Law & Order: Abu Mazen fordert Gerechtigkeit

Im Juli 2008 war die Freude groß in Beirut. Und nicht nur dort. Im Austausch gegen die sterblichen Überreste zweier israelischer Soldaten hatte die Hisbollah Samir Kuntar aus der Haft in Israel freigepreßt.

Der hatte im April 1979 eine Gruppe libanesischer “Widerstandskämpfer” angeführt, die in Israel Geiseln nehmen wollten. In seinem Blutrausch ermordete Samir Kuntar dabei ein vierjähriges Mädchen, Einat Haran, brutal.

Als “Palästinenserpräsident” Abu Mazen im Juli 2008 von der frühzeitigen Heimkehr des Kinderschlächters hörte, schickte er ein beigeistertes Glückwunschschreiben nach Beirut. Doch das war noch nicht alles:

“Notorious Lebanese terrorist Samir Kuntar on Tuesday said that Palestinian President Mahmoud Abbas requested a recent meeting between the two that has angered Israel.

Kuntar said in a statement that the meeting last week in Beirut was in response to a direct request by Abbas. An aide to Abbas denied that, saying it was Kuntar requested the meet.”

So oder so – das Treffen fand statt, Abu Mazen und Samir Kuntar herzten sich, lächelten in Kameras. Der eben Heimgekehrte erklärte, er bereue nichts und werde seinen “Widerstand” alsbald fortsetzen.

Vor zwei Jahren trat Samir Kuntar als Gast tunesischer Revolutionäre bei einem “Kulturfestival” auf. “[The] Zionist regime must be destroyed”, erklärte er seinen Gastgebern, “as long as there is something called Israel in this region, the resistance must continue”.

Dann störten allerdings Salafisten das Schwelgen in Erinnerungen an den Tag, an dem er mit einem Gewehrkolben auf Einat Haran einschlug. Vor den tunesischen Gotteskriegern flüchtete selbst er, Samir Kuntar.

Abu Mazen, der sich jedenfalls nie gegen ein Treffen mit dem Mörder der Vierjährigen gewehrt hatte, bat später noch viele Terroristen in seinen Amtssitz, veröffentlichte stolz Videos, die zeigen, wie er sie umarmt, auf seiner Website.

Bei den Vereinten Nationen hat der “Palästinenserpräsident” sich jetzt darüber beschwert, israelische Sicherheitskräfte würden gegen Gewalttäter nicht ebenso konsequent vorgehen wie er.

tw24

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