Sommer in Kairo

“I call on the security forces to exercise utmost restraint and on the interim government to end the state of emergency as soon as possible, to allow the resumption of normal life.”

Catherine Ashton, “Außenbeauftragte”, 15. August 2013

Seit der Entmachtung des (damaligen) ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi, der dem Land gegen den erklärten Willen weiter Teile der Bevölkerung eine klerikale Despotie aufzwingen wollte, haben dessen Nachfolger unüberseh- und -hörbare Signale ausgesendet, die Ikhwan am weiteren politischen Prozeß zu beteiligen.

“Einige Kabinettsposten”, meldete die tagesschau vor gut einem Monat, “würden der Muslimbrüderpartei für Freiheit und Gerechtigkeit angeboten”. Die lehnte jedoch ab und rief ersatzweise zu “Märschen der Millionen” auf, die zu kläglichen Demonstrationen mit allenfalls vier- oder niedrigen fünfstelligen Teilnehmerzahlen gerieten.

Um die Stimmung dennoch aufzuheizen, produzierten die Ikhwan “Märtyrer”: “[S]ome of the pro-Morsi protesters reportedly killed by the Egyptian military”, schrieb Raymond Ibrahim kürzlich unter Verweis auf Videoanalysen, “were actually killed by fellow pro-Morsi protesters.” Und auch ihre Kinder wissen die Islamisten einzusetzen:

“More shocking was footage that has emerged of Egyptian children being dressed in white ‘death shrouds’ in preparation for their ‘martyrdom’ by pro-Mursi families in a large demonstration at Raba’a Al Adawiya last week. [..]

‘We are willing to offer more martyrs to our cause. We will not hesitate to sacrifice our children as martyrs in order to restore Egypt’s Mohammad Mursi,’ said a female Brotherhood leader [..].”

Dagegen wirken andere Anhänger des zwischenzeitlich zu enger Verbindungen zur “palästinensischen” Terroristenbande Hamas beschuldigten Ex-Präsidenten beinahe harmlos: Vor laufenden Kameras übten sie für möglichst dramatische Photos und Videos – ein Fanatismus an dem schließlich auch “Diplomaten” von A wie Catherine Ashton bis W wie Guido Westerwelle scheiterten.

Nachdem die Ikhwan mehrere Ultimaten ungenutzt verstreichen ließen sowie die ihnen angebotenen Partizipationsmöglichkeiten ausschlugen, räumten gestern ägyptische Sicherheitskräfte deren “Protestcamps” in Kairo und gingen in offenbar massiven Einsätzen gegen bewaffnete Islamistengangs im gesamten Land vor.

Für die derzeit gemeldeten 464 Toten und den Ausnahmezustand, der über das Land verhängt wurde, sind in erster Linie nicht die verantwortlich, gegen die sich nun etwa Catherine Ashton für die EU richtet. Die Islamisten wollten die Konfrontation um jeden Preis, das haben sie in den vergangenen Tagen deutlich gemacht – und sie haben sie schließlich bekommen.

Wer jetzt die ägyptische Übergangsregierung tadelt oder ägyptische Botschafter einbestellt, geht der menschenverachtenden Taktik der Muslimbrüder sehenden Auges auf den Leim. Sie sind es, die Ägypten in in einen Bürgerkrieg stürzen wollen, den sie zu gewinnen hoffen. Wer sich an ihre Seite stellt, stellt sich gegen Ägypten.

tw24

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