Verräter

Beim Staatsfunk, wo man an derlei Agitprop vielleicht sogar glaubt, hat die Schönfärberei bereits begonnen. Was am Donnerstag in Genf begonnen habe, nachrichtet es aus Köln, habe zum Ziel gehabt, “den Iran zum Stopp seines Atomprogramms zu bewegen”. Ferner von der Realität könnten diese Worte kaum sein.

“The US folded during negotiations in Geneva with Iran”, berichtete schon am Vorabend die Jerusalem Post; sogar beim “deutschen Nachrichtenmagazin konnte man lesen, was das bedeutete: “Die Verhandlungen über Irans Atomprogramm sind ins Stocken geraten – offenbar, weil sich die westlichen Staaten uneinig sind.”

Frankreich, ausgerechnet Frankreich, habe “bei den Verhandlungen eine besonders harte Haltung” vertreten, wie westliche Diplomaten geklagt hätten, Diplomaten also, die die USA, Großbritannien und Deutschland vertreten. Was sie dem Regime in Teheran zu bieten hatten, bieten wollten, spricht für sich – und vor allem gegen sie:

“Fabius verwies auf ungeklärte Fragen beim Umgang mit dem im Bau befindlichen Schwerwasserreaktor in Arak südöstlich von Teheran. [..] Auch die iranischen Bestände von auf 20 Prozent angereichertem Uran bereiten den Franzosen Sorgen. Fabius warnte vor ‘betrügerischen Spielen’ und mahnte, dass auch ‘die Sicherheitssorgen Israels’ berücksichtigt werden müssten.”

Die Reaktion der erwähnten “westlichen Diplomaten”?

“Bei einigen westlichen Diplomaten stieß Fabius damit auf harsche Kritik. Er versuche sich nach den monatelangen intensiven Verhandlungen zwischen der EU, den USA und Iran nachträglich zu profilieren, hieß es.”

Während Laurent Fabius also offenbar tatsächlich versuchen wollte, “den Iran zum Stopp seines Atomprogramms zu bewegen”, drängten die Repräsentanten der anderen westlichen Staaten darauf, nur schnell etwas zu vereinbaren, das der Islamischen Republik in der Tat eine bestenfalls gebremste Fortsetzung seines Rüstungsprogramms ermöglicht hätte.

So sollte dem Regime in Teheran die weitere Anreicherung von Uran auf 3,5 Prozent erlaubt werden, während für die Zahl der hierfür genutzten Zentrifugen kein Maximum genannt wurde. Zugleich hätten die Arbeiten am Schwerwasserreaktor Arak fortgesetzt werden können, der, einmal in Betrieb, waffenfähiges Plutonium liefern kann.

Und um der Klerikal-Tyrannei all dies noch schmackhafter zu machen, wollten die “westlichen Staaten” – Frankreich ausgenommen – noch beschlagnahmtes Vermögen in Höhe von 3 Milliarden Dollar freigeben und Sanktionen im Bereich des Öl- und Goldhandels lockern; ebenfalls sollte Teheran wieder Ersatzteile für Flugzeuge im Westen erwerben können.

Berechtigt reagierte die Regierung in Jerusalem entsetzt auf das Verhalten seiner angeblichen Verbündeten. Hatte John Kerry Benjamin Netanjahu über ein Verhandlungsangebot informiert, mußte Jerusalem am Wochenende erfahren, “that the deal on the table is far worse than the one presented to it on Wednesday”.

Es ist bezeichnend, daß der französische Außenminister Laurent Fabius mit seinem Einwand, auch “‘die Sicherheitssorgen Israels’ [müssten] berücksichtigt werden”, sich den Zorn seiner Kollegen, unter ihnen der deutsche Außenministerdarsteller Guido Westerwelle, zuzog. Sie wollten und wollen Israel verraten, es den Mullahs schenken, das wurde an diesem Wochenende deutlich.

tw24

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