Gescheitert: Lehren aus dem “Friedensprozeß”

John Kerry würde, teilt er mit, gern jenes “Band” zurückspulen, das eine Äußerung aufgenommen hat, die der US-Außenminister nie gemeint haben will, wie er sie sagte. “Israel is a vibrant democracy and I do not believe, nor have I ever stated, publicly or privately, that Israel is an apartheid state or that it intends to become one.”

So steht am Ende der jüngsten Runde im “Friedensprozeß”, die er maßgeblich gestalten wollte, nun eine mißverständliche Äußerung John Kerrys, der eine wahrlich überfällige Richtigstellung folgte, die zugleich eine schöne Bestandsaufnahme darstellt: “Israel is a vibrant democracy” – und “Palästina” weit davon entfernt.

Die “Palästinenser”, die zu vertreten die PLO sich anmaßt, haben erneut eine Gelegenheit verpaßt, die Gründung eines weiteren arabischen Staates wenigstens wahrscheinlich werden zu lassen. Daß sie gar kein Interesse hat an einer Demokratie, machte die PLO zuletzt mit ihrem Bündnisangebot an die islamistische Hamas nur allzu deutlich.

Drei in Ramallah mit allerlei Pomp veranstaltete Heldenempfänge für vorzeitig aus israelischer Haft entlassene Mörder sorgten vor den (gleichwohl dennoch zumeist geschlossenen) Augen der Welt auch für Klarheit darüber, daß die PLO so sinnlose wie mörderische Gewalt jederzeit dem Gespräch vorzieht, Zivilisiertheit ihr (noch) wesensfremd ist.

Araber, die als gleichberechtigte Bürger in Israel leben, wollen keine “Palästinenser” werden. Das ist das vielleicht deutlichste Zeichen dafür, daß es falsch war und ist, auf Gangs wie die PLO zu setzen. “I don’t want to go out to Palestine. I have problems with the [Israeli] government, but a Palestinian state? No.” zitiert Al-Jazeera exemplarisch einen israelischen Araber.

Vor einem Jahr entließ “Palästinenserpräsident” Abu Mazen seinen “Ministerpräsidenten” Salam Fayyad auf dessen Wunsch hin aus dem Amt. 2009 hatte Salam Fayyad einen Plan vorgelegt, innerhalb zweier Jahre die Voraussetzungen für einen “palästinensischen” Staat zu schaffen. Vier Jahre später klagte er eine “korrupte, erstarrte und sklerotische Fatah” an:

“Es ist unglaublich, dass das Schicksal des palästinensischen Volkes in den Händen von Führern lag, die so gänzlich leichtfertig, und so von aus dem Moment heraus getroffenen Entscheidungen geleitet waren, so ohne Ernsthaftigkeit.”

Überhörte man dieses Urteil aus ja durchaus berufenem Mund vor einem Jahr, ist es spätestens jetzt an der Zeit, sich daran zu erinnern. Die “Palästinenser” weiterhin Fatah, Hamas und Islamic Jihad auszuliefern, wird deren Probleme nicht lösen, sondern sie nur verschärfen. Frieden und, vielleicht, ein “Palästina” kann es geben, haben sie nichts mehr zu sagen.

tw24

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