“Israelkongress 2013″: Seltsame Partnerschaften I

In gut vier Wochen, am 10. November, findet in der deutschen Hauptstadt der Israelkongress 2013 statt. Während an den Vortagen im Jüdischen Museum sich Antisemitismusverharmloser wie Protestforscher Peter Ullrich und Israelgegner wie Brian Klug gegenseitig bestätigen werden, daß es Antisemitismus in Europa doch praktisch gar nicht gibt, sollen im Berliner Congress Center “die guten bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel” gefeiert und ausgebaut werden.

Darf man von einer Veranstaltung, an deren Organisation das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) beteiligt ist, nichts anderes erwarten als eine verzerrte Wahrnehmung der traurigen Realität, trägt leider auch der Israelkongress 2013 durch die Wahl mancher seiner Partner dazu bei, diese unangemessen zu beschönigen: Was beispielsweise hat die Heinrich-Böll-Stiftung als “Partner” im “Political Lab” auf einer solchen Veranstaltung zu suchen?

Am 6. Dezember will die Stadt Bremen gemeinsam mit der dortigen Filiale der Heinrich-Böll-Stiftung ihren Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken an Timothy Snyder verleihen, ein Vorhaben, mit dem ein Wissenschaftler geehrt wird, “der die lokale Kollaboration mit den Nazis in Osteuropa herunterspielt”, wie Efraim Zuroff, Leiter des Simon Wiesenthal Centers in Jerusalem, erklärt. Den Inhalt des Buchs, für das Timothy Snyder geehrt wird, faßte Jürgen Zarusky treffend so zusammen:

“Aus dieser perspektivischen Verzerrung, die durch einige weitere Züge der Darstellung noch verstärkt wird, ergibt sich ein historisches Narrativ, in dem die totalitären Regime Hitlers und Stalins sich stärker gleichen, als das im Lichte der aktuellen NS- und Stalinismusforschung vertretbar ist.”

Doch nicht nur in Deutschland ist die Heinrich-Böll-Stiftung aktiv. In Ramallah unterhält sie ein Büro, das zu seinen Partnern ganz ausdrücklich das “palästinensische” Ma’an Development Center zählt. Das gab bereits vor vier Jahren eine Broschüre mit dem schönen Titel “Boycott, Divestment and Sanctions. Lessons learned in effective Solidarity” heraus, in der das für Gewalt- und Morddrohungen berüchtigte BDS Movement lobend dargestellt wird.

Geleitet wird die Vertretung der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah durch René Wildangel. Der hat sich diesen Posten verdient, indem er sich als Verteidiger des “palästinensischen” Nationalhelden Hajj Muhammad Amin Al-Husseini betätigte, dem böswillige Forscher vorhalten, er habe “eindeutig [..] zum Völkermord” aufgerufen und hätte es daher verdient gehabt, “wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt” zu werden.

Muß sich der Israelkongress 2013 tatsächlich dafür hergeben, einer Heinrich-Böll-Stiftung Platz einzuräumen, sich als ein “Partner” darzustellen, der sie nicht ist, der sie gar nicht sein will, wie ihre Aktivitäten in Deutschland wie in “Palästina” belegen?

tw24

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus Antizionismus, Öko Bio, Deutschland Nazis, Dhimmi Medien Schweinepresse, Ehrenmorde Islam Muslime, Iran Islamismus Terrorismus Islamo-Faschismus, Israel, Wissenschaft Forschung abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu “Israelkongress 2013″: Seltsame Partnerschaften I

  1. gogo schreibt:

    Antisemitismus & Die Grünen aka Heinrich-Böll-Stiftung … es findet zusammen, was zusammen gehört …
    http://europenews.dk/de/node/69681

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.