Vor Freilassung von Häftlingen: Palästinensische Rakete abgefangen

Palästinenser im Gazastreifen haben am Montagmorgen zwei Raketen auf Israel abgefeuert. Die Luftwaffe reagierte. Zuvor hatte die israelische Regierung die Namen der 26 palästinensischen Häftlinge bekanntgegeben, die am Dienstag freikommen sollen.

Eine Rakete war gegen die Küstenstadt Aschkelon gerichtet und wurde vom Abwehrsystem „Eisenkuppel“ abgefangen. Die zweite landete auf offenem Feld, ohne Schaden anzurichten. Bereits am Sonntag waren zwei palästinensische Granaten auf Israel abgeschossen worden. Es waren die ersten Angriffe aus dem Gazastreifen seit Anfang Oktober, wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet. Mitte August hatte die „Eisenkuppel“ zuletzt ein Geschoss abgefangen, das vom Sinai aus nach Eilat abgefeuert worden war (Israelnetz berichtete).

Die israelische Luftwaffe bombardierte als Reaktion Raketenwerferbasen im Gazastreifen. Nach palästinensischen Angaben wurde eine Stellung getroffen, die zum bewaffneten Arm der Hamas gehöre. Es habe keine Verletzten gegeben, hieß es laut der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“.

Mehrfachmörder auf der Liste

Am Sonntagabend hatte das israelische Kabinett die Liste der 26 freizulassenden Palästinenser bewilligt. Alle sitzen wegen Mordes oder versuchten Mordes im Gefängnis. „Die Verbrechen haben sie vor den Oslo-Abkommen begangen. Sie haben 19 bis 28 Jahre Haftstrafen verbüßt. 22 von ihnen sind aus Judäa und Samaria und fünf aus dem Gazastreifen“, ließ das Büro des israelischen Premierministers verlauten. Im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Palästinensern hatte Israel beschlossen, in vier Schritten insgesamt 104 Häftlinge freizulassen. Die 26 Gefangenen gehören zur zweite Phase.

Zu den Palästinensern, die am Dienstag freikommen sollen, gehört laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ auch Damuni Sa‘ad Mohammed Ahmed. Er war 1990 am Lynchmord am israelischen Reservisten Amnon Pomerantz im Gazastreifen beteiligt.

Auch Massud Issa Radschib Amer von der marxistischen „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ (PFLP) findet sich auf der Liste. 1993 ermordete er den Anwalt Ian Feinberg auf brutale Weise. Der Israeli hatte in Gaza Beziehungen zur örtlichen palästinensischen Gemeinschaft gesponnen, weil er wirtschaftliche Projekte fördern wollte. Amer wurde zudem verurteilt, weil er drei mutmaßliche palästinensische Kollaborateure getötet hat.

Abu-Dahila Hassan Atik Scharif von der Fatah wird vorgeworfen, 1991 seinen israelischen Arbeitgeber Avi Oscher 1991 ums Leben gebracht zu haben. Deshalb wurde ihm seinerzeit eine lebenslange Haftstrafe auferlegt. Nun soll er vorzeitig entlassen werden.

Die Gefängnisstrafe gegen Sabbag Ahmed Mahmud Mahmed von der Fatah wurde wegen dreifachen Mordes verhängt. Er hatte 1990 drei Palästinenser gefoltert und getötet, die im Verdacht standen, mit Israel zusammengearbeitet zu haben.

INN

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