“Building Peace in the minds of men and women”: Die UNESCO rettet einen “Friedensprozeß”

Unter dem Titel “People, Book, Land: The 3,500-year relationship of the Jewish People with the Holy Land” sollte in der nächsten Woche eine immerhin zwei Jahre lang unter Mitwirkung des renommierten Wissenschaftlers Robert Wistrich vorbereitete Ausstellung im Hauptquartier der UNESCO in Paris eröffnet werden.

Mit einer “Verschiebung” der Ausstellungseröffnung auf unbestimmte Zeit beugte die nach eigener Auskunft dem “Weltkulturerbe” verpflichtete Organisation der Vereinten Nationen sich am Freitag einem Einspruch der Staaten der Arabischen Liga, die klagten, die Ausstellung gefährde einen “Friedensprozeß”.

“[T]he U.N. agency said it ‘received a letter from 22 member states of the Arab Group, expressing their concern that the planned exhibition could impact negatively on the peace process and current negotiations under way in the Middle East’.”

Dies gilt erst recht für die Ankündigung der Ausstellung, verschwand sie doch kommentarlos aus dem Internet-Angebot der Organisation, die ihren Webauftritt mit dem Spruch schmückt: “Building Peace in the minds of men and women”. Wer Frieden will, muß wohl auch auf der eigenen Website die Erinnerung an Juden tilgen.

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Schlimmer als Wohnungen: “Friedenshindernis” Ausstellungsankündigung (UNESCO, 14. Januar 2014)

Das Simon Wiesenthal Center in Los Angeles, das die Ausstellung unterstützte und bereits Einladungen zur Eröffnung am Dienstag verschickt hatte, kritisierte die Entscheidung der UNESCO zutreffend als “empörend” und ruft für Montag zu weltweiten Protesten gegen sie auf. Gegenüber AFP erläuterte Rabbi Marvin Hier:

“The last role that UNESCO should ever assume for itself is to be a place of censorship. As a result of this postponement of this exhibit, they have become censors, rather than an institution that invites new ideas.”

In der Tat ist es nur schwer nachvollziehbar, daß eine Ausstellung, die sich der Vermittlung einer historischen Tatsache widmet, einen “Friedensprozeß” gefährden können soll. Eine Gefahr geht eher von der Leugnung jüdischen Lebens im Heiligen Land aus, liefert sie doch Vorwände für antisemitischen Terror.

Indem die UNESCO sich zum Handlanger islamistisch-arabischer Geschichtsfälschung macht, indem sie eine historische Ausstellung zum “Friedenshindernis” erklärt, bewahrt sie weder Frieden noch Kultur, zu der eben auch vier Jahrtausende jüdischen Lebens in “Palästina” gehören.

Während die Vereinigten Staaten die UNESCO inzwischen aufforderten, ihre Entscheidung vom Freitag zu überdenken, zieht die Regierung in Berlin beredtes Schweigen vor. Sie möchte wohl die vor allem auch finanziell “traditionell gute[n] Beziehungen Deutschlands zu den nahöstlichen Staaten” nicht gefährden.

tw24

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