Traditionspflege

Am Montag wußte die Deutsche Welle allerlei über das damals bevorstehende Treffen der Staaten der Arabischen Liga zu berichten. “Es mangelt nicht an Problemen in der Region”, meldete die “mediale Stimme Deutschlands”, und schrieb sie, die “Probleme”, kurz auf:

“Der Bürgerkrieg in Syrien, die Destabilisierung des Libanon, der lahmende Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern. Wenn die Staatschefs der Arabischen Liga vom 25.-26. März zu ihrem Gipfeltreffen in Kuwait zusammenkommen, haben sie einiges zu besprechen.”

Nun, da das Treffen beendet ist, scheint sich für die Deutsche Welle ein “Problem” in Luft aufgelöst zu haben. Der Gipfel der Arabischen Liga dokumentiere eine “tiefe Spaltung”, von “den arabischen Staaten ist keine Initiative zur Beendigung des Krieges in Syrien mehr zu erwarten”.

Was aber wurde aus dem noch am Dienstag gemeldeten Vorhaben der Arabischen Liga, “auch außerhalb der arabischen Welt Unterstützung für einen ‘Boykott Israels’ zu gewinnen”, aus der beabsichtigten “Gipfel-Erklärung, in der die Anerkennung Israels als ‘jüdischer Staat’ ausgeschlossen wird”?

Bislang hat sich die Antwort nicht zur “mediale[n] Stimme Deutschlands” herumgesprochen, von den zahlreichen anderen medialen Stimmen in Deutschland ganz zu schweigen. “Deutschland genießt als [..] Land mit traditionell guten Beziehungen zur arabischen Welt großes Ansehen”, lobt sich ein stolzes Auswärtiges Amt.

Könnte Deutschland daher nicht wissen wollen, worüber in der arabischen Welt trotz aller Zerstrittenheit erwartbare Einigkeit herrscht, weil das die “traditionell guten” als mindestens moralisch verwerfliche Beziehungen entlarven würde? Nun, die Arabische Liga jedenfalls war sich beeindruckend einig:

“‘We express our total rejection of the call to consider Israel as a Jewish state,’ read a statement from the final day of the Arab summit in Kuwait.”

Damit hat sich die Arabische Liga hinter “Palästinenserpräsident” Abu Mazen gestellt und stützt dessen Weigerung, jüdisches Selbstbestimmungsrecht anzuerkennen. Wie er lehnen sie die einzige Demokratie im Nahen Osten ab, wollen deren Existenz lieber gestern als morgen beendet sehen. Sie wollen keinen Frieden.

In ihrem jüngsten Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD sich darauf verständigt, sich “zu der besonderen Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel als jüdischem und demokratischem Staat und dessen Sicherheit” bekennen zu wollen. Das gilt freilich nur, wenn es mit den “traditionell guten Beziehungen” vereinbar ist.

tw24

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