Was macht eigentlich … die UNIFIL?

Erstaunliches war am vergangenen Freitag in der International Herald Tribune unter der Überschrift “U.N. orders Congo rebels to disarm or face assault” zu lesen:

“In an uncharacteristically stern warning on Tuesday, the United Nations ordered individuals near the eastern city of Goma to turn in their weapons or be deemed ‘an imminent threat to civilians.’

If they have not disarmed within 48 hours, the warning said, they will face the use of force by a new brigade of troops given responsibility for ending the violence in the region [..].”

Die Vereinten Nationen mühen sich vielerorts, Frieden durch die Abrüstung Bewaffneter zu stiften, seit 1978 und erst recht 2006 beispielsweise im Libanon.

Dort sind UNIFIL-Blauhelme mit dem Auftrag stationiert, eine Entwaffnung der Hisbollah zu organisieren, die am 12. Juli 2006 Israel angegriffen und damit einen Krieg ausgelöst hatte.

Sieben Jahre nach Verabschiedung der Resolution 1701 kämpft die Hisbollah in Syrien an der Seite des Regimes Bashar al-Assads und hortet mehr Waffen als je zuvor.

Und Hassan Nasrallah, Anführer der Hisbollah, die nach Ansicht des UN-Sicherheitsrats aus exakt einem Flügel besteht, bekräftigte erst am Freitag das Ziel seiner Bande:

“Nasrallah called for the end of Israel, saying its elimination ‘is in the interest not only of the Palestinians but the entire Arab and Muslim world’.”

Doch veröffentlichen die United Nations Interim Forces in Lebanon wenigstens aus diesem Anlaß eine “stern warning”, wie die UN es im Kongo konnten?

“In addition to its ongoing support to the local population, such as dental and medical care, English language and computer literacy classes, UNIFIL’s Nepalese battalion responded to a request by Shaqra’s municipality to launch a maintenance campaign for the historic Shaqra-Dobaih Fort, which is located in Bint Jbeil district, South Lebanon.”

“Italian cuisine addresses the eye, taste, and mind in one stroke highlighting Italian history and the international recognition for its refined taste in design, architecture, and art; and this was well illustrated in the Italian cuisine course held on 13 June at Tyre Public Technical School.

The course, which was held for 25 students, is not the first of its kind, but part of a series of cooking courses organized by the Italian Civil-Military Cooperation Unit in Tyre and in Qana, in collaboration with UNIFIL Civil Affairs.”

Und während nepalesische UNIFIL-Blauhelme sich als Archäologen betätigen und italienische Soldaten Koch-Kurse geben, langweilen ihre deutschen Kameraden sich:

“Am 2. August um 16.40 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit kam es auf der Korvette Braunschweig während eines Ausbildungsvorhabens zu einer Störung im Betrieb des Geschützturmes. Bei dem Versuch, die Störung zu beseitigen wurde ein deutscher Soldat verletzt.”

Im Kongo haben derweil die Vereinten Nationen “eine Sicherheitszone in der Krisenregion im Osten des Landes eingerichtet”:

“Damit gilt in der Stadt Goma und Umgebung seit Donnerstagabend ein striktes Schusswaffenverbot. [..] Laut der Friedensmission soll jeder entwaffnet werden, der nicht den Sicherheitskräften angehört und dennoch Schusswaffen hat.”

Im Libanon ist Pasta wichtiger als Frieden durch eine Entwaffnung der Hisbollah.

tw24

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