Bekenntnisse

Die Antwort aus Washington hätte deutlicher formuliert werden können und müssen. Während Europäische Union und Vereinte Nationen das angekündigte Bündnis der PLO mit der für zahllose Kriegs- und sonstige Verbrechen verantwortlichen Hamas feierten, erklärte das Weiße Haus dennoch unzweideutig, was es vom jüngsten Coup des “Palästinenserpräsidenten” hält:

“[W]e all understand it’s hard to see how Israel can be expected to negotiate with a government that does not believe in its right to exist.”

Und wohl weil die US-Regierung, die – anders als eine verläßlich antisemitische Europäische Union – durchaus in Erklärungsnot geriete, alimentierte sie “the largest terrorist organization in the world, 20 minutes from Tel Aviv”, ungerührt weiter, noch mit einer Überprüfung ihrer vor allem finanziellen Unterstützung drohte, mußte Abu Mazen nun zum Telefon greifen:

“I think, as I’ve said before, that President Abbas has on many occasions reaffirmed his own support for the principles that we’ve talked about here. [..] I can convey that when the Secretary spoke with him yesterday, he assured him that any government that is formed will be his government and represent his policies, and that includes a recognition of Israel, commitment to nonviolence, adherence to prior agreements, and commitment to peaceful negotiations toward a two-state solution.”

Was bereits wie ein Abrücken von der zuvor vorsichtig geäußerten Ablehnung der Hamas klingt, könnte tatsächlich eine amerikanische Aufgabe der Unterstützung für das Regime in Ramallah beschleunigen. Denn das Weiße Haus muß sich nun erst recht fragen lassen, ob das, was es dem “Palästinenserpräsidenten” nachsagt, auch von ihm und seiner PLO gehalten wird.

“We have never given up our arms”, erklärte beispielsweise erst im Februar mit Jibril Rajoub ein nicht eben unwichtiger “Funktionär” des Regimes von Ramallah während einer offiziellen Visite in der Islamischen Republik. “We have never left the battlefield, and we have never raised a white flag.” Klingt so ein “commitment to nonviolence”?

Im Oktober 2013 war es der gleiche Jibril Rajoub, der gegenüber dem israelischen Sender i24News erläuterte, “Israelis should decide whether they are part of the Middle East or an alien body. If Israel is an alien body it should be removed”. “All of Palestine – from the Jordan River to the Mediterranean Sea – is occupied since 1948″, hatte er zuvor in Barcelona erklärt. War das “a recognition of Israel”?

Denkt Jibril Rajoub schließlich laut nach, “if we had nuclear weapons, we would have already used them against Israel, which is our greatest enemy”, ist das ein “commitment to peaceful negotiations toward a two-state solution”? “Palästinenserpräsident” Abu Mazen scheint zufrieden mit Jibril Rajoub und damit, wie dieser “his policies” repräsentiert.

Ist es die Regierung in Washington ebenfalls?

tw24

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