publik ist, wie es sein müsste, um auch noch dem letzten in Deutschland klarzumachen, wie sehr dieses selbstverliebte Land im hintersten Winkel des Mittelmeers hetzt und verleumden lässt.
    Aber eines haben Sie schon begriffen, Herr Golstein, Israel hat weitgehend verschissen, seit es sich von Schamirs, Scharons und Netanjahus regieren lässt und seinen Alleinvertretungsanspruch für das gesamte Judentum in aller Welt ausübt.

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