Die Irren von Yitzhar

Mit Vandalismus versuchen einige israelische Bürger, ihrem Unmut über die Politik der Regierung in Jersualem Ausdruck zu verleihen. Mit sogenannten “Price Tag”-Attacken wollen sie zeigen, daß politische Entscheidungen, die sie nicht mittragen, einen Preis haben.

Was in den umstrittenen Gebieten als “Protest” gegen das Vorgehen israelischer Sicherheitskräfte gegen illegale Bauten begann, ist im israelischen Kernland angekommen. Immer öfter werden antiarabische und antichristliche Schmierereien entdeckt, zerstochene Autoreifen.

Ein Zentrum, vielleicht das Zentrum, der “Preisschild”-Bewegung ist Yitzhar, einer ihrer Köpfe Akiva Hacohen, ein aus Amerika nach Israel eingewanderter Aktivist. Bereits vor Jahren schreckten er und Komplizen auch nicht vor Angriffen auf Sicherheitskräfte zurück.

Unter Hausarrest in der israelischen Hauptstadt Jerusalem gestellt, wurde Akiva Hacohen später zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt. Dieses vergleichsweise milde Vorgehen der Behörden konnte die Extremisten in Yitzhar offenbar nicht zur Besinnung bringen.

“In a conversation in the settlement’s closed email group, the settlers debated whether Jewish law permits violence against IDF soldiers, with some saying that violence, even lethal force, was permitted [..].”

Nicht erst solche Überlegungen sind es, die die israelische Gesellschaft alarmieren und gegen die Extremisten aufbringen. Vor wenigen Tagen protestierten mehrere Tausend Menschen, Araber wie Juden, für ein Ende von “Preisschild”-Anschlägen, für friedliches Zusammenleben.

Mehrere Minister der Regierung in Jerusalem zeigten sich öffentlich entsetzt von “Preisschild”-Angriffen und nannten sie “Terrorismus”; der israelische Schriftsteller und Gesellschaftskritiker Amoz Oz nannte die Extremisten in einem nicht unumstrittenen Vergleich “israelische Neo-Nazis”.

“I’m ashamed”, kommentierte Justizministerin Tzipi Livni kürzlich einen Anschlag auf eine Moschee in Fureidis, “Price Tag crimes aren’t against Arabs; they’re against us, against everyone who wants our country to be Jewish and democratic”.

Die Irren von Yitzhar waren und sind keine “fighters for freedom and peace”, und es zeichnet die israelische Regierung und Gesellschaft aus, daß sie gar nicht auf die Idee kommen, die Extremisten als solche zu betrachten oder gar zu feiern.

tw24

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2 Antworten zu Die Irren von Yitzhar

  1. E.C. schreibt:

    Das Geheuchel auf dieser Website ist kaum zu vertuschen. Wären die Personen, um die es hier geht, Araber, schonn längst wären ihre Dörfer ausradiert worden- denn Terror beantwortet man in Israel so- mit Kollektivstrafen auch ohne jedes Verhältnismäßigkeitsdenken. Aber es sind ja Juden, die nun leider so oft losschlagen, dass man sogar in Pro-Israelkreisen so ganz langsam alarmiert wird- da ist man dann ganz betroffen und verhängt Hausarrest! Nein, welch‘ entschiedenes Eintreten gegen Terror. Wer in Israel Demokratie und Rechtsstaat ernsthaft retten will, täte gut daran, dieses Übel an der Wurzel zu packen- in den Siedlungen und bei dem faschistischen Gesindel, das sich da eingenistet hat! Walzt die Siedlungen platt, verscheucht das Pack, gibt ihnen keinen Raum, isoliert sie in der Gesellschaft, nehmt ihnen ihre M 16 Gewehre weg!

  2. E.C. schreibt:

    Zugegeben, zuerst war ich über den obigen Artikel erstaunt. Eine Erwähnung dieser Fanatiker ist in der Presse der Israellobby eher undenkbar als üblich- gilt doch Kritik auch nur an Teilen der israelischen Gesellschaft als „Dämonisierung und Deligitimierung Israels“, was üblicherweise sofort mit den übelsten Schlägen der Antisemitismuskeule geahndet wird. Nun, lange hielt mein Erstanunen auch nicht an, denn es gibt ja auch noch Herrn Eiteneiner mit seinem „Abseits vom Mainstream“, und da wird das mediale Echo, das die „Irren“ mit ihrer Price-Tag Politik gefunden haben, denn doch wieder ins „richtige“ Licht gerückt. Eine Karikatur zeigt es in aller Deutlichkeit: Die Kameras sind auf irgendein hebräisches Graffiti gerichtet, während hinter dem Rücken der Kameralaute das Opfer eines richtigen- logischerweise arabischen- Verbrechens beerdigt wird.
    Für was die Welt sich interessieren darf und wofür nicht, das bestimmt in den USA Herr Pipes und in Deutschland dessen Übersetzer Eiteneiner, sofern es nicht Broder schon getan hat.

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