Ausgezwitschert

“Yihye Zakaria Mahameed, a 17-year-old resident of Umm al-Fahm, was subjected to fierce backlash and death threats from his peers after uploading a photo to Facebook of himself holding an Israeli flag and a ‘Bring Back Our Boys’ sign.”

Was eint FLOTUS, die First Lady of the U.S., Dr. Stephan Harbarth, Frank Schwabe, Sebastian Steineke, Michael Grosse-Brömer, Tankred Schipanski, Volker Ullrich, Mechthild Rawert, Kathrin Vogler, die Gruppe der Frauen der CDU/CSU im Bundestag, die Grünen im Bundestag und andere MdB?
Nun, sie alle fanden es sinnvoll, als Mitglieder des Bundestags mit Tweets oder Retweets “#BringBackOurGirls” zu fordern, gegen die Verschleppung mehrerer Dutzend Mädchen durch eine islamistische Bande in Nigeria zu protestieren. Manche malten sogar die Losung auf Pappen und ließen sich mit ihnen ablichten.
Die Mädchen sind noch immer in der Gewalt ihrer Entführer, die all das engagierte #BringBackOurGirls– Gezwitscher offenbar mühelos ignorieren konnten. Das wiederum dürfte – neben einem gemeinsamen Propheten – Boko Haram und Hamas einigen, die vor einer Woche drei israelische Jugendliche verschleppte.
Doch während die “#BringBackOurGirls”-Kampagne auf beispiellose Zustimmung stieß, im Weißen Haus und sogar im Deutschen Bundestag ankam, sucht man nun vergeblich nach dem Bild einer Mechthild Rawert, die ein #BringBackOurBoys-Schildchen in eine Kamera hält.
“In dieser unseren EINEN Welt ist nichts mehr weit weg”, schrieb sie noch am 13. Mai, doch zu drei entführten jüdischen Jugendlichen fiel der Mitherausgeberin des Buchs “Nach Gaza” bisher – exakt nichts ein. Kein eigener Tweet, kein Retweet – nichts. Es geht ja bloß um Juden.
bringbackourboysbt20140621
Doch nicht nur Mechthild Rawert hat zu #BringBackOurBoys nichts beizutragen. Mit FLOTUS schweigen Dr. Stephan Harbarth, Frank Schwabe, Sebastian Steineke, Michael Grosse-Brömer, Tankred Schipanski, Volker Ullrich, Kathrin Vogler, die Gruppe der Frauen der CDU/CSU im Bundestag, Grüne im Bundestag.
Keines der nicht wenigen MdB, die Zeit für ein paar Klicks fanden, Interesse an entführten Mädchen zu heucheln, überhaupt kein MdB fand es bisher angebracht, sich virtuell mit den jüdischen Opfern einer islamistischen Gang zu solidarisieren. Was ist – ausgerechnet und gerade in Deutschland – so schwer daran, mit bis zu 140 lächerlichen Zeichen “Gesicht” zu zeigen?
tw24

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