Chris Gunness: Wie glaubwürdig ist der UNRWA-Sprecher?

Ein “palästinensischer” Mob versuchte am frühen Montag in Kalandiya, die Festnahme eines gesuchten Terroristen durch israelische Sicherheitskräfte zu verhindern. Mehrere hundert, möglicherweise über tausend “Palästinenser” griffen mit Brandsätzen und Steinwürfen die Grenzpolizisten an, die darauf Unterstützung durch die israelischen Streitkräfte anforderten.

Bei ihrem Einsatz mußten die israelischen Soldaten von ihrern Waffen Gebrauch machen, ihr und das Leben ihrer Kameraden zu verteidigen. Drei “palästinensische” Sympathisanten des festgenommenen Terroristen wurden dabei tödlich getroffen, unter ihnen ein Mitarbeiter der UNRWA, um den Chris Gunness, der Sprecher der UN-Agentur, nun besonders laut weint.

“UNRWA deeply regrets to confirm that one of its staff members, a 34-year-old father of four, was shot dead by Israeli forces and killed instantly in an operation in Kalandia refugee camp in the occupied West Bank at approximately seven o’clock this morning.”

Nach Angaben der “palästinensischen” Maan News begannen die Auseinandersetzungen zwischen Mob und Sicherheitskräften bereits gegen 5 Uhr, “the incident took place during nighttime”, bestätigen die IDF. Nach “credible reports”, die Chris Gunness zitiert, war der getötete UNRWA-Mitarbeiter “on his way to work” und “not engaged in any violent activity.”

Während die israelischen Streitkräfte das Geschehen noch untersuchen, weist das israelische Außenministerium die Erklärung der UNRWA scharf zurück:

“Quite aside from the fact that UNRWA did not even bother to approach any official Israeli sources for comment, its statement was rushed to the press while the violent riots were still raging on in Kalandiya [..]. Hence, it begs the question of how it was possible for the agency to collect forensic evidence, cross reference personal eyewitness reports and reach peremptory conclusions – all of that in the space of just a few hours.”

In der Tat sind Zweifel an der Darstellung Chris Gunness’ mehr als angebracht. Der UNRWA-Sprecher hat bereits bei mehreren Gelegenheiten ein eher gestörtes Verhältnis zur Wahrheit demonstriert. Und hier nun stellt sich zunächst die Frage, ob denn ein UNRWA-Mitarbeiter schon zwischen 5 und 7 Uhr am Morgen auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz sein muß.

Und wenn das so sein sollte: Kann ein UNRWA-Mitarbeiter gewalttätigen Auseinandersetzungen, an denen er den “credible reports” Chris Gunness’ zufolge kein Interesse hatte, nicht aus dem Weg gehen? Wie kommt es also dazu, daß sich ein friedliebender UNRWA-Mitarbeiter und Familienvater unter einen gewalttätigen Mob mischt und im Tumult auch noch erschossen wird?

Ist es nicht wahrscheinlicher, daß der 34jährige Rubin Zayed genau dort war, wo er sein wollte, tat, was er tun wollte, und dabei bewußt genau jenes Schicksal riskierte, das ihn denn auch ereilte? Ist es tatsächlich unwahrscheinlich, daß Chris Gunness’ Organisation “Palästinenser” beschäftigt, die eben nicht “not engaged in any violent activity” sind?

“By day, Awad al-Qiq was a respected science teacher and headmaster at a United Nations school in the Gaza Strip. By night, Palestinian militants say, he built rockets for Islamic Jihad.”

Chris Gunness’ “credible reports” sind bis zum Beweis des Gegenteils so glaubwürdig wie der UNRWA-Sprecher selbst. Nämlich ziemlich genau – gar nicht. Die im Verlauf des Montags mehrfach vom Regime in Ramallah und dessen deutschen Lautsprechern abgesagte Gesprächsrunde mit Vertretern Israels fand übrigens statt.

tw24

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