Holocaust-Gezwitscher

Wenn Unternehmen, die “Nachrichtenagenturen” sich nennen, einmal eine Lüge in die Welt gesetzt haben, dann tun sie das, scheint’s, immer wieder. Besonders talentiert in diesem Metier zeigt derzeit sich die dpa, die diverse deutsche Medien beliefert.

Und so ist denn bei Focus online nicht nur zu lesen, Hassan Rohani, der neueste “Präsident” der Islamischen Republik, sondern auch dessen “Außenmister schickten im September per Twitter ‘allen Juden’ Grüße zum Neujahrsfest Rosch Haschana”.

Auch Welt online und das Handelsblatt lassen die dpa behaupten, “sowohl Präsident Hassan Ruhani als auch der Außenmister schickten im September per Twitter ‘allen Juden’ Grüße zum Neujahrsfest Rosch Haschana”.

Beim Tagesspiegel ist es hingegen eine Ingrid Müller, unter deren Namen steht, “sowohl Präsident Hassan Ruhani als auch der Außenminister schickten im September per Twitter ‘allen Juden’ Grüße zum Neujahrsfest Rosch Haschana”.

“Mr. Rouhani”, zitierten freilich ebenfalls im September die staatlichen Fars News einen Berater Hassan Rohanis, “does not have a twitter account”. Und wer wissen wolle, was der “Präsident” denke, möge doch einfach direkt nachfragen:

“[S]ince Rouhani won the presidential election in Iran in June, all reliable news and information pertaining to the president have been only released by his office, ‘and only the news released through this conduit is official’.”

Ähnlich verhält es sich mit Javad Zarifs angeblicher “Anerkennung” des Holocaust, die die dpa in einem am Sonntag ausgestrahlten Phoenix-Interview mit dem “Außenminister” des Regimes in Teheran gehört haben will.

“‘Es war eine grausame Tragödie des Umbringens, das darf nie wieder vorkommen’, sagte der Minister in einem Gespräch mit dem Fernsehsender Phoenix, das am Sonntag im Hotel Adlon nahe des Brandenburger Tors und des Mahnmals aufgezeichnet wurde.”

Das Zitat ist, sofern die Phoenix-Übersetzung korrekt war, nicht falsch – es ist jedoch sinnentstellend verkürzt. Vollständig geht es so:

“Ich komme aus einer Tradition, wo nach der islamischen Schrift die Tötung eines Einzelnen unvergebbar ist, geschweige denn vieler.

Eine grausame Tragödie des Umbringens, so etwas sollte nie wieder vorkommen, das sollte aber keine Ausrede für die Menschenrechtsverletzungen in Palästina bedeuten.”

In der Gleichsetzung der durch Deutsche und deren Verbündete – darunter ein bis heute in “Palästina” gefeierter Hajj Muhammad Amin Al-Husseini – versuchten Ausrottung des europäischen Judentums mit israelischer Selbstverteidigung äußert sich tatsächlich blanker Antisemitismus.

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Javad Zarif leugnet zudem die Einzigartigkeit der Shoah, die er mit der Gleichsetzung mit israelischer Außen- oder Innenpolitik verharmlost. Die Lebenserwartung eines “Palästinensers” in Gaza (74,4 Jahre) entspricht heute der eines Bulgaren (74,8) und liegt höher als die eines Iraners (70,62).

Zudem wächst auch in Israel der Anteil der arabischen Bevölkerung beständig. Wer darin eine irgendwie mit dem Holocaust gleichzusetzende Entwicklung sieht, leugnet ihn tatsächlich und mißbraucht ihn für billige Propaganda gegen den jüdischen Staat.

Und indem sie Javad Zarif wissent- und willentlich verkürzt zitiert, beteiligt die dpa als Zulieferer zahlreicher Medien sich wie diese daran.

tw24

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