Der Gesandte

Seit 1991 verleiht die Stadt Osnabrück alle zwei Jahre ihren Erich Maria Remarque-Friedenspreis an Menschen, die ihr durch “beispielhaftes Engagement für den Frieden” aufgefallen sind. 2009 war das Henning Mankell, der im Jahr darauf als Teilnehmer einer von der mit Al Kaida freundschaftlich verbundenen IHH organisierten Schiffsflotte den Kampf der Hamas gegen Israel unterstützen wollte:

“Der Untergang dieses verächtlichen Apartheidsystems ist das einzig denkbare Resultat, da es notwendig ist.”

Da aber des Schriftstellers heldenhafter Einsatz bislang nicht zum gewünschten Ergebnis führte, fühlt sich die Stadt Osnabrück verpflichtet, den bereits “seit Jahrzehnten vor sich hinschwelende[n] Konflikt in Israel und Palästina” erneut mit ihrem Friedenspreis zu thematisieren. “Er darf”, betont Claus Rollinger als Vorsitzender der Jury, nämlich “nicht in Vergessenheit geraten.”

Es wurden ja bloß erst kürzlich die europäische “Außenministerin” Catherine Ashton in Gaza gesichtet, und es vergeht auch kaum eine Woche ohne einen Besuch des amerikanischen Außenministers John Kerry in Ramallah/Amman oder der israelischen Hauptstadt Jerusalem. Doch die sind in Osnabrück wohl nur unwichtige Gestalten, von deren Tun daher wirklich niemand Notiz nimmt.

Damit also auch in der Geburtsstadt Erich Maria Remarques wieder richtig über den “Konflikt in Israel [!] und Palästina” geredet werde, soll die Liste der Preisträger in diesem Jahr um die Namen Avi Primor und Abdallah Frangi erweitert werden. Beide seien, so Claus Rollinger, “Gefährten auf verschiedenen Seiten, die in ihren Friedensbemühungen standhaft geblieben sind”.

Der Beginn der Friedensbemühungen des standhaften Abdallah Frangi liegt mehrere Jahrzehnte zurück. 1943 geboren, widmete er sich 1967 einer “militärischen” Ausbildung in Algerien, um sein dabei erworbenes Wissen im Auftrag der Fatah in dem umstrittenen Gebieten anzuwenden. Im August 1967 wurde der Terrorist Abdallah Frangi dort von israelischen Sicherheitskräften verhaftet.

Nach kurzer Haft kehrte er nach Deutschland zurück und setzte sein 1963 in Frankfurt begonnenes Medizin- und Politik-Studium fort. Bereits seit 1960 Mitglied der Fatah, war Abdallah Frangi in Deutschland zugleich als ein Repräsentant der PLO aktiv, als der er bestens vernetzt war mit jenen Friedenstauben, die 1972 den Anschlag auf die israelische Olympia-Mannschaft in München verübten.

1975 übernahm, wie der SPIEGEL im August 2012 schreibt, “ausgerechnet Frangi, jener Mann, den das Kommando des Schwarzen September am Tag des Olympia-Anschlags mehrfach telefonisch zu erreichen versucht hatte”, die Leitung der “Informationsstelle Palästina” in Bonn, die noch im gleichen Jahr erklärte, “warum die UNO Zionismus als Rassismus verurteilt”.

Daß Abdallah Frangi nur drei Jahre nach dem Massaker von München wieder in Deutschland tätig werden durfte, verdankte er einem Deal der damaligen deutschen Regierung unter Bundeskanzler Willy Brandt mit Yassir Arafat. Der sollte seine Terroristen davon abhalten, Anschläge auf Deutsche oder in Deutschland zu verüben, im Gegenzug mußte die PLO keine Verfolgung in Deutschland fürchten.

“Die Chuzpe des Arafat-Vertrauten [Abdallah Frangi] wurde besonders deutlich vor der Fußball-Weltmeisterschaft 1974. Wie aus den Akten hervorgeht, bot Frangi dem Auswärtigen Amt damals eine Art Anti-Terror-Hotline an. Der mit einer Frau aus Hessen verheiratete PLO-Statthalter erklärte, die Deutschen brauchten während des Turniers Anschläge nicht zu fürchten, es gebe ‘keinerlei Pläne dieser Art’. Aber für alle Fälle würde er sich ‘zur Verfügung halten’. Er sei bei den Schwiegereltern zu erreichen. In seinen Erinnerungen schreibt Frangi, die Morde von München seien in jener Zeit bei Gesprächen in Bonn ‘kein Thema mehr’ gewesen.” (Der SPIEGEL 35/2012 vom 27.08.2013, S. 36)

Später führten Abdallah Frangis standhafte Friedensbemühungen ihn zur Jungen Freiheit, der und deren Kundschaft er kurz nach Beginn der Zweiten Intifada im November 2000 erklärte, “die Intifada ist nicht gewalttätig.” Bis zum Ende des “nicht gewalttätigen” Aufstands ermordeten “palästinensische” Terroristen bei mehr als 20.000 Anschlägen über 1.000 Bürger Israels.

Heute verleumdet Abdallah Frangi nicht nur gern im deutschen Staatsfernsehen Israel, er ist auch ein “persönlicher Berater” Abu Mazens. Der “Palästinenserpräsident” hat vor wenigen Tagen in Ramallah Nayef Hawatmeh einen “Star of Honor” verliehen. Der Geehrte ist Anführer der Democratic Front for the Liberation of Palestine (DFLP), die sich mehrerer Massaker an Juden rühmt.

Es ist nicht überliefert, daß der in seinen Friedensbemühungen standhafte Abdallah Frangi dem Despoten von Ramallah diese Preisverleihung auszureden versuchte. Und Claus Rollinger wird nicht danach fragen. Denn in der Tat geht es ihm und der Stadt, die er vertritt, gar nicht darum, irgendwelche Friedensbemühungen zu befördern.

Mit der Verleihung ihres Friedenspreises, die das Andenken seines Namensgebers schamlos entehrt, wollen sie einen Anlaß schaffen, über Israel herzuziehen, die jüdische Demokratie zu verleumden und zu dämonisieren. Abdallah Frangi ist da ein wahrlich würdiger Nachfolger Henning Mankells; traurig ist, daß Avi Primor, höflich, wie er ist, den Deutschen den Alibijuden gibt.

tw24

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Eine Antwort zu Der Gesandte

  1. Peter Kossatz schreibt:

    Remarque würde weinen. Da sich antisemitische „Bemühungen“ meist in der obzessiven Verleumdung des Judenstaates äussern ,finde ich die Wahl auf Frangi, Abdallah nur konsequent. Einen besseren Diplomaten des Meuchelmordes konnte kaum gefunden werden.

    Somit kommt der Hochburg des Katholizismus , der Stadt Osnabrück, eine hohe Ehre zuteil.
    Schlage vor, ihm die Ehrenbürgerschaft anzubiedern, wie es bei anderen Verdienten im Judenmord ,z.B. A.Hitler , üblich war.

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