Historische Dreistigkeit: Was hinter Abu Mazens “Verurteilung” des Holocaust steckt

“Palästinenserpräsident” Abu Mazen will, kündigten verschiedene Medien in der vergangenen Woche an und bestätigen sie nun übereinstimmend, noch am Sonntag in einer offiziellen Erklärung den Holocaust als “the most heinous crime to have occurred against humanity in the modern era” verurteilen.

Nach Angaben der New York Times soll das Dokument in englischer und arabischer Sprache erscheinen und beide Fassungen im Wortlaut übereinstimmen; der Holocaust werde als “a reflection of the concept of ethnic discrimination and racism” beschrieben, “which the Palestinians strongly reject and act against”.

“The Palestinian people, who suffer from injustice, oppression and denied freedom and peace, are the first to demand to lift the injustice and racism that befell other peoples subjected to such crimes [..].”

Damit allerdings wird die Lüge offenbar, die dreiste Heuchelei eines noch immer glühenden Antisemiten, der vor etwas mehr als einem Jahr mit Hajj Muhammad Amin Al-Husseini einen im Berliner Exil am Holocaust beteiligten arabischen Kriegsverbrecher als “Märtyrer” und “palästinensischen Pionier” öffentlich feierte.

Wolfgang Schwanitz und der zwischenzeitlich leider verstorbene Barry Rubin formulieren in ihrem Buch Nazis, Islamists, and the Making of the Modern Middle East die These, erst nach einem Treffen mit Hajj Muhammad Amin Al-Husseini habe Adolf Hitler sich für eine Ermordung der europäischen Juden entschlossen, statt sie “nur” zu vertreiben:

“At their meeting they concluded the pact of Jewish genocide in Europe and the Middle East, and immediately afterward, Hitler gave the order to prepare for the Holocaust. The next day invitations went out to thirteen Nazis for the Wannsee Conference to begin organizing the logistics of this mass murder.”

Ob die deutsche Entscheidungsfindung tatsächlich abhängig war von einer “Genehmigung” durch den damaligen Mufti von Jerusalem, mag man zwar bezweifeln, daß der “Märtyrer” und “Pionier” eine nicht gänzlich unwichtige Rolle bei der Verbreitung antisemitischer Propaganda spielte, ist jedenfalls sicher.

“Nach der Genozid-Konvention der Vereinten Nationen sind sowohl ‘Tötet die Juden, ehe sie Euch töten!’, ausgestrahlt am 7. Juli 1942, und ‘Haj Amins Ruf zu den Waffen“ vom 4. März 1944 eindeutig als Aufruf zum Völkermord zu definieren.”

Doch eine Verurteilung der Zusammenarbeit Hajj Muhammad Amin Al-Husseinis mit den Achsenmächten unterläßt der “Palästinenserpräsident”. Indem er vielmehr imaginiert, die heute lebenden “Palästinenser” seien wie seinerzeit die Juden Unterdrückung und Verfolgung ausgesetzt, greift er Israel kurz vor Yom Hashoa an.

Wer aber erklärt, in israelischer Selbstverteidigung gegen “palästinensischen” Terror das Wirken neuer Nazis zu sehen, der kann natürlich nicht glaubwürdig letzterer Taten leugnen. Sonst funktionierte der verleumderische Vorwurf nämlich gar nicht. Und das steckt denn hinter der in der Tat “historischen” Erklärung Abu Mazens.

Indem “Palästinenserpräsident” Abu Mazen die Opfer des Holocaust “anerkennt” und sie gleichsetzt mit seinen “fighters for freedom and peace”, erklärt er deren Verfolgung zum Verbrechen, Juden, die ihr und das Leben ihrer Angehörigen, ihr Recht auf Selbstbestimmung verteidigen, zu Kriegsverbrechern.

Das ist an Niedertracht schwer zu überbieten.

tw24

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