Von Teheran lernen (II)

Javad Zarif, der Außenminister der Islamischen Republik, erfreut seit Amstantritt sich einiger Beliebtheit auch und gerade in Deutschland. Kürzlich war die gewohnt kritische Journaille sogar regelrecht begeistert von dem “moderaten Technokraten”:

“Irans Außenminister erkennt den Holocaust endlich an”

Natürlich folgte prompt das Dementi. “Iranian Deputy Foreign Minister Hassan Qashqavi rejected the media reports about Zarif’s statements as untrue”. Doch dadurch wollten die Begeisterten sich ihre gute Stimmung nicht mehr vermiesen lassen.

Und so fragte niemand, ob Phoenix, wo Javad Zarif “endlich” den Holocaust I anerkannt und einem Holocaust II eine Absage erteilt haben soll, denn wenistens peinlich sei, was er, der Sender, da “übersetzt” hatte.

Ebenfalls blieb eine Erörterung der Frage aus, was es etwa für die in diesen Tagen stattfindenden “Atomgespräche” bedeuten könne, erklärte der Repräsentant des Regimes in Teheran heute dies und morgen jenes, änderte er seine Ansichten je nach Gesprächspartner.

Es ist eine durchaus bemerkenswerte Ironie, daß Javad Zarif, dessen Beliebtheit im Westen durch nichts zu erschüttern scheint, wenigstens in Teheran kritisch beobachtet wird. Dort nämlich wollen rund 70 “Parlaments”-Abgeordnete wissen, was er mit “Holocaust” gemeint habe:

“‘The question has been sent to the Foreign Ministry and it will be reviewed in the first session of the National Security [and Foreign Policy] Committee of Majlis,’ said Karimi who sits on the committee. [..]

In the letter to the Foreign Ministry, Iranian legislators pointed to Zarif’s interview with a German TV channel in early February in which he slammed the Holocaust as a ‘a horrifying tragedy’ that ‘should never occur again.’”

Man darf gespannt sein darauf, ob und wie Javad Zarif die Fragen der “Parlamentarier” beantworten wird. Unmittelbar nach seinem Gespräch mit Phoenix hatte er zwar erklärt, den ersten Holocaust nie bedauert und einen weiteren nie ausgeschlossen zu haben. Den “Parlamentariern” genügte das aber offenbar noch nicht.

Das gleiche “Parlament” übrigens, das sich so entsetzt zeigt ob eines Gerüchts, Javad Zarif könne den Holocaust einmal nicht geleugnet haben, plant derzeit mit einiger Vorfreude “die Entsendung einer Freundschaftsgruppe nach Deutschland” sowie, na klar, Ir(r)land.

tw24

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus Antizionismus, Deutschland Nazis, Dhimmi Medien Schweinepresse, Ehrenmorde Islam Muslime, Iran Islamismus Terrorismus Islamo-Faschismus, Israel abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.