Antisemitische Übergriffe in Göttingen

In Göttingen ist heute Nachmittag eine Pro-Palästina Demo eskaliert. Die Demo wurde lediglich im Internet beworben und hatte dennoch unheimliches Mobilisierungspotenzial. Bis zu 500 Menschen folgten dem Aufruf. Sie hielten Palästina-Fahnen, Fahnen mit religiösen Glaubensbekenntnissen und durchgestrichene Israelfahnen in die Luft. Auch einige Antifa-Fahnen waren zu sehen. Obwohl von den OrganisatorInnen bereits im Internet darum gebeten wurde friedlich zu bleiben und betont wurde, dass sich gegen die israelische Politik sein, nicht aber gegen Juden, eskalierte die Situation sehr schnell. Die Demo fühlte sich von am Rande der Demonstration stehenden 40 bis 50 Teilnehmenden israelsolidarische Gegendemonstrant_innen provoziert und forderte die Polizei aggressiv sie wegzuschicken. Die Polizei, lediglich mit vier PolizistInnen vor Ort, hatte die Lage zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle. Immer mehr Demonstrierende bewegten sich auf die Gegendemonstrierenden zu und beschimpften sie als Mörder. Sie riefen Parolen wie: „Allahu Akbar„ („Gottt ist groß“), „Kindermörder Israel“ und „Free Gaza.“ Einige aus der Pro-Palästina Demo begannen die Gegendemonstrierenden zu bespucken und als eine kleine Gruppe von jungen Leuten begann „Judenschweine“ zu rufen, eskalierte die Situation vollkommen. Die Pro-Palästina Demo trieb die Gegendemo mit Tritten und Schlägen die Rote Straße hinauf. Dabei kam es auch zum Einsatz von Schlagwaffen. Einige der der Pro-Palästina Demonstrierenden erbeuteten mit Gewalt Israel-Fahnen, warfen sie auf dem Boden und begannen sie mit den Füßen zu treten.

Anstatt aber die Angreifer zurückzuhalten, begann die Polizei die GegendemonstrantInnen mit Gewalt zurück zu drängen. Dabei rief die israelsolidarische Demo immer wieder: „Free Gaza“ und „Gegen jeden Judenhass, free Gaza from Hamas.“ Die wenigen PolizistInnen vor Ort wurden von der Pro-Palästina Demo überrannt und es gab zahlreiche Verletzte bei den GegendemonstrantInnen. Mindestens eine Person musste zur Behandlung ins Krankenhaus.

„Die Polizei hat heute total versagt,“ so die Franka Stockebrandt die Sprecherin des Bündnisses Gegen jeden Antisemitismus und Islamismus. „Hätte man die Lage in der Bundesrepublik in den letzten Tagen aufmerksam verfolgt, konnte man wissen das es bereits in anderen Städten zu antisemitischen Übergriffen gekommen ist,“ so die Sprecherin ärgerlich. „Beide Demonstrationen waren angemeldet. Es war also nicht so als wäre die Polizei darauf nicht vorbereitet gewesen,“ so Stockebrandt.

„Wir fordern die OrganisatorInnen und alle anderen TeilnehmerInnen der Pro-Palästina Demonstration dazu auf sich von islamistischen und antisemitischen Schlägern zu distanzieren,“ so die Sprecherin abschließen.

Pressemitteilung: Bündnis gegen jeden Antisemitismus und Islamismus via linksunten.indymedia

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Eine Antwort zu Antisemitische Übergriffe in Göttingen

  1. E.C. schreibt:

    Was nützt es noch, sich über derartige Vorkommnisse zu erregen. Israel kennt nur eine Form des Nicht-Antisemitismus: totale Unterwerfung unter die eigenen Maximalforderungen. Jedes Nicht-Erfüllen dieser Forderungen ist bereits Auschwitz 2.0. – Und dann kann man diese Fanatiker ruhig aufeinander losschlagen lassen- was soll’s? Mal in die richtuing gedacht, Herr Eiteneiner?

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