Zum 15. Jahrestag des Angriffskrieges gegen Jugoslawien

„Der Krieg gegen Jugoslawien wurde unter Bruch aller grundlegenden Prinzipien des Völkerrechts und der internationalen Beziehungen geführt. Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage, dass er gegen die grundlegenden Prinzipien der Zivilisation schlechthin geführt wurde. Nicht nur die Gründungsakte der NATO aus dem Jahr 1949 wurde verletzt, sondern auch die UN-Charta und die Verfassungen der meisten NATO-Mitgliedstaaten. Sie traten in einen Krieg gegen einen unabhängigen Staat ein, der keinen anderen bedroht hatte. Die Parlamente wurden nicht befragt und auch andere demokratische Institutionen dieser Länder nicht. Wir erlebten einen Missbrauch der Demokratie durch jene, die vorgeben, für den Rest der Welt in Sachen Demokratie ein Beispiel sein zu können. Keines der Parlamente hat die Teilnahme an einer Aggression gegen ein unabhängiges Land bewilligt. (…) Die UCK war 1999 Bündnispartner der NATO. Heute gibt es viele UCK-ähnliche Organisationen in Syrien, in Libyen und anderen Ländern. Das bedeutet: Es gelten doppelte Standards und Werte. Wie werden die Terroristen bezeichnet, wenn sie mit der NATO verbündet sind? Doppelte Standards gelten auch für den Drogenhandel. 60 Prozent des Heroingeschäfts in Europa werden von der balkanisch-albanischen Mafia gesteuert. Ihr geht es um Profit, aber zugleich – neben der Zerstörung eines Teils der europäischen Jugend – finanziert sie Extremismus und Terrorismus. Es gibt Beweise dafür, dass sie mit menschlichen Organen handelt. Der französische Journalist Pierre Péan hat vor kurzem das Buch ‚Ein gerechter Krieg für einen Mafiastaat‘ veröffentlicht, in dem er sich damit befasst. Die Parlamentarische Versammlung des Europarates hat einen Beschluss zum Kampf gegen den Handel mit menschlichen Organen und gegen deren Gewinnung gefasst. Passiert ist nichts seitdem, denn es gilt das Prinzip, dass der Freund meines Freundes immer recht hat.“

Živadin Jovanović, von 1998 bis 2000 Außenminister der Bundesrepublik Jugoslawien, im Januar 2014 (zit. nach: jW, 29.1.2014)

Erinnerung an einen deutschen Krieg anlässlich des 10. Jahrestages des Überfalls auf Jugoslawien in L’Action Française 2000 n° 2768 (2.-15.4.2009)

„Welche europäischen ‚Völker‘ (…) sind im deutschen Diskurs bis heute mit einer geradezu traumwandlerischen Sicherheit als ‚deutschfreundlich‘ markiert? Seltsamerweise all diejenigen, die die Deutschen im Zweiten Weltkrieg zur Teilnahme an den Vernichtungsaktionen gegen Jüdinnen und Juden animieren konnten: Litauer, Letten, Ukrainer, Kroaten, ‚Bosniaken‘, Albaner. Und welche ‚Völker‘ werden bis heute noch mit Misstrauen und Feindseligkeit belegt? Die Russen ganz gewiss, aber auch die Serben – diejenigen also, die den Nationalsozialismus am erbittertsten bekämpften.“

Matthias Küntzel, Der Weg in den Krieg. Deutschland, die Nato und das Kosovo (2000)

Daniel Leon Schikora

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2 Antworten zu Zum 15. Jahrestag des Angriffskrieges gegen Jugoslawien

  1. Es labert die Blüte des wissenschaftlichen Nachwuchses der Universität Rostock.

  2. jan schreibt:

    Und das sollen Experten sein?
    Auch Serben haben mit Nazis paktiert und in Albanien wurde kein einziger Jude an Nazis ausgeliefert(das hängt mit ihrem Ehrenkodex von Gastfreundschaft zusammen) aber es gab natürlich auch Albaner in SS Einheiten und 2004 gründete man sich wieder:

    Mazedonien: UCK „Balli Kombetar“ SS ruft zu Morden
    http://www.balkanforum.info/f9/mazedonien-uck-balli-kombetar-ss-ruft-morden-139/
    Die Verbrecher Organisation „Balli Kombetar“, welche schon innerhalb der SS im Nazi Regime mordete taucht erneut auf. Auch dies sind immer wieder die selben Verbrecher ob UCK-ANA-AKSH oder jetzt „Balli Kombetare“, eine rein kriminelle Organisation und immer aus der selben Gegend, von eingewanderten UCK Banditen aus dem Kosovo gegründet und dirigiert.

    22. Juli 2004
    14:38 Rechtsextreme Albanergruppe ruft zum Aufstand in Mazedonien auf
    „Balli Kombetar“ will „ein für alle Mal Nationalitätenfrage lösen“

    Skopje – Eine rechtsextreme Gruppe hat die Albaner in Mazedonien zum Aufstand aufgerufen. Alle Albaner müssten die Waffen ergreifen und sich an der Grenze im Sara-Gebirge (Kosovo) versammeln, um „ein für alle Mal“ die albanische Nationalitätenfrage zu lösen. Das stehe auf Flugblättern, die im mehrheitlich albanisch bewohnten Westen der Balkanrepublik verteilt worden seien, berichteten die Zeitungen am Donnerstag in Skopje.

    Verantwortlich für den Aufruf sei die rechtsgerichtete Widerstandsbewegung „Balli Kombetar“ (Nationale Front), die im Zweiten Weltkrieg ursprünglich gegen die italienischen Besatzer aktiv war. Danach stellten sich ihre Verbände in den Dienst der deutschen Wehrmacht und bekämpften die von Tito und den Briten unterstützten, kommunistischen Partisanen des späteren Diktators Enver Hoxha. Innerhalb der SS-Division „Skanderbeg“ machten sich die Extremisten an zahlreichen Verbrechen an Nicht-Albanern schuldig. Der „Balli Kombetar“ kam es darauf an, das damals entstandene „Groß-Albanien“ über die zu erwartende Niederlage Nazi-Deutschlands hinaus zu erhalten. (APA

    http://derstandard.at/standard.asp?id=1736794

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