Humanitäre Katastrophe II

Man könnte, hätte man Anstand, angesichts möglicher vorzeitiger Freilassungen zu langjährigen Haftstrafen verurteilter Terroristen jene befragen, die noch immer um ihre Angehörigen oder Freunde weinen, was sie davon halten, wie sie sich fühlen, werden kaltblütige Mörder als National- und Familienhelden gefeiert.

Susanne Knaul, bei der taz regelmäßig für die Dämonisierung des jüdischen Staates verantwortlich, geht jeder Anstand ab. Sie weint mit Walid Daka, den “keine Viertelstunde Autofahrt [..] von seinem Heimatort Baka al-Rabijeh” trenne, der aber dennoch “seit 28 Jahren nicht nach Hause” kommen könne.

Gewiß, “für die Entführung und den Mord an einem Soldaten verurteilte ihn ein israelisches Militärgericht zu lebenslanger Haft”, aber “vergangene Woche hätte er” doch “endlich freikommen sollen”. Wenn da nur nicht dieses herzlos-pflichtvergessene Israel wäre!

“Nun droht die vierte und letzte Amnestie, zu der sich Israel im Vorfeld der Friedensverhandlungen verpflichtete und für die Walid vorgesehen war, auf unbestimmte Zeit ausgesetzt zu werden.”

Doch nicht nur Walid, Susanne nennt ihn distanzlos beim Vornamen, ist ein Opfer israelischer Pflichtverletzung, auch die Nachbarn, die “schon Geschenke [..] bringen”, leiden, und seine Familie, die leidet erst recht, weil Walids Heimkehr “auf unbestimmte Zeit ausgesetzt” ist.

“Den neuen Kühlschrank, eine Mikrowelle, Fernsehapparat und vieles mehr bewahrt er in der Wohnung Walids auf, die seit fast 20 Jahren für ihn bereitsteht. Die ersten Wochen in Freiheit will Walid bei seiner Mutter wohnen, ‘deshalb haben wir sein altes Zimmer gestrichen und ihm ein Bett gekauft’, sagt sein Bruder.”

Und die Mutter erst, Farida Daka, “ist 82 Jahre alt und leidet an Alzheimer. Der Vater ist schon lange tot.” Nicht auszudenken, müßte sie sterben, ohne ihren geliebten Sohn noch einmal im “alten Zimmer” willkommen heißen zu dürfen! Farida Daka hatte doch schon vor drei Jahren so sehr gehofft!

“Walid war ursprünglich schon für den Gefangenenaustausch vor knapp drei Jahren im Gespräch, als die Hamas-Regierung im Gazastreifen für die Entlassung des entführten Soldaten Gilad Schalit über eintausend palästinensische Häftlinge forderte.”

Soll Walid sich umsonst bemüht haben, im zionistischen Kerker “einen Masterabschluss in Politischen Wissenschaften” zu erwerben? Soll seine Frau, der “er erst hinter Gittern” begegnete und “die ihn aus Begeisterung über seine Tat kennenlernen” wollte, soll sein Bruder noch länger auf Walid warten müssen?

“‘Im Gefängnis wird er behandelt wie ein Palästinenser’, schimpft Assad Daka darüber, dass sein Bruder nicht längst begnadigt wurde. ‘Und jetzt, bei der Amnestie, ist er plötzlich Israeli und darf nicht raus, weil er Staatsbürger ist.’”

Israel ist schon ein wahrer Unrechtsstaat.

tw24

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus Antizionismus, Deutschland Nazis, Dhimmi Medien Schweinepresse, Ehrenmorde Islam Muslime, Iran Islamismus Terrorismus Islamo-Faschismus, Israel abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.