“Leichtgewicht”

Zum jüdischen Neujahrsfest erfüllt SPIEGEL online vielen Lesern Wünsche. Unter einen Artikel eines ehemaligen israelischen Diplomaten dürfen sie Sätze schreiben, die durchaus exemplarisch so gehen:

“Der Wolf im Schafspelz ist nicht an Frieden interessiert. Israelis pflegen gerne ihre Opferrolle um dadurch an internationale Geldmittel zu kommen.”

Wofür andere deutsche Medien sich – hinterher immer mißverstandene – “Karikaturisten” halten, das läßt die Website zum “deutschen Nachrichtenmagazin” einen Israeli aufschreiben, der als Ausnahme wohl die Regel bestätigen soll.

“Druck untermauert Verhandlungen. Druck ist nämlich eine notwendige Voraussetzung für jeglichen Fortschritt, insbesondere, wenn das israelische Friedenslager in tiefen Schlaf gefallen oder verstummt ist.”

Alon Liel, der von 1992 bis 1994 Botschafter Israels in Südafrika war, sorgt sich um die Verhandlungsposition der “Palästinenser” in den vor wenigen Wochen nach amerikanischer Vermittlung aufgenommenen “Friedensgesprächen”.

Nicht die in Ramallah als Vorbedingung formulierte Forderung nach einer Freilassung von mehr als 100 Terroristen aus israelischer Haft empfindet Alon Liel dabei als Zumutung, sondern “Israels Position, die einem Machtmonopol nahekommt”.

“Bei ihren Gesprächen über den Nahost-Friedensprozess in den kommenden Tagen sollten die EU-Außenminister und John Kerry erkennen, dass die bisherigen Friedensbemühungen gescheitert sind, weil von zwei gleichstarken Parteien ausgegangen wurde.”

Um die angeblich schwächeren “Palästinenser” zu stützen, fordert Alon Liel zweierlei: “Die internationale Gemeinschaft muss [..] am Verhandlungstisch Platz nehmen”, und zwar auf der “palästinensischen” Seite.

Und zugleich sollte, so der Friedenstauberich, diese Positionierung durch eine verstärkte “proaktive Politik” unterstützt werden, zu der Alon Liel ganz ausdrücklich europäische Bemühungen zählt, Juden in den umstrittenen Gebieten zu boykottieren.

Diese Forderung ist – folgerichtig. Alon Liel nämlich ist ein bekennender Anhänger jener weltweiten Bewegung, deren südafrikanischer Arm an dem Ruf “Shoot the Jew!” nichts auszusetzen weiß, und kauft selbst nicht vom “okkupierenden” Juden.

“I [..] do my best not to buy Israeli products from the occupied territories”

Lustigerweise finden es immer mehr “Palästinenser” erstrebenswert für genau diese Juden zu arbeiten: Waren im ersten Quartal 2013 16.000 “Palästinenser” in “Siedlungen” beschäftigt, wuchs ihre Zahl im zweiten Quartal auf 20.000.

Alon Liel kauft freilich nicht nur korrekt, er unterstützt auch den “kulturellen” Boykott Israels, für den etwa die Schriftstellerin Alice Walker steht. Die BDS-“Aktivistin” verweigert nicht nur eine Übersetzung ihrer Werke ins Hebräische.

Sie behauptete auch, “Israel is the greatest terrorist in that part of the world”, während mit Bashar al-Assad sich ein Despot gerade anschickte, ein Land in Schutt und Asche zu bomben und dessen Bevölkerung zu ermorden oder in die Flucht zu treiben.

“He didn’t leave any real legacy behind, and so his opinion should be seen for what it’s worth”, sagen ehemalige Kollegen über Alon Liel. Eigentlich schade, daß SPIEGEL online nicht mehr aufbieten will für seine engagierten Leser als solch ein “Leichtgewicht”.

tw24

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Eine Antwort zu “Leichtgewicht”

  1. Caruso schreibt:

    Gott soll Israel vor solchen Juden behüten!
    lg
    caruso

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