Narrativ und Wirklichkeit

Daß Bildung nicht vor Blödheit schützt, demonstrierten am Wochenende mehrere Studierende der Tel Aviv University. Während weltweit erst am 15. Mai ein “Nakba Day” begangen werden soll, zogen am Sonntag ungefähr 300 arabische und jüdische Jungakademiker das Ereignis, das die Gründung Israels zur “Katastrophe” erklärt, vor:

“‘The tragedy of the Palestinian people began in ’48 and continues to this day,’ the students said.One [Arab] demonstrator, a communications and law student, said that ‘in order for Arabs and Jews to live together we must recognize the tragedy of our people, our oppression, our expulsion. It cannot be denied.’”

Wenige Tage zuvor schon hatten mehrere Tausend arabische Bürger Israels mit Flaggen der Terrororganisation PLO versucht, Feiern aus Anlaß des 66. Jahrestags der Gründung des jüdischen Staates zu stören. In der in Tel Aviv erscheinenden “palästinensischen” Tageszeitung Haaretz forderte bereits am 29. April ein Leitartikel, “Recognize the Nakba”.

“The Israeli government must [..] make the history of the Palestinians an integral part of every school curriculum. It must cease its systematic disregard of the Nakba, arrange a program for touring the ruins of villages that were destroyed, encourage exchange visits and instill in the curriculum the message of the historic partnership between the two nations.”

Wie die “Palästinenser” ihre Geschichte schreiben, wie sie ihre Geschichte in der Tat fälschen, läßt sich an zahllosen Artikeln des “palästinensischen” Autors Khalid Amayreh beobachten. Der von der Hamas ebenso wie von echten “Friedensarbeitern” Geschätzte behauptet beispielsweise am 29. Januar unter der Überschrift “I didn’t commit the Holocaust”:

“In the final analysis, Nazi Germany actually committed two colossal crimes: First, the Holocaust (which is by the way not the biggest act of genocidal killing in history – Stalin may have murdered more people than Hitler ever did). And, second, the creation of Israel.”

In dieser Sicht der Geschichte sind also nicht Juden Opfer einer erbarmungslosen Verfolgung, sondern – Araber und “Palästinenser”. Und Juden sind mit ihrem Staat Israel die Nachfolger der deutschen Nazis. Diese Ansicht teilt nicht nur der Hamas-Autor, sondern exemplarisch auch der Fatah- und PLO-“Funktionär” Jibril Rajoub:

“I’m telling you, if Hitler had come [here], he would have learned from them how to oppress humans and learned from them about concentration camps, extermination camps.”

Doch es ist mitnichten so, daß jene Araber, die heute “Palästinenser” sein wollen, die wirklichen Opfer des Holocaust sind. Sie, die ein vererbbares “Recht auf Rückkehr” behaupten, sind die Erben Hajj Muhammad Amin Al-Husseinis, den “Palästinenserpräsident” Abu Mazen denn auch als einen “Pionier” und “Märtyrer” verehrt:

“[W]e must remember the pioneers – the Grand Mufti of Palestine, Hajj Muhammad Amin Al-Husseini [..]. We pledge to continue on the path of the martyr brother Abu Ammar, and his comrades and brothers, the leaders from all the fighting factions – all the martyrs.”

Und Hajj Muhammad Amin Al-Husseini war – alles andere als ein Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Der damalige Mufti von Jerusalem, der “Pionier” Abu Mazens, war in seinem Berliner Exil ein Ehrengast des Führers, dem renommierte Historiker sogar eine nicht unbedeutende Rolle bei der Entscheidungsfindung zur “Endlösung” zuschreiben:

“At their meeting they concluded the pact of Jewish genocide in Europe and the Middle East, and immediately afterward, Hitler gave the order to prepare for the Holocaust. The next day invitations went out to thirteen Nazis for the Wannsee Conference to begin organizing the logistics of this mass murder.”

Selbst wem das übertrieben vorkommen mag, wird nicht leugnen können, welchen Beitrag Hajj Muhammad Amin Al-Husseini zur propagandistischen Kriegführung der Achsenmächte leistete:

“Nach der Genozid-Konvention der Vereinten Nationen sind sowohl ‘Tötet die Juden, ehe sie Euch töten!’, ausgestrahlt am 7. Juli 1942, und ‘Haj Amins Ruf zu den Waffen’ vom 4. März 1944 eindeutig als Aufruf zum Völkermord zu definieren.”

Und wenn mit Abu Mazen “the sole legitimate representative of our people wherever they are” verspricht, “to continue on the path of the [..] comrades and brothers, the leaders from all the fighting factions – all the martyrs”, dann wird deutlich, daß die “Nazis von heute” eher in Gaza und Ramallah zu finden sind, nicht jedoch in Haifa und Jerusalem.

Wer verlangt, das “palästinensische” Narrativ zum Bestandteil israelischer Lehrpläne zu erklären, will eine Lüge hoffähig machen, eine Verleumdung der jüdischen Demokratie adeln. Meint “Palästinenserpräsident” Abu Mazen seine “Anerkennung” des Holocaust ernst, ist es an ihm und den “Palästinensern”, ihre tatsächliche Geschichte anzuerkennen.

tw24

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