Üble Nachrede

Seit nunmehr 8 Jahren ringt der ehemalige israelische Ministerpräsident Ariel Sharon mit dem Tod. Seit einem Schlaganfall im Januar 2006, der ihn jäh aus dem seit 2001 bekleideten Amt riß, liegt der Mitgründer des Likud und Gründer der Kadima-Partei in einem Koma; in diesen Tagen wurde gemeldet, der Gesundheitszustand des Politikers habe sich erneut drastisch verschlechtert.

Beim Deutschlandfunk, einem Medium, das seine Qualität mit zwangsweise erhobenen Abgaben finanziert, bereitet man sich schon auf den Tag vor, an dem Ariel Sharons Dasein im Diesseits endet, und faßt das, was man als sein Vermächtnis sieht, so zusammen: “Keine einzige diplomatische Initiative zur Beilegung des Nahost-Konflikts hat er in [seiner] Amtszeit begonnen.”

Als Ariel Sharon 2001 ins Amt gewählt wurde, war Yassir Arafat, der potentielle Gesprächspartner auf “palästinensischer” Seite, freilich bereits einige Zeit damit beschäftigt, mit der Zweiten Intifada einen Terrorkrieg gegen Israel zu führen, in dessen Verlauf bis 2005 über 1.000 Bürger Israels ermordet und weit mehr als 10.000 Menschen verletzt werden sollten.

Dennoch zeigte Ministerpräsident Ariel Sharon sich nicht abgeneigt, über eine Beilegung des Konflikts zu verhandeln. 2002, als die Arabische Liga ihre Arab Peace Initiative vorlegte, sandte er seinen außenpolitischen Berater Danny Ayalon in geheimer Mission aus, sich mit Repräsentanten Saudi Barbariens zu treffen. Doch die weigerten sich, den israelischen Diplomaten zu empfangen.

Zwei Jahre später, Ende August 2004, meldete die Frankfurter Allgemeine Zeitung, “Scharon will Abzug aus Gaza beschleunigen”. In der Tat ganz undiplomatisch setzte Ministerpräsident Ariel Sharon sich über Widerstand in seiner eigenen Partei und in ganz Israel hinweg und erklärte: “Der Abzugsplan wird durchgeführt, Punkt – aus”.

“Ein entsprechendes Gesetz wolle er dem Parlament bis zum 3. November vorlegen. Dem Kabinett will der Ministerpräsident bis zum 27. September einen Rückzugsplan für die israelische Armee und Siedler aus dem Gebiet präsentieren, das von den Palästinensern als Teil eines eigenen Staates beansprucht wird.”

Der 2005 denn auch – stellenweise mit militärischer Gewalt gegen “Siedler” – durchgesetzte Rückzug aus Gaza brachte Israel allerdings nicht die erhoffte Ruhe im Süden. Statt ihn zum Anlaß zu nehmen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, intensivierten “Palästinenser” ihre Angriffe auf Israel, Gaza wurde zur Raketenabschußrampe gegen Israel auf- und ausgebaut.

“Israel faces a real threat to its security from militant groups in Gaza”, mußten daher 2011 selbst die Vereinten Nationen nachträglich einräumen. Dafür allerdings, daß weder die Hamas noch die PLO/Fatah den israelischen Abzug aus Gaza nutzten, ihre Waffen niederzulegen, sind sie allein verantwortlich, nicht Ariel Sharon, der ihnen die Chance dazu bot.

Von Köln aus muß der Sterbende sich heute dafür beschimpfen lassen, er habe “keine einzige diplomatische Initiative zur Beilegung des Nahost-Konflikts [..] begonnen”.

tw24

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3 Antworten zu Üble Nachrede

  1. E.C. schreibt:

    Mir kommen die Tränen! Das erste, was mir bei der üblichen Hetze dieses Artikels einfällt, ist der Umstand, wie einsam es um die Israellobby inzwischen geworden ist: Spiegel: alles Antisemiten; Stern: alles Antisemiten; ARD, ARTE, DLF: immer schon Antisemiten; BBC: erst recht Antisemiten; New York Times: unbelehrbare Antisemiten; EU: ach ja, sorry, Eurabia, EUdSSR, natürlich Antisemiten: Deutscher Bundestag: Von Kramer und Knobloch als Antisemiten entlarvt; die deutsche Mehrheitsgesellschaft: von Broder und Tenenbom als Antisemiten entlarvz; Obama: heimlicher Moslem, gar kein echter Amerikaner, Antisemit; Carter und Clinton: zwangen Israel zu Friedensschlüssen, natürlich Antisemiten; SPD: Alles Antisemiten, vor allem Gabriel und Steinmeier.
    Wer nimmt Euch eigentlich noch ernst?

  2. Peter Kossatz schreibt:

    Danke für diesen Beitrag ! Der Deutschlandfunk , Qualitätsjournalismus aus der Zeit des kalten Kriegers. Einen sterbenden Staatsmann zu diffamieren ( zumal demokratisch legitimiert) , heißt, ein Staatsvolk zu diffamieren. Aber dies wird die Politik Deutschlands in der Zukunft sein. Steter Tropfen höhlt den Stein. Mit den Ministern Nahles und Gabriel stehen bewährte Antizionisten bereit. Es ist schon verwunderlich , daß der einseitige Abzug der Israelis aus Gaza , *das Friedensangebot* an die PLO überhaupt, so wenig honoriert wurde, von der deutschen Presse.
    Zumal darauf der Putsch der Hamas erfolgte, die ihre Pfründe (Schmuggel) durch den Friedensprozeß verloren glaubte. So gesehen , kann diese Diffamierung Sharons (als sterbenden Helden Israels) nur die moralische Vernichtung dieses demokratischen Staates einläuten.
    Bezahlt durch eine „Wohnungsabgabe“ aller in Deutschland lebenden.Mahlzeit!!

  3. E.C. schreibt:

    Wie war das? Einen Staatsmann diffamieren heißt ein Staatsvolk diffamieren? Na prima, da haben wir ja jetzt allen Grund dazu, uns von der Israellobby diffamiert zu fühlen. Danke, Herr Kossatz.

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