With Friends like these …

Vor einem Jahr konnte man in der Tageszeitung Haaretz beinahe euphorische Zeilen lesen: “Israel is finally listening to the Bedouins’ grievances in hopes of convincing them to settle down”. Mehrere Milliarden Shekel werde der Staat Israel im Rahmen eines Wohlfahrtsprogramms in die Entwicklung neuer Städte investieren, in Infrastruktur, in, gewiß nicht zuletzt, Menschen.

“The government intends to invest another NIS 7 billion in transferring Negev lands to the Bedouin and building their new communities. All told, the government is looking at an investment of nearly NIS 9.5 billion over five years.”

Daß der Erfolg der Pläne der Regierung in Jerusalem auch ein Umdenken auf der Seite der Beduinen voraussetzt, schien der Zeitung damals noch selbstverständlich. “The Bedouin, who see themselves as nomads”, schrieb sie, “live more or less where they see fit”. Diese “Freiheit” hat(te) ihren Preis: einen Lebensstandard, der in der Tat verbessert gehört.

Nicht überall, wo ein Zelt oder eine Hütte schnell errichtet sind, ist eben die Infrastruktur vorhanden, die notwendig ist, ein einigermaßen angenehmes Leben führen zu können. Einen Anspruch auf Steckdosen an jedem beliebigen Ort kann kein Staat erfüllen, weitere Infrastruktur kann und wird er nur bieten, wo Menschen sich dauerhaft niederlassen.

Mit ihrem Infrastrukturprogramm will die israelische Regierung, wie Haaretz 2012 noch anerkannte, “endlich” Beduinen die Möglichkeit eröffnen, am Lebensstandard einer modernen Industriegesellschaft teilzuhaben und Benachteiligungen zu überwinden. Doch was damals so begrüßenswert erschien, ist heute, 12 Monate später, offenbar nur noch Zumutung.

“Menschenrechtsaktivisten” in Israel, der ganzen Welt und vielleicht sogar in Nordkorea sind sich einig, daß für Beduinen eine Lebensweise gut und erhaltenswert ist, die Zustände, die sie gestern noch als “Diskriminierung” tadelten, zementiert. Städte sind plötzlich unzumutbar, wo gestern noch die fehlende Steckdose Zeichen für “Apartheid” war.

Wer sich den Chancen – möglicherweise sind es auch Zwänge – moderner Gesellschaften verweigern will, sollte das durchaus tun können. Nur besteht dann eben kein Anspruch auf deren Vorteile. Linienbusse verkehren nicht in wilden Ansiedlungen, die übermorgen vielleicht schon wieder aufgegeben werden, Haltestellen wechseln nicht täglich.

Doch von Israel wird offenbar genau das erwartet: Es soll Beduinen das Leben ihrer Traditionen ermöglichen und sie gleichzeitig in seine Gesellschaft integrieren, was – leider – unmöglich ist. Wer heute da und morgen vielleicht dort seine Zelte aufschlagen will, kann nicht erwarten, daß dort wie da bereits der Staat für die jeweils passende Infrastruktur gesorgt hat.

“Menschenrechtsaktivisten”, die gestern noch Beduinen geborene Gangster schimpften, zu deren Wesen Schmuggel, Menschenraub und Vergewaltigung gehörten, haben mit ihrem Engagement “für” Beduinen nichts weniger im Sinn als deren Wohlergehen. Nicht eben selten gewalttätig leben sie vielmehr auf deren Kosten ihren Haß auf Israel aus.

tw24

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Eine Antwort zu With Friends like these …

  1. gogo schreibt:

    Es ist ja stark anzunehmen, daß diese Beduinen ärztliche Hilfe, Medizin, Nahrungsmittel, überhaupt die Möglichkeit der Nahrungsmittelbeschaffung vom israelischen Staat nutzen! Wie sollten sie diese den sonst so stark vermehrt haben? Diese Beduinen sollen „nur“ 2% des Landes besitzen, es reichte mehr als armselig früher. Wie sollen sie sich den vermehrt haben, wenn sie nicht auf den Staat zurückgegriffen haben und jetzt ist das auf einmal an sich (vom israelischen Staat) „böse“??? Die Bedus und Israelhasser suchen es sich ständig neu aus: was früher genommen wird heute als aufgezwungen dargestellt, was gestern gesagt, heute auf ein Neues gelogen.

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