Teherans bester Verbündeter

Wird das Regime in Teheran mit der Resolution 1696 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen verpflichtet, “all enrichment-related and reprocessing activities, including research and development”, jedenfalls so lange aufzugeben, bis Vertrauen in seine angeblich friedlichen Absichten hergestellt ist, denken die Mullahs nicht daran, sich der bald 8 Jahre alten Forderung zu beugen.

Mittlerweile können sie, wie US-Außenminister John Kerry in der vergangenen Woche erklärte, jederzeit binnen zweier Monate über kernwaffentaugliches Uran verfügen. “I think it’s public knowledge today that we’re operating with a time period for a so-called breakout of about two months”. Statt darauf indes wenigstens etwas besorgt zu reagieren, setzt Washington auf – Dialog.

Bei den Gesprächen, die zwischen den durch Catherine Ashton repräsentierten fünf ständigen Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrats und Deutschland einer- sowie Vertretern der Islamischen Republik andererseits stattfinden, gehe es nun darum, die “breakout period” auf sechs bis zwölf Monate zu verlängern. “I’m not saying that’s what we’d settle for, but even that is significantly more”.

Wer sich so als ein Verbündeter Teherans zeigt, muß sich nicht über die Reaktion des Mullah-Regimes wundern: “‘[W]e believe that we are entitled to any right that any NPT (Non-Proliferation Treaty) and (International Atomic Energy) Agency member has, which means that enrichment (of uranium) from 1% to 90% is our right,’ Salehi said in a televised interview on Sunday.”

Gleichzeitig kündigte Ali Akbar Salehi, der unter Mahmoud Ahmadinejad zum “Außenminister” der Islamischen Republik befördert worden war, um ein “Einreiseverbot”, das die EU über den damaligen wie heutigen Chef des iranischen Kernwaffenprogramms verhängt hatte, zu umgehen, die Anschaffung und Inbetriebnahme weiterer Zentrifugen zur Urananreicherung an:

“‘Now, we have to manufacture 30,000 more machines so that the Natanz enrichment facility’ could produce fuel for Bushehr Power Plant for one year, the nuclear chief added.”

Man muß kein Experte sein, solche Äußerungen als das zu erkennen, was sie sind. Will ein amerikanischer Außenminister nur noch über eine Verlängerung einer “breakout period” verhandeln, ist das eine Einladung an die Islamische Republik, ihr vermeintliches “Recht” zu nutzen, Uran “from 1% to 90%” anzureichern, Israel ständig mit nuklearer Auslöschung zu bedrohen.

Erklärt Yuval Steinitz, im Kabinett Benjamin Netanjahus zuständig für nukleare Angelegenheiten, John Kerrys Äußerungen nun für “inakzeptabel”, erstaunt daran nur, daß es zu dieser Erkennis erst jetzt kam. “We will not be able to adopt and accept any agreement that keeps Iran within a range of months to a year from nuclear weaponry, because such an agreement would not hold water.”

Die USA sind kein verläßlicher Verbündeter Israels mehr.

tw24

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Eine Antwort zu Teherans bester Verbündeter

  1. Ehrlich gesagt, dass wäre schön: Den USA ist Israel egal und sie lassen sich von den Wahnsinnigen in Jerusalem nicht mehr länger erpressen. Aber Ihr diesbezügliches Wunschdenken, Herr Goldstein, ist nur eine Projektion. Dafür werden die Hirnlosen im Mittelwesten und die üblichen Verdächtigen an der Ostküste (jeglicher Religion) schon sorgen.

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