The Great Nakba-Swindle Meets Munich

nakbainbeirutZe­re­mo­nie zur Vor­be­rei­tung des „Nakba“-​Ta­ges in Bei­rut (ge­fun­den in einem des Zio­nis­mus un­ver­däch­ti­gen Blog)

Der Be­griff „Nakba“ be­deu­tet auf ara­bisch Ka­ta­stro­phe und wurde von ra­di­ka­len pa­läs­ti­nen­si­schen Grup­pen in An­leh­nung an den he­bräi­schen Be­griff „Shoah“ – der eben­falls große Ka­ta­stro­phe be­deu­tet – in den letz­ten Jahr­zehn­ten zum po­li­ti­schen Kampf­be­griff ge­formt. Wäh­rend „Shoah“ die sys­te­ma­ti­sche Ver­nich­tung von sechs Mil­lio­nen Jü­din­nen und Juden meint, soll der Be­griff „Nakba“ dem eine ara­bi­sche Ka­ta­stro­phe ent­ge­gen­hal­ten: 700.​000 Ara­be­rin­nen und Ara­ber sind im Jahr 1948 aus Is­ra­el ge­flo­hen oder wur­den ver­trie­ben. Wäh­rend­des­sen sah sich Is­ra­el dem An­griff von fünf ara­bi­schen Staa­ten aus­ge­setzt. In etwa zur glei­chen Zeit flüch­te­te ein ähn­lich gro­ßes Kon­tin­gent jü­di­scher Ein­woh­ner aus ara­bi­schen Re­gio­nen nach Is­ra­el. Es war ein un­frei­wil­li­ger Be­völ­ke­rungs­aus­tausch in einem Kriegs­ge­biet, wie er welt­weit im letz­ten Jahr­hun­dert schon un­zäh­li­ge Male und in we­sent­lich grö­ße­rem Um­fang statt­ge­fun­den hat. In na­he­zu allen Fäl­len ver­ste­hen sich die Nach­kom­men heute nicht mehr als Flücht­lin­ge. Nicht so ei­ni­ge Pa­läs­ti­nen­ser.

Deut­sche Opfer, jü­di­sche Täter

Im Zuge der pa­läs­ti­nen­si­schen Stra­te­gie­än­de­rung nach der letz­ten In­ti­fa­da – we­ni­ger Spreng­stoff-​At­ten­ta­te, mehr in­ter­na­tio­na­le Öf­fent­lich­keits­ar­beit – wurde der Be­griff „Nakba“ immer wich­ti­ger im pro­pa­gan­dis­ti­schen Waf­fen­ar­se­nal Ra­mal­lahs. Ob­wohl man sich in Deutsch­land für Flücht­lin­ge lei­der wenig in­ter­es­siert, ge­lingt es der „Nakba“-​Pro­pa­gan­da ver­mehrt, Fuß zu fas­sen. Denn es sind zwei Flücht­lings­ge­schich­ten, die sich in Deutsch­land gut ver­kau­fen las­sen: Das Er­in­nern an die deut­schen Hei­mat­ver­trie­be­nen aus Ost­eu­ro­pa er­füllt die Funk­ti­on, die ehe­ma­li­gen deut­schen Täter als arme Opfer ost­eu­ro­päi­scher Ag­gres­si­on dar­zu­stel­len. Die ara­bi­schen Flücht­lin­ge von 1948 ma­chen die jü­di­schen Über­le­ben­den deut­scher Ag­gres­si­on als ver­meint­li­che Täter kennt­lich. Deut­sche Opfer, jü­di­sche Täter: Auf den Punkt brach­te das vor kur­zem die NPD-​Krom­bach mit ihrem Pla­kat: „Ges­tern Dres­den, heute Gaza!

Kein ge­rin­ge­rer als der „Evan­ge­li­sche Ent­wick­lungs­dienst“ fi­nan­zier­te die seit 2008 um­trie­bi­ge „Nakba“-​Aus­stel­lung mit, die bis­lang in circa 100 Städ­ten zu sehen war, aus­ge­hend von Ba­den-​Würt­tem­berg. Nach Pro­tes­ten jü­di­scher Ge­mein­den und Grup­pen der Deutsch-​Is­rae­li­schen Ge­sell­schaft wurde sie in Frank­furt am Main und Düs­sel­dorf ver­hin­dert. Am 15. De­zember soll die Aus­stel­lung nun nach Bay­ern kom­men. Die Montes­s­o­ri-​Fach­ober­schu­le Mün­chen hat sich dafür her­ge­ge­ben. In ihrem „Info-​Brief“ be­warb sie die Aus­stel­lung schon An­fang des Jah­res mit den schwüls­ti­gen Wor­ten, auch Jesus sei ein Flücht­ling ge­we­sen.

Of­fe­ne Brie­fe von AmE­chad und Grü­nen sor­gen für Wir­bel

Diese Woche sind von der Grü­nen Ju­gend Mün­chen und dem Ver­ein AmE­chad zwei of­fe­ne Brief an die Schul­lei­tung er­schie­nen. Die Aus­stel­lung des „Ver­eins Flücht­lings­kin­der im Li­ba­non“ sei keine ob­jek­ti­ve Be­trach­tung des „hoch­kom­ple­xen Kon­flikts zwi­schen Ara­bern und Juden im Nahen Osten“, zi­tiert das Por­tal Is­rael­netz aus dem Brief von AmE­chad. Deren Spre­cher, Micha­el Lang, fand deut­li­che­re Worte: „Die Schul­lei­tung will die Ju­gend­li­chen der Montes­s­o­ri-​Schu­le einer wo­chen­lan­gen, bild­ge­wal­ti­gen Pro­pa­gan­da-​Show aus­set­zen. Das kön­nen wir nicht hin­neh­men. Is­rael­hass ist immer falsch und hat ins­be­son­de­re an Schu­len nichts zu su­chen.“

In ihrem of­fe­nen Brief rief die Grü­nen Ju­gend Mün­chen die Schu­le auf, „diese ten­den­ziö­se und an­ti­zio­nis­ti­sche Aus­stel­lung“ ab­sa­gen. „Bie­ten sie Ge­schichts­re­vi­sio­nis­mus keine Bühne!“ Der Vor­stand der Grü­nen Ju­gend be­grün­de­te das damit: „Die Grün­dung Is­raels war keine ‚Ka­ta­stro­phe‘, son­dern nach der Ver­nich­tung der eu­ro­päi­schen Jü­din­nen und Juden im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus zwin­gend not­wen­dig, um einen si­che­ren Schutz­raum für die Opfer von An­ti­se­mi­tis­mus zu schaf­fen.“ Die Ja­nusz-​Kor­cz­ak-​Aka­de­mie mit Sitz in Mün­chen äu­ßer­te ge­gen­über der Münch­ner Abends­zei­tung, es sei „völ­lig un­ver­ständ­lich“, wie eine Schu­le, die das freie Den­ken und den of­fe­nen Dia­log zum Ziel habe, sich eine solch ein­sei­tig und pro­pa­gan­dis­ti­sche Aus­stel­lung ins Haus holen“ könne.

Süd­deut­sche er­klärt Kri­tik für be­en­det

Wäh­rend die Münch­ner Abend­zei­tung neu­tral über die Stel­lung­nah­men be­rich­te­te, ver­such­te sich die Süd­deut­sche Zei­tung er­war­tungs­ge­mäß darin, den päd­ago­gi­schen Aus­fall der Schu­le her­un­ter­zu­spie­len. Um die klei­ne „Pa­läs­ti­nen­ser-​Schau“ sei eine „gro­ßer Wir­bel“ ent­stan­den, aber die Schul­lei­tung wolle „nach der Auf­re­gung zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen prä­sen­tie­ren“, be­schwich­tig­te das Blatt. Ob­wohl zu die­sem Zeit­punkt kei­nes­falls klar war, ob die „Auf­re­gung“ schon ihr Ende ge­fun­den hatte. Dem Ver­neh­men nach er­hält die Schu­le ak­tu­ell zahl­rei­che Pro­test­brie­fe.

Weiterlesen bei Schlamassel Muc…

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2 Antworten zu The Great Nakba-Swindle Meets Munich

  1. gogo schreibt:

    So „hoch­kom­ple­x“ ist der Kon­flikt nicht.
    Israel gehört den Israelis und die Anderen wollen keinen Frieden, deshalb gibt es keine Regelungen! Die zugewanderten Ägypter, Iraker, Sudanesen, Jemeniten und aus noch 10 weiteren Wüsten leben jetzt im Libanon, Syrien, Ägypten und 2 weiteren Wüsten und werden von ihren Glauben- und „Stammesbrüdern“ drangsaliert, arm gehalten, bilden stets die Verfügungsmasse für Korrupte, Diktatoren, Menschenhasser und europäische Judenhasser – das kann Israel alleine nicht ändern.

  2. E.C. schreibt:

    Richtig „gogo“ , Israel gehört den Israelis ( oder doch nur den jüdischen Israelis?), und Deutschland gehört den Deutschen: „Türken ‚raus! Türken ‚raus!!“ – ach ja, und die Juden bitte gleich mit: Aliyah!! Koffer gibt’s bei Karstadt

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