Störfaktor Netanjahu

Zum Glück hegt man beim deutschen Staatsfunk überhaupt keine Vorurteile. “Im Atomstreit mit dem Iran”, teilen die “Nachrichten” aus Köln mit, “hält US-Außenminister Kerry eine rasche Lösung für möglich.”

Nun ist es John Kerry in der Tat gelungen, einen Teil der “Palästinenser” und die Regierung in Jerusalem zu direkten Gesprächen miteinander zu bewegen, die zuvor von der Kleptotyrannei in Ramallah verweigert wurden.

Doch wie immer diese Gespräche auch ausgehen mögen – eine Lösung, die diese Bezeichnung verdient, ist von ihnen so lange nicht zu erwarten, wie wichtige Themen, dazu gehört etwa das Hamas-Regime in Gaza, schlicht ausgeklammert bleiben.

Mit der Aufwertung des jüngsten Aushängeschilds der Teheraner Mullah-Tyrannei zu einem Gesprächspartner hat Washington sich nun möglicherweise auch tief genug verbeugt, die fehlbesetzte Europäerin Catherine Ashton noch in den Schatten zu stellen.

Doch dieser zweifelhafte Fortschritt ist kein Grund, den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu als auch noch alleinigen Spielverderber darzustellen. Die “Nachrichten” des Staatsfunks tun es dennoch, wenn sie tadelnd formulieren:

“Netanjahu steht der vom Iran jüngst geäußerten Dialogbereitschaft misstrauisch gegenüber.”

Ein Ansager des Kölner Senders wurde in einer anderen Sendung noch deutlicher:

“Kein Zweifel, es deutet sich ein Tauwetter an zwischen Washington und Teheran. US-Außenminister John Kerry hat gestern abend gesagt, ein  Kompromiß im Atomstreit mit dem Iran könne sehr schnell gefunden werden. Nur einer [!] will [!] davon nichts wissen: Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu.”

Benjamin Netanjahu ist nicht allein, wenn er sich auf wiederholte Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen berufen kann – und spätestens seit “Syrien”, einem Problem, in das Teheran ebenfalls verwickelt ist, ist bekannt, wie schwer dort Einigkeit zu erzielen ist:

“Iran has not taken the steps required of it by the IAEA Board of Governors, reiterated by the Council in its statement of 29 March and which are essential to build confidence [..].”

.

Dieses bereits 2006 geäußerte Mißtrauen der “Weltgemeinschaft” findet seinen Ausdruck in Sanktionen, die gerade in Deutschropa beschämenderweise zwar gern hintertrieben werden, gleichwohl aber bis heute gelten.

Und Teheran hat – bisher – nichts unternommen, dieser Sanktionen Ursachen abzustellen. Mit Hassan Rohani hat die klerikale Diktatur sich allerdings ein freundliches Gesicht gegeben, mit dem sie Kölner Herzen offenbar im Sturm erobern konnte.

Doch gerade weil das so ist, ist es gut, daß es Benjamin Netanjahu gibt. Er ist, wie Aaron David Miller richtig schreibt, “a leader who is suspicious of Iran’s opening, but who’s also open to a deal, to probing whether what Iran is selling is real, marketable, and profitable for both sides”.

Aber das werden die in die Mullah-Despotie verliebten Deutschlandfunker vermutlich nie begreifen.

tw24

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