Wertegemeinschaft

Es ist faszinierend, daß und wie es dem Regime der Islamischen Republik in diesen Tagen gelingt, den Westen vorzuführen. Und es ist peinlich, daß dieser Westen sich nicht nur vorführen läßt, sondern offenbar vorgeführt und betrogen werden will.

In New York buhlen unter dem Dach der Generalversammlung der Vereinten Nationen Demokraten um die Gunst von Tyrannen – und nicht etwa umgekehrt: ein Treffen mit US-Präsident Barack Hussein Obama lehnte Hassan Rohani ab, nicht das Weiße Haus.

Dafür allerdings ließ der iranische Präsident sich herab, Guido Westerwelle zu empfangen, den deutschen Außenministerdarsteller, der sich diesen schönen Händedruck vor Beginn der Suche nach einer Anschlußverwendung gewiß redlich verdient hat.

Der jüngste Witz aus Teheran, den der Deutsche unter dem Beifall anderer Appeasenicks prompt zu einem “Fenster der Gelegenheiten” hochstapelte, sieht nun vor, Mitte Oktober neue “Verhandlungen” über das iranische Atomprogramm zu beginnen.

“Dann soll es”, wird berichtet, “in die Details geben”. Was das genau heißen soll, ist ungewiß, im Tagesspiegel wird immerhin angedeutet, “einige Formalien [müssen] geklärt werden – zum Beispiel, auf welcher Ebene künftig miteinander verhandelt wird”.

Es soll also nicht um Details der iranischen Urananreicherung gehen, sondern zunächst um – Organisatorisches. Wie das beim letzten Mal ausging, als sich ein “Fenster der Gelegenheiten” öffnete, faßte vor ziemlich genau einem Jahr die IAEA zusammen:

“Yukiya Amano, director general of the International Atomic Energy Agency, also said it was ‘frustrating’ that the IAEA and Iran had made no concrete progress in talks that began in January aimed at allaying concern about suspected atom bomb research.”

Ein Jahr und eine “Wahl” in der Islamischen Republik später hat sich die Einschätzung der IAEA nicht geändert: “It remains essential and urgent for Iran to engage with us on the substance of our concerns”. Doch zuvor müssen “Formalien geklärt werden”.

In dieser Woche begann das neue Studienjahr an iranischen Universitäten. Davon, was der Hoffnungsträger aus diesem Anlaß anders machte als seine Vorgänger, berichten die “Menschenrechtsaktivisten” von Amnesty:

“Many students are still blocked from their studies because of their peaceful human rights or political activism, or on account of their Baha’i faith. Dozens more languish in prison, where they endure harsh interrogations, torture and other ill-treatment, as well as dire prison conditions. Their convictions typically come after unfair trials.”

Barack Hussein Obama blieb es erspart, die Hand Hassan Rohanis zu schütteln, an der Blut klebt. Das ist, was ihn blamiert, nicht sein Verdienst. Der deutsche Außenministerdarsteller dagegen wertete die freundlich lächelnde Tyrannei auf, indem er deren blutige Hand ergriff.

Beiden, dem US-Präsidenten und Guido Westerwelle, ist gemein, daß sie sich zu Fürsprechern Hassan Rohanis und eines Regimes machen, dessen wahres Antlitz sie kennen könnten. Für ein Lächeln verraten sie, was sie “Werte” nennen, und Israel.

tw24

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