“Schule der Hoffnung”?

Es ist schon ein wenig seltsam: Da klagt ein Rolf Lindemann, “seit vier Jahren Schulleiter in Talitha Kumi”, im deutschen Staatsfunk, daß 80 seiner Opfer Schüler, die in der israelischen Hauptstadt Jerusalem leben, “jeden Morgen früh den Checkpoint überwinden müssen und dann nachmittags wieder zurück nach Hause fahren”, und dann steht auf der Website zur Schule:

“Unser 2013/14 saniertes Gästehaus ist ein idealer Stützpunkt für Israel/Palästina-Reisen.”

Und während es aus dem Lautsprecher krokodilstränt, “eine Mauer mäandert durch das Land, durch die Westbank. Rund um Gaza. Zwischen Israel und Palästina, das kein Staat ist, sondern von Israel besetztes Gebiet”, kann man in Talitha Kumi “Zimmer [..] jetzt auch bequem und schnell über booking.com buchen”. Das Kleingedruckte dort ist kurz:

“Bitte informieren Sie sich vor Reiseantritt über die für Sie geltenden Visabestimmungen.”

Überläßt der Staatsfunk der Evangelischen Kirche Sendezeit, heißt es Abschied nehmen von der Realität und einzutauchen in eine Welt, in der es nicht rassistisch ist, erzählt ein Schulleiter, “wir verstehen uns als [..] eine Begegnungsschule zwischen Christen und Moslems”, in der Juden also höchstens als gemeinsames Feindbild eine Daseinsberechtigung haben.

Heuchelt die Website der “Begegnungsschule” seit Jahr und Tag, “leider fehlt uns bis jetzt ein Vertreter des Judentums” für den Religionsunterricht, feiert die in Ramallah erscheinende “staatliche” Postille Al-Hayat Al-Jadida einen, der in Talitha Kumi beschult wurde und dort jetzt selbst für “Toleranz und Achtung des anders Denkenden” wirbt:

“Director of the Talitha Kumi Institute in Beit Jala, Jihad Abu Amsha, announced yesterday that the institute would not be hosting the ‘Technology for Peace’ normalization conference which was scheduled to be held in its facilities for three days, starting today. [..] He noted that in the past, the [Talitha Kumi] school had cancelled similar conferences whose character of normalization had become apparent, and that it would continue to do so.”

Im Programm des Kölner Staatsfunks erfährt man davon freilich nichts. Dafür allerdings darf sich dort ein “Palästinenser” unwidersprochen als wahres Opfer der Niederlage der Deutschen im WK Zwo inszenieren: “Wir könnten doch letztendlich nicht die Leidtragenden der deutschen Geschichte eigentlich werden”.

Und eine Tochter, die ihren Vater kaum kennt, “12 Jahre ihrer Jugend hat er” nämlich gewiß völlig grundlos “im Gefängnis verbringen müssen”, darf aufsagen, was herauskommt bei der maßgeblich vom Berliner Missionswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland finanzierten “Friedenserziehung” in Beit Jala:

“Ich bin Palästinenserin, die Zionismus mit Friedlichkeit trotzt.
Ich bin Palästinenserin, und sie haben mich als Terroristin registriert. [..]
Ich bin Palästinenserin und Palästina ist mein Land, das sich weit über die rassistischen Trennmauern erstreckt.
Ich bin Palästinenserin. Ich habe einen Stein, und sie haben dagegen einen Panzer.”

Was im Programm eines anderen deutschen Staatssenders wohl als “Märtyrerlyrik mit offenem Aufruf zur Gewalt” bezeichnet worden wäre – im Deutschlandfunk sind es “Emotionen”: “Talitha Kumi schenkt auch dafür Freiraum”. Ein Freiraum, den Haza Sarassra nutzte: Am 30. Juli 2002 sprengte der Schüler sich in Jerusalem an einem Falafel-Stand in die Luft.

“It was the first such attack inside Jerusalem in more than a month [..].”

Doch erwähnte er diesen Erfolg deutscher “Friedenserziehung”, der Herr Pfarrer Frank-Michael Theuer könnte wohl nicht mehr so unbeschwert über “die Mauer” klagen, über “Checkpoints” und über Israel, dessen Bevölkerungsmehrheit offenbar nichts in der Gegend zu suchen hat.

tw24

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